Perry Rhodan - Erstauflage Heftbesprechungen

Erstauflage, NEO und Anderes
Laurin
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Heft 2983 - Kants letztes Kunstwerk von Christian Montillon

Beitrag von Laurin » 26.10.2018, 02:01

Die Milchstraße leidet immer noch unter dem Weltenbrand. Auf der Sündenbabelwelt Lepsos lebt Asherman Kant, einer der besten Profikiller, für den der perfekte Mord eine Art Kunstwerk ist. Kant ist mit seinen Morden reich geworden, und betätigt sich nebenbei inzwischen auch als Mäzen für eine Klinik, die sich um unheilbare Fälle kümmert. Als er eines Tages von einem ominösen Mittelsmann einen neuen schwierigen Auftrag bekommt, beschließt er damit sein Lebenswerk zu krönen und sich danach in den Ruhestand abzusetzen. Dieser Auftrag soll sein Meisterwerk werden!

Ziel des Anschlags soll eine mysteriöse 'Lady' sein, die derzeit mit ihrem Handelsschiff, einen fast 1000m Kugelraumer, auf Lepsos weilt. Die Handlung schildert dann im Folgenden vor allem, wie Kant seinen Anschlag vorbereitet und durchzuführen versucht. Dabei kommt es allerdings zu einer unerwarteten Wendung, als ein Unsterblicher eingreift ...


Der Roman ist solide erzählt, reißt einen aber auch nicht vom Hocker. Kant, der aus der Ich-Perspektive erzählt wird, wirkt alles andere als der geniale 'Mordspezialist', sondern eher als gewöhnliche und etwas unsichere Persönlichkeit, die eigentlich nur durch den Einsatz von Technik brilliert. Der Versuch, ihm durch seine wohltätigen Aktivitäten und dem gelegentlichen Besuch eines todkranken Blue-Mädchens mehr Tiefe zu verleihen, wirkte auf mich eher ein wenig kitschig.

Die unerwartete Entwicklung zum Schluss ist aber durchaus gelungen.

Irgendeine nennenswerte Weiterentwicklung der Serienhandlung findet nicht statt - wer also mal für ein Heft Auszeit von der Serie braucht, hätte hier die Gelegenheit dazu.
;)

Laurin
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Heft 2984 - Projekt Exodus von Susan Schwartz

Beitrag von Laurin » 29.10.2018, 18:00

Auf der Hauptwelt des Galaktikums, Aurora im Halo-System, treffen sich die Delegierten aus allen Teilen der Milchstraße um über die Folgen des Weltenbrands zu beraten, und erhoffen sich dort LösungsIdeen für die schlimme Situation. Auch Perry Rhodan reist auf dem Flaggschiff der LFG, der GALBRAIGHT DEIGHTON unter dem Kommando von Admiralin Anna Patoman, nach Aurora, um den Vertretern der Milchstraßenvölker das Projekt EXODUS vorzustellen. Die Admiralin plagen derweil per Magenzwicken ungute Vorahnungen.

Rhodan plant die Flucht aller bekannter intelligenten Völker aus der Milchstraße (!) per Raumschiffsflotten und Sonnentransmittern, und hat dazu Vorbesprechungen mit den Posbis aufgenommen, die einen Teil der Völker auf ihren der Milchstraße vorgelagerten Dunkelwelten aufnehmen könnten; und hat bereits ebenso mit den Onryonen über eine Aufnahme auf deren im Linearraum gelagerten On-Welten gesprochen. Zusätzlich denkt er über ein groß angelegtes Flottenbauprogramm nach. Das Projekt erscheint gigantisch und vermessen - und ist dennoch vielleicht der einzige Ausweg.

Dummerweise ist Rhodan aber vielen gleichzeitig als 'Kardinal-Fraktor' bekannt, also einer der drei angeblich für den Weltenbrand Verantwortlichen. Dass es in Wahrheit ein Doppelgänger-Rhodan war, weis weder er noch die Öffentlichkeit, nur dass Rhodan eigentlich gar nicht am Ort des Ausbruchs war, als es passierte, ist bekannt. Trotzdem halten ihn viele aufgrund der vor Jahren erfolgten Verurteilung durch die Atopen für mitverantwortlich. So auch eine Schar Gataser, die mit unfreundlichen Absichten ebenfalls auf Aurora landen, und eine kleine Gruppe Kooblenus mit bringen. Die Kooblenus gelten als neues nieder-technisiertes aber intelligentes Federvolk, was mit kleinen Holz-Pfeilen zur allgemeinen Belustigung anscheinend harmlose folkloristische Kunstdarbietungen vorführt, die viel Beifall finden.

Als Rhodan schließlich seinen Auftritt auf der Redner-Kanzel des Galaktikums hat, schießen sie ihre Pfeile ab, um ihn zu 'segnen' - die ändern aber ihren Kurs und sausen auf Rhodan zu, der ihnen nicht mehr ausweichen kann ... wie es ausgeht erfahrt ihr im vorliegenden Heftroman.
:o


Ich fand den Roman humorvoll und spannend erzählt, hätte aber gerne auf die immer wieder kehrenden und etwas ermüdenden 'Einspieler', die die Auswirkungen des Weltenbrands verdeutlichen sollen, gerne weitgehend verzichtet.

Außerdem verstehe ich nicht, wenn sich (wie im Heft auf den Seiten 20-21 beschrieben) der Weltenbrand infizierter Sonnen mit Lichtgeschwindigkeit ausbreitet, wieso die Dunkelwelten der Posbis dann nur "ein paar hundert Jahre" geschützt sein sollen, wenn diese doch ca. 300.000 Lichtjahre der Milchstraße vorgelagert sind.
:rolleyes:
Im Grunde müssten alle Leerräume im Abstand mehrerer Lichtjahre von den 'infizierten' Sonnen vorerst nicht betroffen sein - also zumindest die Reichen und Betuchten müssten sich derzeit so leicht Linderung verschaffen können. Dieser Aspekt fehlte mir bislang bei den Schilderungen des Weltenbrands.

Trotzdem ein guter Roman, den ich wegen der Kühnheit des Plans und dem Attentat auf Rhodan und dank der flüssigen Erzählweise unbesehen empfehlen würde. Falls der Fall "EXODUS" denn eintritt, dürfte das Thema Flucht und Migration auch in der Heftserie ein zentrales Thema werden - denn irgendwer wird die Billionen Intelligenzwesen ja aufnehmen müssen ...

Laurin
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Heft 2985 - Die Kupferfarbene Kreatur von Hubert Haensel

Beitrag von Laurin » 11.11.2018, 03:16

Achtung Spoiler und Auflösung aus dem letzten Heft!

Nach der Entführung von Rhodan durch den Blues-Raumer BELLÖRCY in den Leerraum, und seiner anschließenden Befreiung wurde er von dem Liga-Flaggschiff GALBRAIGHT DEIGHTON VII unter Führung der Admiralin Anna Patoman, unterstützt von einem Onryonen-Raumvater und einer Posbi-Box mitsamt den Überlebenden der BELLÖRCY aufgesammelt.

Dabei hat der Onryonen Raumer kurzzeitig ein gigantisches Objekt im Linearraum geortet. Rhodan vermutet mehr als einen Zufall dahinter, und gemeinsam macht man sich auf die Suche nach diesem Objekt - und findet schließlich eine etwa 30km lange Hantel im Leerraum dahintreiben, die stellenweise aber strahlenverseucht zu sein scheint. Die weiße aus Pendgonit bestehende Außenhülle weist auf die Thoogondu hin, was Rhodan veranlasst das Geheimnis dieses riesigen Objektes zu lüften.

Nachdem keine Kommunikation zustande kommt, werden zuerst Sonden ausgesandt, die bei ihrer Vernichtung auf eine gewisse aber nicht zu stark scheinende Gegenwehr hindeuteten. Daraufhin macht sich Rhodan gegen dem Ratschlag selbst mit einem kleinen Team, unterstützt von schweren Kampfrobotern in einer Korvette auf, und es gelingt ihm sich gewaltsam Zugang zu dem riesigen Hantelraumer zu verschaffen. An Bord stößt man auf der Suche nach der Zentrale schließlich auf ein künstliches 'Geschöpf', die sich selbst als 'Kupferfarbene Kreatur des glücklichen Zufalls' bezeichnet ... und als 'Ableger' der gestörten bordeigenen Neurotronik agiert. Es beginnt ein Zeit-Wettlauf um Informationen über das Ziel des Thoogondo-Invasion in der Milchstraße und der inzwischen eingeleiteten Selbstzerstörung des Hantelraumers ...


Erzählt wird die Geschichte aus der Perspektive des ehemaligen zweiten Offiziers der BELLÖRCY, des Jülziish Tryopos Jünjyz - der an dem Vorstoß teilnimmt. Der Aufbau in der ersten Hälfte des Romans ist sehr stimmig, und die Erzählung aus der Sicht des Jülziish sehr gelungen. Dabei wird auch über das vermessen erscheinende Exodos-Programm Rhodans philosophiert, der vor dem Weltenbrand die ganze bekannte Galaxis evakuieren will - und es fällt angesichts des gigantischen Vorhabens der vertraut erscheinende Satz "Wir schaffen es!". Das hat mir alles gut gefallen.

Bei dem im zweiten Teil beschriebenen Vorstoß in die Hantel scheint aber die 'Irrlichternde Kreatur der Verwirrung' ihre Hand im Spiel gehabt zu haben. Nicht nur, dass man sich mit einem Miniraumschiffchen wie einer Korvette vor die Bordkanonen des gegnerischen Raumschiffs und dann hinein wagt, auch der Trupp der da vorstößt ist bei aller martialischen Beschreibung angesichts der Größe des unbekannten Raumschiffs geradezu optimistisch klein bemessen. Bei ernsthafter Gegenwehr hätte es alle wegblasen können. Auch die weitere Entwicklung um das Ringen der Informationen zwischen Rhodans Team und der Neurotronik war für mich nur noch schwer nachvollziehbar - es wirkte ein bisschen, als sei dem Autor da irgendwie entweder die Zeit, die Lust oder der Faden verloren gegangen.
Spoiler
Der finale Abgang durch den Transmitter, gerade mal fünf Hundertstel vor der Explosion des Hantelraumers, sowie Rhodans lässige Reaktion darauf wirkten auf mich leider auch unglaubwürdig; und der sinnlosen Opfertod des Blues am Ende völlig unverständlich.

So blieb für mich ein gemischtes Bild übrig - ein sehr schöner Spannungs- und Handlungsaufbau, dann aber ein typisch Rhodan'sches Kommandounternehmen mit dem leider oft verwendeten 'Unwahrscheinlichkeitsfaktor'. Schade eigentlich ...

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Heft 2986 - Sonnenmord von Leo Lukas

Beitrag von Laurin » 20.11.2018, 04:06

Auf der riesigen im Leerraum treibenden Hantel, die sich als Leerraumffähre der Thoogondu entpuppte, hatte Rhodan in Erfahrung bringen können, dass die Thoogondu under dem falschen Gondu Puoschoor einen Angriff auf die Hundersonnenwelt der Posbis beabsichtigen, die derzeit weitgehend von Raumschiffen entblößt ist, da die Posbis das Projekt Exodus unterstützen wollen - die Evakuierung der Milchstraße vor dem Weltenbrand.

Die drei Raumer von LFG, Onryonen und Posbis machen sich also auf zur Hundertsonnenwelt, um dort das Schlimmste zu verhindern. Gleichzeitig wird ein Kurierraumer in die Milchstraße geschickt, um dort Verstärkung anzufordern. Unterwegs kommt man an einem im Leerraum treibenden kleinen Raumschiffsfriedhof vorbei, in dem auch eine terranische Spacejet treibt, welche zuletzt im Sternenozean als Beiboot des ehemaligen LFT-Flaggschiffes, der LEIF ERIKSSON, registriert war, dann aber irgendwie verloren ging. Eine Erkundung scheitert, da den Raumschiffsfriedhof ein Zeitfeld umgibt. Als man dies gerade noch rechtzeitig bemerkt, hat man in wenigen Minuten schon acht Stunden verloren. Die Erkundung wird abgebrochen, der Flug zur Hundertsonnenwelt fortgesetzt.

Dort eingetroffen ist auch ein kleiner Teil der Posbi-Flotte dank Rhodans Warnung bereits wieder vor Ort, sowie einige hundert unterstützende Raumschiffe von LFG und Galaktikum - von den Angreifern ist aber noch nichts zu sehen. Rhodan vermutet, dass diese bereits heimlich eine Infiltrationstruppe abgesetzt haben, um die Abwehr der Posbis von innen heraus zu sabotieren - und setzt vorsichtshalber ein Untersuchungskommando in Marsch. Dieses wird prompt fündig, und entdeckt ein Raumschiff der Roten und Weißen Zee, die auf der Heimatgalaxis der Thoogondu stammen, und sich hypnosuggestiv tarnen. Da Rhodan als einziger (?) mentalstabilisiert ist, geht er mit in den Einsatz, das Team zu unterstützen.

Während die Vorgänge auf der Hundertsonnenwelt ihren Lauf nehmen, trifft die etwa 2000 Raumschiffe zählende Flotte der Angreifer ein, und es entwickelt sich eine Raumschlacht, bei der es um die Existenz der Heimatwelt der Posbis und des Zentralplasmas geht. Der Feind verfügt auch noch über ein mächtiges Mittel, welches er skrupellos einsetzt ...


Trotz des eigentlich spannenden Themas entwickelt sich die Handlung zunächst recht zäh, da viele Seiten ausführlich über den Werdegang eines Mitglieds der Zeé, sowie über einen eher am Rande stehenden Posbi, berichtet wird. Auch der Sinn des kurzen Intermezzos an dem Raumschiffsfriedhof bleibt unklar. Dann gewinnt die Handlung aber zunehmend an Fahrt, bei dem das Zentralplasma selbst aber eher eine Nebenrolle spielt.

Die Zahl der zur Verteidigung eingesetzten Flotten von Posbis (1800), LFG (200) und Galaktikum (200) erscheint merkwürdig gering, es erscheinen dann zwar noch zwei Gwalon-Kelche der Kristall-Baronien - angesichts der kritischen Situation müsste aber mit der baldmöglichen Heranführung von weiterer Verstärkung zu rechnen sein. Auch die Thoogondu bleiben unter ihren in der Milchstraße verfügbaren Möglichkeiten - also aus strategischer Sicht beides nicht ganz nachvollziehbar. Vielleicht will man seitens der Expokraten nicht mehr mit den Riesenflotten der Vergangenheit hantieren, was durchaus nachvollziehbar wäre - aber m.E. dann besser entwickelt und erklärt werden sollte.

Trotzdem ist der Kampf um die Posbis eine dramatische Geschichte, die man nicht verpassen sollte - und die auch im nächsten Band fortgesetzt werden wird.

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Kapaun
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Re: Perry Rhodan - Erstauflage Heftbesprechungen

Beitrag von Kapaun » 20.11.2018, 17:37

Eigentlich ist der Weltenbrand ja ohnehin gar kein Weltenbrand, sondern bloß die in der Zukunft angesiedelte Übertragung unserer jetzigen hyperhysterischen Verhältnisse. Wenn wir damit leben können und müssen ... Nein, ernsthaft, vom Weltenbrand bin ich schon ziemlich enttäuscht. Und deswegen seit Hunderten von Heften so ein Trara ...
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Re: Perry Rhodan - Erstauflage Heftbesprechungen

Beitrag von Mi.Go » 20.11.2018, 18:25

Kapaun hat geschrieben:
20.11.2018, 17:37
Eigentlich ist der Weltenbrand ja ohnehin gar kein Weltenbrand,
sondern bloß die in der Zukunft angesiedelte Übertragung unserer jetzigen hyperhysterischen Verhältnisse. ...
Die ganze Milchstraße voll "Hyper-Snowflakes" :-))
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Re: Perry Rhodan - Erstauflage Heftbesprechungen

Beitrag von Richard » 20.11.2018, 19:34

Kapaun hat geschrieben:
20.11.2018, 17:37
Eigentlich ist der Weltenbrand ja ohnehin gar kein Weltenbrand, sondern bloß die in der Zukunft angesiedelte Übertragung unserer jetzigen hyperhysterischen Verhältnisse. Wenn wir damit leben können und müssen ... Nein, ernsthaft, vom Weltenbrand bin ich schon ziemlich enttäuscht. Und deswegen seit Hunderten von Heften so ein Trara ...
Es war ja durchaus die Rede davon, dass dies möglicherweise nicht jener Weltenbrand ist, den Julian gesehen hat. Immerhin war nicht "unser" Perry an der Entstehung des Weltenbrands beteiligt sondern jener aus einer anderen, alternativen Wandererenklave.

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Re: Perry Rhodan - Erstauflage Heftbesprechungen

Beitrag von Kapaun » 20.11.2018, 21:31

Wie dem auch sei - jedenfalls nix, vor dem man durch Auswanderung fliehen müsste.
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Re: Perry Rhodan - Erstauflage Heftbesprechungen

Beitrag von Richard » 20.11.2018, 21:49

Ich weiss nicht so recht - die Auswirkungen auf Menschen und andere Lebewesen scheinen durchaus schlimm zu sein.
Liest du die aktuellen Hefte oder nur diverse Zusammenfassungen/Spoiler? Falls Du die Hefte liest solltes das eigentlich klar sein wie ich finde.

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Re: Perry Rhodan - Erstauflage Heftbesprechungen

Beitrag von Kapaun » 20.11.2018, 22:13

Richard hat geschrieben:
20.11.2018, 21:49

Liest du die aktuellen Hefte oder nur diverse Zusammenfassungen/Spoiler?
Letzteres. Ja, vermutlich kann man den Quatsch so schreiben, dass er nicht ganz so idiotisch scheint. Würde ich jedenfalls von einem handwerklich versierten Autoren erwarten. Aber trotzdem ... Quatsch bleibt Quatsch ...
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Re: Perry Rhodan - Erstauflage Heftbesprechungen

Beitrag von Laurin » 21.11.2018, 00:25

Wieso sollte es 'Quatsch' sein, wenn in einem SF-Szenario von einer Änderung bestimmter physikalischer Grundkonstanten ausgegangen wird? In den Heften wurde es ausführlich dargelegt, wie die Autoren sich das vorstellen. Und da der 'Weltenbrand' kein kurzfristiger 'Sonnenbrand' ist, sondern permanent über die sensorischen Einwirkungen die Lebewesen zermürbt, macht auch eine Flucht Sinn wenn man sich nicht anders zu helfen weis.

Das einzige was mir nicht so wirklich eingeleuchtet hat, ist wieso es nur auf Intelligenzwesen, nicht aber auf Tiere einwirkt - das wird wiederum durch die Übsef-Konstante erklärt, die im Perryversum ja etwas metaphysisch angelegt ist und am ehesten dem Begriff der 'Seele' entspricht. Und da wüsste ich jetzt nicht, wieso nur Menschen und andere Intelligenzwesen darüber verfügen sollten, nicht aber Tiere. So groß ist der Unterschied ja auch nicht ...

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Re: Perry Rhodan - Erstauflage Heftbesprechungen

Beitrag von Kapaun » 21.11.2018, 08:00

Ich kann mich sogar an Hefte erinnern, in denen die Gorillas im Zoo genetisch aufgewertet waren und eher sowas wie Urmenschen darstellten.
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Re: Perry Rhodan - Erstauflage Heftbesprechungen

Beitrag von LaLe » 21.11.2018, 08:30

Laurin hat geschrieben:
21.11.2018, 00:25
Das einzige was mir nicht so wirklich eingeleuchtet hat, ist wieso es nur auf Intelligenzwesen, nicht aber auf Tiere einwirkt - das wird wiederum durch die Übsef-Konstante erklärt, die im Perryversum ja etwas metaphysisch angelegt ist und am ehesten dem Begriff der 'Seele' entspricht. Und da wüsste ich jetzt nicht, wieso nur Menschen und andere Intelligenzwesen darüber verfügen sollten, nicht aber Tiere. So groß ist der Unterschied ja auch nicht ...
Das ist der nicht so kleine Unterschied. ;)
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"Woher weißt du, dass ich verrückt bin?"
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Re: Perry Rhodan - Erstauflage Heftbesprechungen

Beitrag von Cybermancer » 21.11.2018, 09:28

LaLe hat geschrieben:
21.11.2018, 08:30
Das ist der nicht so kleine Unterschied. ;)
Eigentlich doch, zum Beispiel erbringen Schimpansen Intelligenzleistungen, die denen eines vierjährigen Menschen entsprechen.
Der Übergang zwischen Tier und Mensch ist doch wohl eher fliessend.

Und natürlich ist die Veränderung einer Naturkonstante kritisch. Unser Universum ist extrem fein abgestimmt, was die Konstanten angegeht, man spricht auch vom fine-tuned Universe.

Man sollte eigentlich erwarten, dass eine Änderung einer dieser Konstanten sich durch die gesamte physische Realität fortpflanzt.

Das war auch eines der Probleme mit dem Schwarm-Zyklus mit der Änderung der Gravitationskonstante, die eigentlich zu massivsten Änderungen in allen gravitativ gebundenen Systemen hätte führen müssen.

Aber egal, ich habe mich eh von der Serie abgewandt, es gibt bessere Science Fiction.
It is no measure of health to be well adjusted to a profoundly sick society.
https://pgp.mit.edu/pks/lookup?op=get&s ... CC04F151DE
https://www.youtube.com/watch?v=WiMwVlpD-GU

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Re: Perry Rhodan - Erstauflage Heftbesprechungen

Beitrag von LaLe » 21.11.2018, 10:06

Die ÜBSEF-Konstante ist doch eine 6D-Komponente. Wenn der Weltenbrand auf dieser Ebene und diese Komponente wirkt, bleiben die Lebewesen, denen die Komponente fehlt, halt unbeeinflusst.

Und wir reden vom Perryversum, nicht von dem unseren.
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