Perry Rhodan Heftbesprechungen - Der Genesis-Zyklus

Erstauflage, NEO und Anderes
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Cybermancer
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Re: Perry Rhodan - Erstauflage Heftbesprechungen

Beitrag von Cybermancer » 21.11.2018, 12:09

Wie gesagt der Intelligenzunterschied zwischen verschiedenen Spezies ist eher gradual.

Deshalb ist nicht einzusehen, warum die einen plötzlich eine Übsef-Konstate haben und die anderen nicht.

Auch das die Übsef-Konstante eine rein sechsdimensionale Konstante ist hilft wenig. Entweder sie tritt mit dem normalen vierdimensionalen Universum in Wechselwirkung und hat eine 4 vierdimensionale Projektion oder sie liegt in einer der Richtungen die gegenüber dem normalen Universum senkrecht stehen.
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Heft 2987 - Schlacht ums Gondunat von Michael Marcus Thurner

Beitrag von Laurin » 22.11.2018, 23:58

Das Heft beginnt mit einem Paukenschlag. Nachdem sich Puorengir, die rechtmäßige Gonda und Puoshoor, der falsche Gondu, zu einem Krisengespräch an einem neutralen Ort nahe der Hundertsonnenwelt verabredet haben um zu versuchen den Konflikt zu lösen, bricht Puoshoor die detailliert ausgearbeiteten Gesprächs-Vereinbarungen noch bevor die Verhandlungen überhaupt begonnen haben - und rammt mit seiner Pentasphäre, der DAAIDEM die TAYLITTIR, die Pentasphäre von Puorengir.

Während die beiden Flaggschiffe ineinander verkeilt im Raum stehen, beginnt sofort der massive Angriff von Pushoors Raumlandetruppen auf die TAILITTIR, um seine Schwester, die ihm den erschlichenen Titel streitig macht, dort zu ergreifen. Die Situation nahe der Hundertsonnenwelt droht endgültig zu eskalieren.

Rhodan macht sich mit einem kleinen Spezialkommando im Schutz neu entwickelter ETM-Deflektorfelder auf den Weg, um das Schlimmste zu verhindern, kommt aber zu spät. Selbst Monkey, der bei Puorengir für ihren Schutz sorgen sollte, konnte die Stellung nicht halten, die TAILITTIR-Besatzung wurde schlicht überrannt.

Der lädierte Monkey und Rhodans Team machen sich an die Verfolgung, und setzen zur festgekeilten DAAIDEM über, zusätzlich docken getarnte Einsatztrupps in Laurin-Jets an dem feindlichen Raumer zur Unterstützung an ...


Ich muss gestehen, anfangs dachte ich zunächst: Och nee ... schon wieder 'Rhodan in Action' statt einer strategischen Entwicklung, zumal Rhodan, der sich vom Zentralplasma zunächst den Oberbefehl über dessen Flotten hatte geben lassen, sich dann selbst ins Getümmel stürzte - als Oberbefehlshaber einfach ein Unding - dann packte mich aber zunehmend die spannend erzählte Geschichte.

Leider aber auch in diesem Band wieder Fehlanzeige hinsichtlich einer aktiven Rolle des Zentralplasmas, welches nur in Gestalt eines alten Posbis als Teamteilnehmer quasi stellvertretend präsent war. Immerhin sorgte der dann noch für eine finale 'Überraschung'.

Insgesamt aber ein spannender Band, den zu lesen sicher kein Fehler ist, um es mal in englischem Understatement zu sagen. :-D
Die Entwicklung der aktuellen Vorgänge geht aber wohl auch im nächsten Band noch weiter ...

Laurin
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Heft 2988 - Die HARUURID-Mission von Michelle Stern

Beitrag von Laurin » 03.12.2018, 02:50

Wir erinnern uns (oder auch nicht) - im letzten Band hatte Rhodans Team versucht, dem von der DAAIDEM flüchtenden falschen Gondu Puoschoor über den Hooris-Transmitter zu folgen - was aber nur einem Teil des Teams gelang, bevor die Hooris-Kristalle erloschen. Außer Rhodan haben es noch Lordadmiral Monkey, der Epsaler Spartakus Galouye und die Spezialistin Orla Trant geschafft; das restliche Team inklusive der Kampfroboter konnte nicht mehr folgen. Man landet auf der riesigen Leerraumfähre AJATTI, und wird während man noch so am überlegen ist, von der dortigen Sicherheitschefin Abelone Jochanson, einer Gäonin, gleich mal festgenommen - die Übermacht des aufmarschierenden Roboter-Empfangskomitees war für eine Gegenwehr schlicht zu groß.

Puoschoor, der längst weiter gereist ist, kümmert sich nicht mehr darum, und zum Glück des Teams bekommt Jochanson Zweifel an der ganzen Sache und gibt dem Team nach einigen Tagen im eigenen Saft schmoren lassen eine zweite Chance, und stellt sie dem dortigen Kommandanten Moore vor - der gleich wieder alle festnehmen lässt inkl. seiner Sicherheitschefin. Aber auch ihn beschleichen Zweifel an den Vorgängen, und so bekommt das Team tatsächlich noch eine dritte Chance.

Diese Zweifel der beiden haben ihren Gründe:

Die Leerraumfähre ist inzwischen in der Kleingalaxis Sagittarius angekommen, welche der Milchstraße vorgelagert ist und vorwiegend von den Gursüy, einem Blue-Volk, bewohnt ist. Puoshoor versucht die dortigen Blues zu einem Krieg gegen die LFT zu 'motivieren', indem er sie von als LFG-Raumern getarnten Gaöonen-Schiffen der Haarurid-Flotte angreifen lässt - deren angebliches Motiv: Die Eroberung von Saggittarius für die LFG, da dort der Weltenbrand kaum Auswirkungen hat. Puoshoors Taktik zeigt Erfolg, und die dortigen Blues rüsten erbittert eine riesige Flotte aus ...

Um die Gaönen zu Mitarbeit an dem schmutzigen Unternehmen zu bewegen, wurden diese von Thoogondu immer wieder gedächtnismanipuliert - und genau das hat zu den Ungereimtheiten und Zweifeln bei den beiden führenden Offizieren der AJATTI geführt. Nachdem Rhodans Team die Manipulationen der Thoogondu aufdecken kann, werden diese von Moore festgenommen - und zusammen überlegt man sich, wie Rhodans Team doch noch dem inzwischen auf einer Pentasphäre weilenden Puoshoor folgen und vielleicht erwischen kann ... dort kommt es dann mit viel Krach und Bumm zu einem würdigen Endgegner-Finale ...


Das Tempo des erzählten Romans ist sehr schnell, und die Schreibe von Michelle Stern gewohnt gut. Sie zeigt auch, was in dem verfolgten Puishoor so vor sich geht, und wie der sich die Zeit beim 'Liebeskampf' mit seiner Gespielin Mazuurah vertreibt und sich dabei von ihr emotional aufputschen lässt. Ist sie vielleicht Teil der Neuen Gilde, die Puoshoor nur als Instrument ihrer Machtträume benutzen?

Man darf aber auch nicht verschweigen, dass der Roman teilweise sehr aktionlastig ist. Die wesentlichen Mitwirkenden sind Haft- und Blendbomben, Strahler, Desintegrator-Klingen aller Art, Kampfroboter, diverse Kampfanzüge, Schutzschirme und Fallen und vor allem die brachiale Gewalt Monkeys. Gleich dreimal tappt das Team in die Falle, und vor allem im Finale fliegen die Fetzen dass es sich gewaschen hat. Wer auf solche Action steht, darf sich freuen. Mir blieb es etwas schleierhaft, wieso Rhodan - statt gleich über die USO-Station in Sagittarius die heimatlichen Kräfte vorsorglich zu mobilisieren - im Gottvertrauen auf die Unwahrscheinlichkeit eines guten Ausgangs zunächst erst mal quasi im Alleingang mit seinem kleinen Team Puoshoor erledigen, äh "aus dem Spiel nehmen" wollte.

Jedenfalls führt der Roman zu einer Art Vorzeit-Finale des aktuellen Zyklus und ist alleine deshalb lesenswert.

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Heft 2989 - Das Kortin-Komplott von Uwe Anton

Beitrag von Laurin » 06.12.2018, 00:51

Szenenwechsel. Die VOHRATA, das Flaggschiff des Tamaron bzw. Maghan Vetris Molaud treibt sich im Bereich der LFG in der Dunkelwolke Barnard herum, und wartet auf angekündigten Besuch. Der kommt dann auch, in Gestalt der FLORENCE LAMAR von Lotho Keraete, die schon im Solsystem bei der Auslösung des Weltenbrands eine unheilvolle Rolle gespielt hatte.

Der Besuch spaziert dann ungeschützt von der FLORENCE LAMAR durch den Weltraum zur VOHRATA hinüber, ohne Tunnel, ohne Raumanzüge. Es sind der Adaurest Adam von Aures, mit Lotho Keraethes 'schöner Familie'. Allen voran das überirdisch schöne 'Aggregat' Baizz, gefolgt von zwei Lukaparn und vier Muirden, marschieren sie selbstbewusst in den Hangar der VOHRATA ein.

Auf der VOHRATA dreht man sicherheitstechnisch am Rad um alles abzusichern; jede Menge mächtiger Kampfroboter, Vetris Molauds berüchtigte 'Skorpione', Sicherheitssperren und Sicherheitskontrollen, energetische Abschirmungen, persönliche Leibwächter und nicht zuletzt der Supermutant Assan Assoult werden aufgeboten um das Risiko des schwer einschätzbaren Besuchs für den 'Maghan' zu minimieren.

Der hatte schon vor einiger Zeit dem Wunsch nach einem persönlichen Gespräch von Adam von Aures entsprochen. Mit schlechtem Gefühl, da ihm die Gefahr durch die Verursacher des Weltenbrands bewusst ist, aber auch getrieben durch Neugierde und der Hoffnung, dadurch ein Mittel gegen den Weltenbrand zu finden, lässt er Adam und die vier Muirden ins Innere der VOHRATA, der Rest der Delegation muss im abgeschirmten Hangar warten.

Adam erzählt ihm dann Fantastisches über die sogenannte 'Genesis' und die kommende postbiologische Zivilisation in der Milchstraße, als deren 'Kristallisationspunkt' er sich sieht - und versucht Molaud genauso wie schon Bostich zu einer Mitarbeit für die Genesis zu locken. Der bleibt aber skeptisch angesichts der eher vagen Erklärungen, lässt sich aber zu einem Treffen Adams mit der Kortin-Statue, die sich auch an Bord des Flaggschiffs befindet, breitschlagen. Und so nehmen die verhängnisvollen Ereignisse ihren Lauf ...


Beschrieben werden die Geschehnisse wechselseitig aus der Sicht des Maghans und aus der Sicht zweier TLD-Agenten, die sich an Bord des Flaggschiffs befinden und die Auswirkungen der Ereignisse mitbekommen. Der Erzählstil ist gut und fesselnd, aber mit dem Ablauf der Ereignisse hatte ich so meine Probleme. Vetris Molaud trifft trotz schlechten Gefühls eine Reihe von Fehlentscheidungen, die nicht so recht zu seiner früher dargestellten Persönlichkeit passen wollen; genauso wenig wie Bostichs letzte Handlungen und Entscheidungen zu dem Bostich passen wollten, wie wir ihn einmal kannten.

Immerhin nimmt die Geschichte noch mal eine Wendung, mit der man eigentlich nicht gerechnet hatte, und bleibt dadurch hochspannend. Gut gefallen hat mir auch das Titelbild, was hervorragend zur erzählten Geschichte passt; wenngleich ich mir auch ein wenig mehr von dem Supermutant erhofft hatte.

Bezüglich der von Adam von Aures geplanten 'Genesis' beschleicht mich im Zusammenhang mit den Vorankündigungen zu Band 3000 ein Verdacht, der mir bislang ganz und gar nicht gefallen will. Es könnte sein, dass wir diesmal einen Zyklus erleben, der nicht zu einem 'guten Ende' führt ...

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Re: Perry Rhodan - Erstauflage Heftbesprechungen

Beitrag von Richard » 06.12.2018, 01:27

Ich habe mich gefragt wo Lotho war/ist. Vermutlich an Bord der FLORENCE LAMAR .. aber sofern ich das nicht überlesen habe bekamen wir keine entsprechende Info in dem Band.

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Re: Perry Rhodan - Erstauflage Heftbesprechungen

Beitrag von Laurin » 06.12.2018, 01:36

Stimmt - da wurde nichts darüber gesagt.

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Re: Perry Rhodan - Erstauflage Heftbesprechungen

Beitrag von Tiberius » 06.12.2018, 15:59

Vielleicht ist Lotho Keraete mit "seinem" Aggregat Etain andernorts unterwegs.
Anscheinend gibt es mehrere Aggregate und nicht nur das Aggregat Etain. Wie vielleicht manche, auch ich, gedacht hatten.
Was hier für ein Schatz zu finden ist ...

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Re: Perry Rhodan - Erstauflage Heftbesprechungen

Beitrag von Laurin » 06.12.2018, 19:50

Ja, mit so einem überirdisch schönen 'Aggregat' hätte ich auch anderes zu tun ... :-D

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Re: Perry Rhodan - Erstauflage Heftbesprechungen

Beitrag von Mi.Go » 06.12.2018, 20:32

Laurin hat geschrieben:
06.12.2018, 19:50
Ja, mit so einem überirdisch schönen 'Aggregat' hätte ich auch anderes zu tun ... :-D
:blink: :gruebel: :gruebel: :gruebel:
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Re: Perry Rhodan - Erstauflage Heftbesprechungen

Beitrag von Richard » 06.12.2018, 22:37

Vielleicht sind die Aggregate auch nur eine besonders "innovative" Form von Androiden die Lotho sich mit der ihm zur Verfügung stehenden Technik erbaust/erschaffen hat?

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Heft 2990 - Die beiden Rhodans von Susan Schwartz

Beitrag von Laurin » 18.12.2018, 01:31

Die Handlung wechselt zurück ins Solsystem.

Wir erinnern uns? Dort hatte zuletzt Adam von Aures, unterstützt von Lotho Keraete, gemeinsam mit Bostich (der dabei samt seiner GOS'TUSSAN drauf ging) mit einer gestohlene Biophore die Kunstwelt Wanderer so manipuliert, dass bei Bostichs Tod das Phänomen einer Spiralgalaxis den Weltenbrand über die ganze Galaxis gebracht hatte. Adam hatte dabei sowohl die Organisation des Techno Mahdi missbraucht, wie auch Rhodan II (der aus einem in einer Enklave von Wanderer existierendem Parallel-Universumsrest stammte) soweit manipuliert, dass der schließlich die Biophore nach Wanderer einbrachte, nichtsahnend was er damit auslöste.

Im aktuellen Roman findet sich Rhodan II nun gefangen in Second Life, äh ... in einem Messingtraum wieder, den er zunächst nicht als virtuelle Scheinwelt erkennt. Er wurde in einer aufgegeben Forschungshütte des Techno-Mahdi in den Anden der Obhut des Aggregat Cerotay übergeben, die darüber wacht dass er weder aus seinem Messingtraum aufwacht, noch diesen als solchen erkennt. Dann kommt es aber zu ungeplanten Störungen im Messingtraum. Der Grund ist Alosha Putovane, ein ehemaliger Forscher des Techno-Mahdi der auf die Vorgänge aufmerksam geworden ist, und sich zunächst aus Neugierde in den virtuellen Traum hineinhackt und dort als harmloser 'Nachbar' von Rhodan II tarnt. Dadurch gelingt es Rhodan II schließlich, aus dem Messingtraum zu erwachen - mit Hilfe einiger Roboter gelingt es dabei beiden, das Aggregat Cerotay so weit zu überrumpeln, dass sie in eine versteckte Unterkunft nach La Paz fliehen können.

Dort beschließen sie, Adam von Aures einen Strich durch die Rechnung zu machen, und zunächst Rhodan nach Wanderer zurückzubringen. Gemeinsam akquirieren sie ein kleines abenteuerliches Team, und Rhodan II plündert noch ein wenig die Konten von Rhodan I, damit sie einen kleinen Raumschiffs-Oldtimer für ihr Himmelfahrtskommando erwerben können.

Parallel kommen in den Nachrichten Meldungen - zunächst über Atlan, der mit der RAS TSCHUBAI und einer gewaltigen Ladung Proto Eiris für die Bekämpfung des Weltenbrandes zurückgekehrt ist, und schließlich auch über Perry Rhodan, der mit der GALBRAIGHT DEIGHTON VII ebenfalls ins Solsystem zurückkehrt. Dann startet das Team, aber auf dem Raumhafen stellt sich ihnen das Aggregat Cerotay in den Weg ...


Der Roman ist außerordentlich gut erzählt. Am Anfang empfindet man die Irritationen und das Unbehagen Rhodans über die merkwürdigen Ungereimtheiten seiner virtuellen Existenz fast selbst. Richtig Spaß macht der Roman aber vor allem, als das wilde Abenteuer-Team, welches die beiden anheuern, ins Spiel kommt - die recht unterschiedlichen Charaktere sind wirklich sehr lebendig geschildert. "Hurra - wir gehen auf Kaperfahrt ... " - einfach klasse!

Eindeutige Leseempfehlung! :yes:

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Re: Perry Rhodan - Erstauflage Heftbesprechungen

Beitrag von Cybermancer » 18.12.2018, 17:55

Was war nochmal das komische Aggregat?

Habe irgendwie den Überblick verloren. :blush:
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Re: Perry Rhodan - Erstauflage Heftbesprechungen

Beitrag von Richard » 18.12.2018, 19:21

Das Aggregat Etain tauchte erst vor relativ kurzer Zeit als Teil der "Schönen Familie" von Lotho Kereate auf.

Siehe auch hier.

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Heft 2991 - Die Eismönche von Triton von Leo Lukas

Beitrag von Laurin » 20.12.2018, 01:43

Auf dem vereisten Mond Triton lebt eine Gruppe von Mönchen in stiller Abgeschiedenheit. Die Mönche tauchen gelegentlich in kleinen Kapseln in die Tiefe des Ammoniak-Ozeans, um dort völlige Ruhe zu finden. Auf dem Rückweg von solch einer Tauchfahrt begegnet Gei Lichtblau, der Bierbrauer des Klosters, dem Aggregat Etain, was um Aufnahme in das Kloster ersucht, dort dann aber spurlos verschwindet.

Um irgendwelche Biospeicher aufzufüllen, braucht Etain die Hormone Melatonin und Serotonin, welches sie wie ein Vampir heimlich den Klosterinsassen abzapft. Die Äbtissin merkt aber, dass etwas nicht stimmt, und setzt einen heimlichen Hilferuf ab, der als Bitte um medizinische Unterstützung getarnt ist.

Der wird auch von der in der Nähe Neptuns kreuzenden RAS TSCHUBAI empfangen, in dem die beiden Rhodans, zusammen mit Atlan, gemeinsam mit der Wanderer-Wächterflotte nach der FLORENCE LAMAR suchen, die sie aufgrund der vorangegangenen Ereignisse (sie das Vorgängerheft) hier irgendwo vermuten. Die kleine aber mächtige FLORENCE LAMAR möchte man gern unschädlich machen, und möglichst auch Adam von Aures, dem Drahtzieher des Weltenbrandes, dingfest machen.

Rhodan geht dann zusammen mit Gucky und weiteren verdeckten Kräften in den Einsatz auf Triton, während Rhodan II den Oberfehl über die RAS TSCHUBAI bekommt, und Atlan den Befehl über die gesamte Neptunflotte. In Folge der sich daraus entwickelnden Ereignisse kommt es dann zur Konfrontation ...


Im Gegensatz zum Vorgängerheft fand ich den vorliegenden Band eher mäßig. Die Witzchen um den biersaufenden Bierbrauer und auch manch skurrile Namen wie z.B. den 'Bruder Schlappfuß' wirkten dann doch zu bemüht, und die ausführlichen historischen Erklärungen zur Münchener Bierbraukunst zumindest für mich eher als unpassende Realzeit-Anbiederung beim Leser.

Dass ein so hochentwickeltes Raumschiff wie die FLORENCE LAMAR die für Etain benötigten Hormone nicht synthetisieren kann, oder nicht wenigstens in ausreichenden Mengen mitführt, sodass die sich quasi als 'Vampir' betätigen muss um dann prompt aufzufallen, fand ich nicht gerade glaubhaft.

Vermisst habe ich auch Reginald Bull, der ja auch im Solsystem weilen müsste aber mit keinem Wort erwähnt wird, und auch die beiden Rhodans schienen mir trotz unterschiedlicher Vitae erstaunlich wenig neugierig aufeinander - statt das kosmische Wunder einer solchen Begegnung in ausführlichen Gesprächen auszuloten, geht es gleich um aktuelle Sachfragen. Zu allem Überfluss bezeichnet Perry Rhodan sein Spiegelbild auch noch irgendwann als 'kleiner Bruder', und übergibt diesem später auch noch für die Zeit seiner Abwesenheit einfach mal das Kommando über die RT.

Zum Glück wird es dann aber wenigstens handlungstechnisch spannend, und entwickeln sich die Ereignisse in eine kaum vorhersehbare Richtung.

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Heft 2992 - Vergessenes Selbst von Michelle Stern

Beitrag von Laurin » 28.12.2018, 15:25

Fünf Unsterbliche spielen diesmal mit: Die beiden Rhodans, Atlan, Bull und der Retter des Universums, Gucky. Tolot muss weiter Kindermädchen spielen und darf deshalb nicht mitspielen, und Addams ist mutmaßlich mit Earl Grey Tee trinken beschäftigt.

Die eine Handlungsebene spielt innerhalb der RAS TSCHUBAI, in der das gefangene Aggregat Etain inzwischen in einer Hochsicherheitszelle sitzt und beobachtet wird aber gerne entfliehen möchte, die andere spielt außerhalb der RT, als die beiden Sprosse YETO und SHINAE am Rande des Sonnensystems erscheinen, und nach Shinae, Bulls Tochter, verlangen. Man braucht sie für das 'Konzil der Obhüter', das notwendig wird, weil die Superintelligenz Geshod kurz vor der 'Shod-Phase', also dem Erwachen steht - und bietet als Gegenleistung hundert Zellaktivatoren.

Bull sieht das naturgemäß kritisch, und man einigt sich schließlich darauf, dass Shinae letztendlich selbst darüber entscheidet. Derweil wird ein kleines Kommandounternehmen auf den Spross YETO entsandt, um dort vom Obhüter Yeto Carell mehr Informationen zu erlangen, um was es bei der ganzen Sache eigentlich geht - und vor allem um die Gemeni besser einschätzen zu können.

Das Kommandounternehmen besteht aus Atlan, Gucky, dem Lügenroboter Tamareil und den Metabolisten Donn Yaradua - und setzt mittels eines früher erbeuteten Transmitters der Gemeni heimlich zur YETO über. Beim Transmittervorgang wird das Team jedoch getrennt, und erfährt dann nach diversen Verwicklungen erstaunliche Dinge ...

Parallel spitzt sich die Handlung in der RT um das gefangene Aggregat Etain zu, die ihre Bewacher, darunter die Posmi Aurelia, subtil manipuliert ...


Der Roman ist gut erzählt, und offenbart eine Menge Zusammenhänge über das Wirken der Gemeni. Am gelungensten empfand ich Tamareil und Aurelia geschildert, aber auch Atlan wird gut charakterisiert.

Leseempfehlung. :yes:

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