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Re: Perry Rhodan - Erstauflage Heftbesprechungen

Verfasst: 14.07.2018, 18:36
von Laurin
Kapaun hat geschrieben:
11.07.2018, 10:59
Ab 3000 wird ja ein ordentlicher Umbruch angekündigt. Schätze, ich werde dann mal für ein paar Hefte reinschnuppern - zumal es ja vermutlich der letzte Tausender ist, den ich erlebe. Aber ich glaube eher nicht, dass ich dabeibleibe. KNF hat ja auch schon bei einigen Szenarien, die ich spannend finden würde, abgewunken. Na, mal sehen.
Was waren das denn für Szenarien?

Und ja - leider kann das Team nicht 'leser-wunschgesteuert' arbeiten, dazu sind auch die Wünsche der Fan-Gemeinde viel zu unterschiedlich. Aber vielleicht ist das auch ganz gut so, ergeben sich so doch immer wieder echte Überraschungen. Ich habe mir ja auch immer gewünscht, dass mal wieder auf die SOL zurückgekommen wird - aber nach dem Schicksal der BASIS ist es vielleicht besser, wenn sie erst mal noch verschollen bleibt...
;)

Re: Perry Rhodan - Erstauflage Heftbesprechungen

Verfasst: 14.07.2018, 20:32
von Kapaun
Ich hab mal grad auf die Schnelle versucht, das zu finden, bin aber dran gescheitert. Es ging im wesentlichen um einen dramatischen und dauerhaften Degrader durch Techno-Strangeness im Zusammenhang mit dem Weltenbrand, und außerdem irgendwo in einer komplett unbekannten kosmischen Umgebung. Einer von den Foristen hat für so ein Szenario sogar einen ganzen Haufen Fake-Expos geschrieben. Und ich bilde mir ein, KNF hätte dazu irgendwo was gesagt. Aber wie gesagt, ich find's jetzt nicht mehr.

Heft 2969 - Tag des Grimms von Susan Schwartz

Verfasst: 14.07.2018, 21:37
von Laurin
Die aktuelle Entwicklung kulminiert an Hooris Stern, einem Doppelsternsystem, von denen einer ein Pulsar ist, und einer ein Roter Zwerg. Als die RAS TSCHUBAI dort eintrifft, stehen sich bereits tausende robotisch gesteuerter Penta- und Trissphären einer Flotte der Liga Freier Terraner (LFG) gegenüber. Die riesige RT schiebt sich sofort zwischen die beginnenden Scharmützel um eine größere Eskalation zu verhindern, und Perry Rhodan zieht sich dadurch prompt den Zorn der LFG Admiralin Ruth Dunjana zu, die ihn wegen dieser Eigenmächtigkeit abkanzelt.

Die Anzahl der LFG-Flotte beträgt anfangs 3000 Schiffe sowie 1000 Robot- und Gataser-Einheiten des Galaktikums, später sendet das Kaiserpaar von Olymp, der Argyris und die Argyrisa, 1000 weitere Schiffe zur Unterstützung. Nebenbei wird der Leser darüber in Kenntnis gesetzt, dass sich die Flotte der LFG, früher einmal 190.000 Einheiten, seit den Verwüstungen durch die Tiuphoren vor etwa 30 Jahren noch nicht wieder zur alten Stärke erholt hat (ein Umstand, der mir so bisher nicht bewusst war), außerdem sind beträchtliche Kontingente unter dem Kommando von Admiralin Anna Patoman durch die Vorgänge am Solsystem anderweitig gebunden.

Admiralin Dunjana drängt zum Angriff, solange eine Überlegenheit der Galaktiker besteht, aber Perry Rhodan möchte erst alle anderen Optionen ausloten um ein unnötiges Gemetzel Galaktiker gegen Robotraumer zu verhindern. In die angespannte Lage platzt noch das Kugelraumschiiff NETO der mit den Thoogundo verbündeten Gäonen, des Zweiten Solaren Imperiums, dessen Kommandant Oberst Jefferson Beauregard sich als Vermittler anbietet - tatsächlich aber verdeckte Impulse in Richtung Hooris Stern entsendet.

Dadurch aufmerksam gemacht, entdecken die Galaktiker eine in den äußeren Schichten des Roten Zwergs verborgene mehrere Kilometer große Raumstation, die nur durch einen starken Feldschirm geschützt ist. Während die LFG-Admiralin ihre Flotten in Angriffsbereitschaft versetzt, und immer noch neue Perlenschiffe hinzustossen, dringen der Multimutant Gucky und Rhodans Frau Sichu Dorksteiger per Teleportation zur Erkundung in die Raumstation ein, unterstützt von einem modifizierten Tara-IX-Inside, der als Transmiterstation für nachrückende Unterstützungskommandos dienen soll. Die Raumstation registriert aber die psionischen Aktivitäten und schaltet direkt nach dem Sprung einen paratronähnlichen Schirm ein, sodass das kleine Kommando ohne Rückkehroption abgeschnitten ist.

Parallel dazu erfährt der Leser, sehr lebendig geschildert, etwas über die Bewohner dieser Raumstation, mit denen Sichu und Gucky konfrontiert sind. Es beginnt eine actionreiche Entwicklung innerhalb der Raumstation, die am Ende zu schwerwiegenden Erkenntnissen führt, die das gesamte Szenario dieses Zyklus in einem neuen Licht erscheinen lassen ... und zu einer Bedrohung ungeahnten Ausmaßes führt ...


Bei Susan Schwartz eher ungewohnt, beginnt der Roman sofort mit einer hohen Dynamik, in der sich das Geschehen entwickelt. Die strategischen Komponenten bieten so einiges für Freunde der 'Military Space Opera', aber auch die menschliche Seite kommt nicht zu kurz, insbesondere Gucky wird hier auf eine Art geschildert, die humorvoll aber alles andere als oberflächlich ist. Lara Croft ... äh Sichu Dorksteiger, beweist auch ungeahnte Fähigkeiten, und gemeinsam produzieren die beiden eine beachtliche Menge Roboterschrott in der Raumstation. Und die kosmischen Erkenntnisse am Ende deuten auf eine spannende Entwicklung hin ...

Ein feiner Roman - ich hatte eine Menge Spaß beim Lesen! :yes:

Re: Perry Rhodan - Erstauflage Heftbesprechungen

Verfasst: 15.07.2018, 12:32
von Richard
Hm, hast Du vergessen, dass wir bei der Einfuehrung von Sichu mitbekommen haben, dass sie eine durchaus harte Kampfausbildung durchgemacht hat?

Re: Perry Rhodan - Erstauflage Heftbesprechungen

Verfasst: 15.07.2018, 13:18
von Laurin
Nein, habe ich nicht. Aber wie viel Jahrzehnte ist das her ... ?

Ich fand das schon okay, aber dennoch bemerkenswert. :-D

Re: Perry Rhodan - Erstauflage Heftbesprechungen

Verfasst: 16.07.2018, 21:22
von Richard
Ator sind doch recht langlebig (so die Infos die wir bekommen haben) und daher ist es jetzt nicht so verwunderlich, dass Sichu als Ator lange koerperlich gut erhalten bleibt und fit ist. Zudem hat sie auch angemerkt (im aktuellen Band, auf eine Frage von Gucky hin), dass sie offenbar in ihrer Freizeit entsprechend trainiert.

Heft 2970 - Der Gondu und die neue Gilde von Oliver Fröhlich

Verfasst: 25.07.2018, 02:17
von Laurin
An Hooris Stern, an dem sich inzwischen 5000 LFG-Schiffe und 15000 Robot-Perlenraumern der Thoogondu gegenüberstehen, konnten die Galaktiker es trotz des Eindringens von Sichu und Gucky in die im roten Zwerg verborgene Raumstation nicht verhindern, dass von dort aus ein vier Kilometer durchmessender untergalaktischen Riesentransmitter aktiviert wird - eine Art Sternenfenster.

Allen ist klar, dass damit die letzten Vorbereitungen einer Invasion durch das Goldene Reich aus der Galaxis Sevcooris abgeschlossen werden, als sich auch schon drei Pentasphären aus dem Transmitter schieben. Die Raumschiffe scheinen durch den Transport über 111 Millionen Lichtjahre zwar beschädigt, aber aktionsfähig zu sein. Kurz danach meldet sich die Gonda Puorengir, die als Tochter des Herrschers des Gondunats, dem Gondu Narashim, anscheinend inzwischen dessen Nachfolge angetreten hat, und erklärt über Funk dass sie den Oberbefehl über die Robotflotte übernehme.

Während die Galaktiker noch über einen möglichen Angriff gegen die Übermacht diskutieren, meldet sich Puorengir über einen verdeckten Kanal bei Perry Rhodan, und spricht überraschenderweise das Wort aus, bei dem sich bei manch heutigen Zeitgenossen das pure Grauen einstellt - sie bittet um
Spoiler
ASYL ! :-D
Rhodan (natürlich mal wieder nicht die dramatische Leier des 'Hofers vom See' im Sinn), lädt die Gonda unverzüglich auf die RAS TSCHUBAI ein, und erfährt so eine unglaubliche Geschichte ...


Das Heft ist der erste Teil eines Doppelbandes, und wir erfahren daher noch nicht die ganze Geschichte - aber was uns Puorengir schildert, ist spektakulär, und auch sehr gut beschrieben.

Etwas unstimmig finde ich allerdings, dass die Galaktiker es trotz drohender Invasion und feindlicher Übermacht nicht hinbekommen, an diesem Brennpunkt mehr Schiffe zusammen zu ziehen. Trotz der im vorigen Heft gelieferten Erklärungen (Tiuphoren, Solsystem) müssten eigentlich wesentlich stärke Kräfte aufzubieten sein. Auch die Überlegung der LFG-Admiralin, ob sie trotz Unterlegenheit nicht vielleicht doch angreifen soll (was sie dann aber nicht tut), erscheint aus strategischer Sicht nicht so toll - eigentlich müssten in so einer Situation die Drähte zu den LFG-Zentralen sowie zum Galaktikum heiß laufen, um schnellstmöglich eine Überlegenheit herzustellen und das weitere strategische Vorgehen abzustimmen.

Mein Fazit: Eine spannende Entwicklung, gut geschildert - aber die strategischen Aspekte leider etwas unbefriedigend. Dennoch lesenswert.

Heft 2971 - Das Gondische Provileg von Oliver Fröhlich

Verfasst: 07.08.2018, 16:08
von Laurin
Die Gonda Puorengir erzählt auf der RAS TSCHUBAI weiter die dramatische Geschichte der intrigenreiche Auseinandersetzung um die Nachfolge des ermordeten Gondu Narashim, den Perry Rhodan auf seiner Expedition nach Sevcooris noch persönlich kennen gelernt hatte. Hauptrollen in dieser Erzählung: Ihre Geliebte Shia, ihr Bruder Puoshoor und eine geheime 'Neue Gilde', die hinter dem Rücken des Gondu mit allen Mitteln die Rückkehr der Thoogondu in die Milchstraße betreibt, aus der diese vor Jahrtausenden vertrieben wurden.

Während dieser Erzählung dringen permanent weitere feindliche Pentasphären-Raumer der Thoogondu durch den intergalaktischen Transmitter, aber nicht alle kommen unversehrt durch. Gucky und Sichu werden gemeinsam mit dem Neurotronik-Konstrukteur Moothusach (auch ein Thoogondu) erneut auf die in den oberen Schichten des roten Zwergs treibende Station ausgesandt, um den dortigen zweigesichtigen Bhal, der dort als Bestandteil einer Neurotronik angeschlossen ist, zum Schließen des Sternentors zu überreden.

Am Ende steht dann Puorengir dem Bhal gegenüber, und hält als Ausweis ihrer legitimen Thronfolge das Gondische Privileg in den Händen - aber auch jemand anderes hat ein Duplikat (?) dieses Unikats erworben und macht ihr den Rang streitig ...


Gut erzählt und mit vielen Details gespickt - und endlich laufen die verschiedenen Stränge dieses Zyklus sinnvoll zusammen!
:-)

Re: Perry Rhodan - Erstauflage Heftbesprechungen

Verfasst: 07.08.2018, 17:46
von Richard
Stimmt, in den letzten Bänden wurde einiges erklärt/erläutert.
Wobei der PR Band nicht damit aufhört, dass Puorengir dem Bhal gegenüber steht ;).

Re: Perry Rhodan - Erstauflage Heftbesprechungen

Verfasst: 07.08.2018, 18:38
von Laurin
Stimmt - aber wie immer wollte ich die Auflösung nicht verraten. :-D

Heft 2972 - Invasion der Geister von Verena Themsen

Verfasst: 09.08.2018, 19:03
von Laurin
Wir erinnern uns? In Heft 2966 flüchtet 'Arkonidenscheich' Atlan* am Ende mit seinen Mitstreitern durch Klem's Tribar, welches Kontakt zu einem anderen Tribar erhalten hat. Das andere Tribar befindet sich beim 'neuen' Ernst Ellert, der zusammen mit Homunk und einigen anderen Mitstreitern in einem Dolan durch die Milchstraße schippert, um sich um die Hinterlassenschaften von ES zu kümmern.

Man nimmt zunächst Kurs auf das Solsystem, kommt dort aber wegen des vom Techno Mahdi errichteten TERRANOVA-Schirms nicht weiter, und trifft dort auf die Admiralin Patoman, die bei gutem Pfefferminztee mit ihrer Flotte diesen Brennpunkt bewacht. Tamareil spürt aber, dass etwas Unbekanntes versucht, den Schirm zu überwinden - und identifiziert das Unbekannte als 'Bewusstseinsfäden', die aus dem Raumvektor von Hooris Stern kommen. In der Folge parkt man den Dolan im USO-Raumer NEFOR, und fliegt damit zu Hooris Stern, um die Sache aufzuklären. Dort gibt es erst mal ein Wiedersehen zwischen Atlan, Perry, Gucky und Sichu.

Während sich Perry um die strategische Großwetterlage an Hooris Stern kümmert, versuchen Atlan, Sichu, Gucky, Tamareil und Zau mehr über diese Bewusstseinsfäden herauszubekommen. Es wird dabei klar, dass es sich dabei um das 'Hooris-Prozedere' handelt, mit dem versucht wird, mittels entkörperten Thoogundo-Bewusstseinen die in unterirdischen Kavernen auf dem Merkur geparkte HaLem-Armee zu reaktivieren. Nur noch der TERRANOVA-Schirm steht dem entgegen, es ist aber abzusehen, dass die Bewusstseinsfäden bald einen Durchgang finden werden.

Atlan beschließt deshalb, mit Hilfe der kombinierten PSI-Fähigkeiten von Gucky, Tamareil und Zau sich an die ersten durchschlüpfenden Bewusstseinsfäden anzuhängen, um im Solsystem das Schlimmste zu verhindern - und hält Sichu davon ab, Perry darüber zu informieren - weil er befürchtet dass Perry sonst selber den risikoreichen Transit ins Solsystem versuchen wird. Und so kommt es dann und man versucht hinter Perry's Rücken das gewagte Experiment. Ob dies gelingt und was sich dabei zuträgt, soll hier aber noch nicht verraten werden ... nur soviel: Atlan bekommt ein unerwartetes 'Geschenk'.
;)


Der Roman ist gut erzählt, mich haben aber die an mehreren Stellen vorgenommenen Einspielungen der Impressionen aus der 'Fadenwelt' und von Gucky's Schmerzteleportation etwas gestört - von der hatten wir inzwischen eigentlich genug; und es passte auch nicht immer zu den Stellen der Handlung, an denen es eingefügt wurden.

Gut geschildert aber die vielen Reflektionen und auch das Wiedersehen der Unsterblichen, wobei ich die Begegnung Rhodan / Ellert vermisst habe; und ich hätte statt der 'Zwischenfaden'-Impressionen zum Schluss auch lieber das dumme Gesicht von Perry gesehen, als ihm Sichu dann schließlich die Wahrheit über Atlans Risikoeinsatz beichten musste.

Dieser Einsatz ist auch mein letzter Punkt der Kritik - einfach mal alle möglichen PSI-Kräfte zusammenwürfeln und dann im Gottvertrauen bei irgendwelchen 'Fäden' huckepack mitzureisen, das war mir dann doch ein Schuss Fantastik zu viel.

Ich gebe aber wegen der spannenden Handlungsentwicklung, guten Schilderungen und gelungenen Charakterisierungen trotzdem eine klare Leseempfehlung.


*: Originalspeech Gucky :-D