Perry Rhodan - Erstauflage Heftbesprechungen

Erstauflage, NEO und Anderes
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Laurin
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Perry Rhodan - Erstauflage Heftbesprechungen

Beitrag von Laurin » 08.06.2018, 01:14

Die letzten Hefte die ich gerade gelesen habe, waren als Doppelband von Kai Hirdt:
2962 - Sextadim-Treibgut
2963 - Der Münchhausen-Roboter

Ich finde beide sind es wert, darüber zu berichten.

Atlan strandet bei seinem Versuch, gemeinsam mit seinen Begleitern über einen Shod-Spiegel den Spross YETO in der weit entfernten Milchstraße zu erreichen, im KONGLOMERAT, einer im Dakkarraum aus mehreren gestrandeten Raumschiffen und diversem Treibgut bestehenden riesigen zusammengewürfelten Raumstation, in der neben vielen anderen Völkern u.a. auch die Gemeni aktiv sind - vor deren Vertretern er ja eigentlich geflüchtet ist.

Mit dabei zwei Begleiter der Menes (eines Abzweigs der Menschen, die vor Jahrtausenden von den Gemeni gerettet bzw. entführt wurden), Klem als erfahrener Agent und Poulson, der eher wider Willen dabei ist. Atlan trägt das geraubte Kommandokleid eines Bhal, und Klem einen Anhänger aus gefrorener Eiris, der wohl von ES stammt.

Gleich bei der Ankunft wird der kleine Trupp von zwei riesigen Marienkäfern einkassiert, die mit ihnen als erbeutetem 'Treibgut' Kasse machen wollen. In der Folge entwickelt sich eine wilde Abfolge von Ereignissen, die wie ein Actionspiel geskriptet wirken und auf den ersten Blick wenig Sinn zu machen scheinen. Es wird gekämpft und gerannt, Freund und Feind wechseln des Öfteren, Ruhepausen gibt es kaum.

Hervorragend und liebevoll ausgemalt aber die Figuren der beiden Toonzer (besagte riesige 'Marienkäfer'), die zuerst als bedrohliche Beutemacher erscheinen, sich dann aber als eher verwirrte 'Teenager' entpuppen, die nachdem das Beutemachen gescheitert ist, zunächst versuchen sich die Hilfe von Atlans Trupp zu erpressen, aber sich schließlich zu zuverlässigen Unterstützern wandeln. Auch deren eigenartige Sprache immer wieder köstlich. Dadurch tritt die eher banale Actionhandlung etwas in den Hintergrund, und faszinieren die geschilderten Personen.

Im Verlaufe der bunten Abenteuer gibt es dann einen Ausflug aus der Station hinaus in den gefährlichen Dakkarraum, weil dort neues Treibgut erbeutet und angelandet werden soll. Einen Moment hatte ich die Hoffnung, dass der Trupp dort die gestrandete SOL findet (das hätte doch gepasst, wenn Atlan erneut die SOL hätte retten können), aber solche trivialen Leserwünsche finden ja eher selten Erfüllung. Statt dessen auch dort draußen am riesigen Treibgut Intrigen, Monster und jede Menge Action. Aber auch hier gelingt dem Autor die Überraschung, dass sich der verfolgende Gameni Ghatu-Finstermann plötzlich ganz anders entpuppt als erwartet; wobei sich die Handlung dann noch einmal unerwartet dreht.

Dieser letzte Teil gehört dann aber schon zum zweiten Band mit dem epischen Titel 'Der Münchhausen-Roboter'.

Ich muss gestehen dass mich dieser Titel von Anfang an faszinierte, und auch das Titelbild war schon recht vielversprechend. Einem Teil der Abenteurer gelingt die Rückkehr aus den Wirren des Dakkarraums zurück in das KONGLOMERAT. Dort trifft man auf der Flucht vor dem Ghatu in einem von den Gemeni abgeschlossenen Bereich auf Tamareli, den betörend aufgestylten weiblichen Münchhausen-Roboter (der seinen Titel übrigens völlig zu Recht trägt) - und natürlich nicht davor zurückschreckt unseren Frauenhelden Atlan anzubaggern.

Damit ist den Autoren ein weitere Geniestreich gelungen. Obwohl die weitere Handlung mindestens genauso verworren actionreich wie der erste Teil komponiert ist, Freund und Feind munter des Öfteren die Rolle wechseln, tritt mit dem Münchhausen-Roboter Tamareil eine humorvolle, ironisch sonnige Komponente hinzu, die den Roman wirklich lesenswert macht.

Gemeinsam macht man sich nun auf, die Geheimnisse der Gemeni zu entschlüsseln, die dem kleinen Truppe aber selbst schon bedenklich nahe auf den Fersen sind. Wie die bunte und trotz der vielen Action wirklich gut erzählte Geschichte ausgeht, soll hier nicht verraten werden, ich gebe aber eine klare Lese-Empfehlung.

Lesespaß: Gut! :yes:

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Re: Perry Rhodan - Erstauflage Heftbesprechungen

Beitrag von Ein Terraner » 08.06.2018, 11:46

Marienkäfer ? ^^
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Re: Perry Rhodan - Erstauflage Heftbesprechungen

Beitrag von Laurin » 08.06.2018, 13:44

Naja beschrieben wurde sie als riesige Käfer "so groß wie ein ausgewachsenes Schlachtross oder zumindest nur knapp darunter" - in meiner Vorstellung sahen sie dann aus wie riesige Marienkäfer lol.
:-D

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Re: Perry Rhodan - Erstauflage Heftbesprechungen

Beitrag von Ein Terraner » 08.06.2018, 20:34

Immer diese Fantasie, da hab ich bei Rhodan eh immer so ein Problem weil das Zeug in meinem Kopf viel düsterer ist als es dann auf irgendwelchen Skizzen oder Zeichnungen auftaucht.

Bild
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Re: Perry Rhodan - Erstauflage Heftbesprechungen

Beitrag von Laurin » 10.06.2018, 01:36

Das hängt bei mir auch immer davon ab, wie etwas beschrieben wird. So düster wie auf dem Bild waren die in meiner Fantasie jedenfalls nicht ... ;)

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Heft 2964 - Späher im Dakkarraum von Uwe Anton

Beitrag von Laurin » 10.06.2018, 01:54

Weiter geht es mit den Abenteuern von Atlan's kleiner Gruppe im KONGLOMERAT, der riesigen Station im Dakkarraum. Die Gruppe ist auf dem Weg zu Shod-Teleskop 37, da dieses offenbar auf die Cetus-Zwerggalaxis ausgerichtet ist, die in der Nähe der heimischen Milchstraße liegt. Atlan will herausfinden, warum.

Darüber hinaus erhoffen sich Atlan und seine Mitstreiter auch Informationen von einem in dem Teleskop gelagerten Archiv. Die beiden 'Käfer' aus den Vorbänden sind zurückgeblieben, sodass die Gruppe nur aus Atlan, dem Menes Klem, einem Paslaimonen und Tamareil dem Münchhausenroboter besteht (von dem wir inzwischen wissen, dass er ein in PEW-Metall eingelagertes Cappin-Bewusstsein beherbergt).

Die Gruppe hat wiederum einige Abenteuer zu bestehen, bis sie zu dem riesigen Teleskop vordringen kann. Mit einer List gelingt Atlan der Zutritt, bei der Benutzung des Teleskops kommt es allerdings zur Katastrophe ...

Im Nachgang kommt es dann noch zu einem etwas merkwürdigen 'Duell' mit dem Bhal.

Was da genau passiert, will ich hier jedoch nicht verraten.


Der Roman ist routiniert geschrieben, wie man es von UA gewohnt ist, es gab für mich keine besonders negativen aber auch keine besonders positiven Auffälligkeiten. Der Leser kommt dennoch auf seine Kosten, da zum Schluss einige sehr interessante kosmische Zusammenhänge offenbar werden.

Also: 'Not to bad' :-)

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Heft 2965 - Der Sternenring von Christian Montillon

Beitrag von Laurin » 18.06.2018, 23:18

Auf geht's in die der Milchstraße vorgelagerte Zwerggalaxis Cetus! Gereist wird durch den Dakkarraum per Shod-Teleskop der Gemeni - Atlan hatte sich die freie Passage vom Bhal des Konglomerats in einem Duell gemeinsam mit Klem erstritten. Er will herausfinden, was es mit den noch von ES errichteten 'Silos' auf sich hat, hinter denen die Gemeni her sind, und in denen ES anscheinend große Mengen an 'Eiris' gebunkert hatte.

Man überbrückt die riesige Distanz und kommt weitgehend unbeschadet an, wird am Ankunftsort jedoch prompt unfreundlich von einem kleinen Trupp Nordkaris empfangen, die sie festnehmen wollen. Atlan und seinem kleinen Trupp (der außer ihm aus dem Menen Klem und dem Münchhausenroboter Tamareil besteht) gelingt jedoch die Flucht.

Es stellt sich heraus, dass man in einem gigantischen Sternenring der Lee gelandet ist. Sternenringe sind Gebilde aus Asteroiden, Monden und Trümmern, die jeweils eine Sonne umkreisen, welche die Lee seit Generationen ausbauen - und die als Handelszentren für viele Völker verwendet werden.

Atlan macht dort Bekanntschaft mit Florence Hornigold, der Kapitänin eines alten terranischen 850m-Handelsraumers, der von ihren Vorfahren dort noch vor der Hyperimpedanzerhöhung nach Cetus manövriert wurde, um dort gute Geschäfte zu machen. Hornigold sieht sich in der Tradition des früheren berühmt berüchtigten Piraten Hornigold, hat das Herz am rechten Fleck und freut sich dem berühmten Atlan ihre Unterstützung anbieten zu können. Unser Arkonide bekommt Heimatgefühle, als er den großen terranischen Kugelraumer betritt.

Gemeinsam will man nach den Silos von ES forschen, als Kompass erweist sich praktischerweise das kleine Eiris-Amulett von Klemm. Die Mission erweist sich aber als ungeahnt gefährlich, da in der Nähe auch der mächtige Gemeni-Spross ZOI operiert ...


Der Roman ist wirklich gut geschrieben, und führt rasch in das Vielvölkergemisch des Sternenrings ein, ohne dabei an Spannung und Lesefluss zu verlieren. Auch die Protagonisten sind gut charakterisiert. Etwas seltsam nur, dass die Kapitänin als Kommandantin eines so großen Kugelraumers viele Erledigungen außerhalb des Schiffes ohne Begleitschutz unternimmt, auch als sich Probleme anbahnen.

Mir hat der Roman gefallen - ich würde daher sagen 'lesenswert'. :-)

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Heft 2966 - Sektor X von Michelle Stern

Beitrag von Laurin » 29.06.2018, 17:46

Weiter geht es mit der Suche nach den von ES hinterlassenen Silos mit Proto-Eiris. Dank des Amuletts von Klem kann man den Standort der Silos ausfindig machen - die sich in einem verbotenen Sektor des Sternenringes der Lee befinden. Kapitänin Hornigold stelle dafür ihre WOODES ROGERS zur Verfügung, die das Einsatzteam (bestehend aus Atlan, Klem, Tamareil, Hornigold und einem Lee) 'unbemerkt' über dem verbotenen Sektor ausschleust, so glaub man wenigstens.

An den Silos, bei denen man auf einen von ES mit deren Bewachung beauftragten Androiden stößt, kommt es dann zum Show-down ...

Atlan kommt in der Folge nicht nur zu einer Probe des kostbaren Stoffes, sondern auch zu einer Reihe von Erkenntnissen über kosmische Zusammenhänge, die es in Frage stellen, dass es sich bei GESHOD und den Gemeni wirklich um Feinde handelt - und er stellt sich einer kritischen Verhandlung mit dem zuständigen Bhal, nicht ahnend, dass man den 'Ritter der Tiefe' u.a. als Verantwortlichen für das Desaster der 'Scherung' ansieht ...


Der Roman ist flott geschrieben, allerdings haben manche der Mithandelnden Erkenntnisse, die in den Vor-Romanen so nicht vermittelt wurden, also darauf schließen lassen, dass die Protagonisten auch außerhalb der beschriebenen Handlung heftig kommuniziert haben - vermutlich während wir auf das Erscheinen der Folgehefte warteten.
:-D

Ich kann das Heft, dass die aktuellen fünf Hefte der Atlan-Abenteuer abschließt und auf eine interessante Entwicklung rund um das Vermächtnis der Proto-Eiris hoffen lässt, empfehlen.

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Re: Perry Rhodan - Erstauflage Heftbesprechungen

Beitrag von Mi.Go » 29.06.2018, 18:25

Das zweite Heft in Folge mit "männlichen Silos" :rolleyes:
Vermutlich liegt's am Eiris(s) :help:
Todeskandidat: "Ich glaube nicht an die abschreckende Wirkung der Todesstrafe"
Henker: "Ich hab hier noch keinen zweimal gesehen"

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Re: Perry Rhodan - Erstauflage Heftbesprechungen

Beitrag von Laurin » 30.06.2018, 01:55

... also weiblich werden die wohl nur, wenn zwei rundliche davon nebeneinander liegen. :-D

der die das Silo

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Heft 2967 - Das zweite Terra von Michael Marcus Turner

Beitrag von Laurin » 01.07.2018, 17:51

Nach den Episoden mit Atlan wechselt das Szenario wieder in die heimatliche Milchstraße - zur Welt Trowno im Lyosystem, welches in einer Dunkelwolke verborgen ist.

Dort wird seit der Dolankrise auf Anweisung Perry Rhodans in einem Langzeitobjekt an einer Art Ersatzwelt für Terra gearbeitet, die man mittels Terraforming in eine paradiesische Welt verwandelt hat, auf der möglichst viel der auf Terra vorkommenden Flora und Fauna angesiedelt wird - um im Falle einer erneuten Katastrophe eine Art biologisches 'Backup' zu haben.

Ein Wissenschaftlerteam von ca. 20.000 Galaktikern lebt in acht aneinander gekoppelten ehemaligen LFT-Boxen, die nun als riesige wissenschaftliche Raumstation den Planeten umkreist, und von der aus die Entwicklung auf Trowno gesteuert wird.

Zur Krise kommt es, als ein hyperenergetischer Impuls registriert wird, der im übergroßen Gasplaneten Thyello (der ebenfalls zum Lyosystem gehört) u.a. einen dort verborgenen sieben Kilometer langen Raumer der Thoongondu aktiviert. Dieser steigt auf, und fragt ähnlich stur wie damals die Posbis ("Seid Ihr wahres Leben?") "Wie steht Ihr zum Wanderer?". Aufgrund der unbefriedigenden Antworten kommt es zum Konflikt mit den Galaktikern, der sich dramatisch entwickelt.

Diese versuchen noch Hilfe zu organisieren ...


Der Roman ist toll geschrieben, und die militärische Auseinandersetzung inklusive der darin verwickelten Charaktere trotz mancher exzentrischen Einfälle glaubhaft und spannend geschildert.

Ich gebe eine klare Leseempfehlung. :yes:

Was mich nur interessieren würde - ist dieses 'zweite Terra' eine neue Erfindung der Autoren oder wurde das früher schon mal erwähnt - weis das vielleicht jemand?

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Richard
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Re: Perry Rhodan - Erstauflage Heftbesprechungen

Beitrag von Richard » 01.07.2018, 18:26

Für mich war das jedenfalls neu. Aber wer weiss, vielleicht wurde mal in Taschenbüchern davon berichtet oder in der Atlanserie ....

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Re: Perry Rhodan - Erstauflage Heftbesprechungen

Beitrag von Laurin » 10.07.2018, 17:51

Richard hat geschrieben:
01.07.2018, 18:26
Für mich war das jedenfalls neu. Aber wer weiss, vielleicht wurde mal in Taschenbüchern davon berichtet oder in der Atlanserie ....
Es wurde wohl neu erfunden ... :-)

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Heft 2968 - Die Schweigsamen Werften von Michael Marcus Turner

Beitrag von Laurin » 10.07.2018, 18:40

Wie es sich herausstellt, haben die Thoogundu überall in der Milchstraße solche geheimen Werften platziert, von denen nun nach einem Weckimpuls massenweise die mächtigen Pentasphären-Raumer aufsteigen. So auch im Lyosystem, welches zur Opral-Union gehört, die früher als ZGU (Zentralgalaktische Union) firmierte, sich heute aber der LFG (Liga Freier Galaktiker angeschlossen hat.

Wir bekommen es laut einem berühmten Terraner mit "einer störrischen Bewohnerin einer störrischen Kolonie zu tun, die einer störrischen Administratorin verpflichtet ist" ... eben "in dieser störrischen Opral-Union". Als dort aus dem Gasriesen Thyello ebenfalls Pentaspärenraumer aufsteigen, und von den Bewohnern der Welt Frobisher stur Auskunft verlangen, wie diese denn zum Wanderer stehen, schickt die dortige Administratorin eine ehemalige (aber nun geschasste) stellvertretende Flottenkommandantin sowie einen eigenartigen Blue gemeinsam in den Einsatz.

Missionsziel: 'Eins das Ganze' von der führenden Pentasphäre von ihren Abneigungen gegenüber dem Wanderer zu überzeugen, und damit Zeit zu gewinnen. Die skrupellose Administratorin hat die Beiden aber auch mit geheimen Absichten präpariert. Das anfangs in gegenseitiger herzlicher Abneigung verbundene kleine Team, bestehend aus der Terranerin Antua Tapper und dem Blue Yüs Ghysar, liefert sich der Pentasphäre aus und ist dort dem Roboter Hoppatoon ausgesetzt, der im Auftrag von 'Eins das Ganze' unbarmherzig versucht. die Wahrheit aus ihnen herauszubekommen. Im Laufe dieser eher aussichtslosen Mission kommen sich die Terranerin und der Blue näher, und es gelingen ihnen überraschende Einsichten in die Absichten der noch unbemannten Pentasphärenräumer, die anscheinend alle Hooris Stern anstreben ...

Derweil kreuzt auch die RAS TSCHUBAI im Bereich der Opral-Union, und realisiert das unvermittelt gewaltig gewachsene Bedrohungsszenario ...


Anfangs dachte ich, 'ach nöö, nicht schon wieder das gleiche Szenario der aus Gasplaneten aufsteigenden Thoogondu-Raumer' , aber dann entwickelt sich die Story dank des Eindringens in einen dieser Raumer und der weiteren Entwicklung deutlich weiter, und bringt auch überraschende Einsichten. Die Geschichte wird anhand der beiden gut geschilderten Protagonisten lebendig und mitreißend geschildert, auch wenn manche Details der Handlung hart an der Unwahrscheinlichkeitsgrenze entlangschrammen. So können die Beiden aufgrund ihrer Präparierung dem auf der Pentasphäre völlig allein agierenden Roboter Hoppatoon überraschend lange die Stirn bieten und dort herumspionieren.

Das gut gezeichnete Titelbild passt auch gut zur Handlung, der Titel weniger. Ich empfand es auch eher als Schwäche der Rahmenhandlung, dass nach den geheimen Onryonen-Basen des letzten Zyklus nun mit den noch unbemannten Raumern der Thoogondu sich schon ein zweites Mal eine geheime Macht unbemerkt in der Milchstraße versteckt hält, und sich nun anschickt unerwartet die Machtverhältnisse umzukrempeln. Offen bleibt zunächst auch, wann und wie diese Schweigsamen Werften mit ihren Flotten versteckt wurden - sollte das zum Zeitpunkt der Vertreibung der Thoogundu vor Jahrtausenden gewesen sein, hätte man damit nicht nur ES als Vertreiber düpiert; es wäre außerdem auch die Frage offen, wie die damals schon zu Pentasphörenraumern kamen, besaßen die Flüchtenden nach den bisherigen Berichten damals doch nur Trispären-Raumer.

Trotz dieser Fragezeichen an der Gesamtrahmenhandlung ein durchaus empfehlenswerter Roman. :-)

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Kapaun
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Re: Perry Rhodan - Erstauflage Heftbesprechungen

Beitrag von Kapaun » 11.07.2018, 10:59

Ab 3000 wird ja ein ordentlicher Umbruch angekündigt. Schätze, ich werde dann mal für ein paar Hefte reinschnuppern - zumal es ja vermutlich der letzte Tausender ist, den ich erlebe. Aber ich glaube eher nicht, dass ich dabeibleibe. KNF hat ja auch schon bei einigen Szenarien, die ich spannend finden würde, abgewunken. Na, mal sehen.
"I would challenge you to a battle of wits but I see you are unarmed."
(William Shakespeare)

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