Die "gute alte" Serienzeit - Pro und contra

Erstauflage, NEO und Anderes
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Richard
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Re: Die "gute alte" Serienzeit - Pro und contra

Beitrag von Richard » 25.10.2018, 20:00

Anscheinend gibt es ein paar Redhorse Taschenbücher, ich habe sowas vom überfliegen diverser TB Titel + Kurztexte in Erinnerung.
Keine Ahnung wieviele Altleser sich tatsächlich für eine Miniserie mit Redhorse als einen der Hauptprotagonisten begeistern könnten.
Dann kommt noch hinzu: würden aktuelle AutorInen tatsächlich *das* Feeling erzeugen können, dass sich Altleser bei Redhorseabenteuern wünschen? - Und damit meine ich nicht nur die PR Stammautoren ... Diese Hefte sind vor rund 50 Jahren entstanden, bedenkte das auch mal. Irgendwie kommt mir das so ähnlich vor, wie manche (Ex-)Leser im PR Forum immer ein erneutes Auftauchen der SOL herbeisehnen und das als Anlass eines Wiedereinstiegs in die EA sehen würden. Solange die aktuellen Expokraten in Amt und Würden sind werden die ihre Sache durchziehen und da wird wohl auch das erneute Auftauchen der SOL nichts ändern und daher würde es meiner Ansicht nach für die Leute, die wegen der SOL erneut in die Serie einsteigen, eher mal in einer Enttäuschung enden.

Frank Chmorl Pamo
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Re: Die "gute alte" Serienzeit - Pro und contra

Beitrag von Frank Chmorl Pamo » 25.10.2018, 23:34

Richard hat geschrieben:
25.10.2018, 20:00
Anscheinend gibt es ein paar Redhorse Taschenbücher, ich habe sowas vom überfliegen diverser TB Titel + Kurztexte in Erinnerung.
Keine Ahnung wieviele Altleser sich tatsächlich für eine Miniserie mit Redhorse als einen der Hauptprotagonisten begeistern könnten.
Dann kommt noch hinzu: würden aktuelle AutorInen tatsächlich *das* Feeling erzeugen können, dass sich Altleser bei Redhorseabenteuern wünschen? - Und damit meine ich nicht nur die PR Stammautoren ... Diese Hefte sind vor rund 50 Jahren entstanden, bedenkte das auch mal. Irgendwie kommt mir das so ähnlich vor, wie manche (Ex-)Leser im PR Forum immer ein erneutes Auftauchen der SOL herbeisehnen und das als Anlass eines Wiedereinstiegs in die EA sehen würden. Solange die aktuellen Expokraten in Amt und Würden sind werden die ihre Sache durchziehen und da wird wohl auch das erneute Auftauchen der SOL nichts ändern und daher würde es meiner Ansicht nach für die Leute, die wegen der SOL erneut in die Serie einsteigen, eher mal in einer Enttäuschung enden.
Nein, DAS Feeling werden sie wohl nicht hinbekommen, und das ist für mich auch nicht tragisch. Allerdings sollten Expokraten und Autoren, wenn sie schon so ein Thema anpacken, ein paar alte Romane lesen um ein bischen ein Gefühl für die Materie zu bekommen, sich bewusst sein welche Leser davon besonders angezogen werden (pures Namedropping sollte man gleich aufgeben), und dann mit den alten Mustern etwas spielen.

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Vivian-von-Avalon
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Re: Die "gute alte" Serienzeit - Pro und contra

Beitrag von Vivian-von-Avalon » 26.10.2018, 09:23

Frank Chmorl Pamo hat geschrieben:
25.10.2018, 23:34

Nein, DAS Feeling werden sie wohl nicht hinbekommen, und das ist für mich auch nicht tragisch. Allerdings sollten Expokraten und Autoren, wenn sie schon so ein Thema anpacken, ein paar alte Romane lesen um ein bischen ein Gefühl für die Materie zu bekommen, sich bewusst sein welche Leser davon besonders angezogen werden (pures Namedropping sollte man gleich aufgeben), und dann mit den alten Mustern etwas spielen.
Genau. Ich bin der Meinung - aber bitte, das ist meine rein persönliche Meinung! - dass die jetzigen Team-Autoren das alte Feeling nicht bedienen können. Immerhin sollten wir, besonders die wirklichen Altleser unter uns - bedenken, dass wir es inzwischen mit der dritten Autoren-Generation zu tun haben. Die haben zwangsläufig andere Schwerpunkte. Immerhin entwickelt sich die Zeit und damit auch das Umfeld weiter.

Und genau deshalb schreibe ich mir meine "alten" Romane selbst ... nun gut, ich veröffentliche sie auch ... ;)
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Re: Die "gute alte" Serienzeit - Andreas Eschbach schreibt PR Classic!

Beitrag von Vivian-von-Avalon » 28.10.2018, 14:02

Schaut mal hier:
Jetzt hat sich sogar ein Beststeller-Autor des Themas genommen!
Kein Geringerer als Andreas Eschbach schreibt ein Prequel zur Erstauflage Band 1!

https://www.amazon.de/Perry-Rhodan-gr%C ... +Abenteuer

Ich bin sehr gespannt auf das Buch und werde es mir auf jeden Fall kaufen - okay, dass e-Book - denn wenn Andreas seinen Gewohnheiten treu bleibt, kann das nur ein Wälzer werden - und den lese ich dann doch lieber mit dem "leichten" Reader als mit dem "schweren" Buch in der Hand abends unter der Bettdecke.

Aber gerade dadurch wird es viel und sicherlich sehr spannender Lesestoff werden!
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Re: Die "gute alte" Serienzeit - Pro und contra

Beitrag von LaLe » 28.10.2018, 14:19

Klingt erst einmal gut. Aber "... seine politischen Eskapaden ..."? :unsure:

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Re: Die "gute alte" Serienzeit - Pro und contra

Beitrag von Vivian-von-Avalon » 28.10.2018, 14:52

LaLe hat geschrieben:
28.10.2018, 14:19
Klingt erst einmal gut. Aber "... seine politischen Eskapaden ..."? :unsure:
Genau das gibt mir auch zu denken. Wenn man sich mal die Zeit damals vorstellt - Rhodan war Amerikaner - welche Möglichkeiten an politischen Eskapaden hatte er denn überhaupt: eigentlich doch nur kommunistisch.
Natürlich gab es noch eine andere - aber an die möchte ich hier absolut nicht denken. Ich glaube auch nicht, dass Rhodan in diese Richtung tendiert hätte. Mehr noch, ich schließe es m.E. aus.
Denn seine Eltern - auch wenn sie deutschstämmig waren - haben gerade dagegen gekämpft im Krieg! Der Vater als Sergeant, die Mutter als Krankenschwester.

Hhhmmm - welchen Grund sollte er gehabt haben, sich "links" zu betätigen?

Gut, da fällt mir jetzt auch noch Ku-Klux-Klan ein ... aber Perry Rhodan????? Äh, doch wohl nicht, oder? Das passt nun wirklich nicht zu ihm.

Ist mir augenblicklich nicht ganz klar.
Aber wir werden es ja lesen ...
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Re: Die "gute alte" Serienzeit - Pro und contra

Beitrag von Richard » 28.10.2018, 20:57

Perrys Jugendjahre wurden mal in den Banden 1177 und 1178 beleuchtet.

Nachdem Perry letztlich beim Militär landete und von dort Richtung Raumfahrtsprogramm versetzt wurde können Perrys politische Eskapaden nicht sonderlich "schädlich" gewesen sein. Spätestens bei der Versetzung zum Raumfahrtsprogramm müssten meiner Einschätzung nach angehende Astronauten noch mal gründlich auf "Zuverlässigkeit" untersucht worden sein.

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Re: Die "gute alte" Serienzeit - Pro und contra

Beitrag von Vivian-von-Avalon » 28.10.2018, 23:24

Richard hat geschrieben:
28.10.2018, 20:57
Perrys Jugendjahre wurden mal in den Banden 1177 und 1178 beleuchtet.

Nachdem Perry letztlich beim Militär landete und von dort Richtung Raumfahrtsprogramm versetzt wurde können Perrys politische Eskapaden nicht sonderlich "schädlich" gewesen sein. Spätestens bei der Versetzung zum Raumfahrtsprogramm müssten meiner Einschätzung nach angehende Astronauten noch mal gründlich auf "Zuverlässigkeit" untersucht worden sein.
Sehe ich genauso. Aber - nur mal ein kleines Gedankenspiel - was ist, wenn derjenige, also in diesem Falle Perry Rhodan - einfach der Beste von allen i Frage kommenden Astronauten ist?
Nun, völlig extrem können seine "Eskapaden" wirklich nicht gewesen sein. Es ist hier eben die Frage, bis zu welchem Punkt die Abwehr tolerant ist bzw. sein kann. Mit anderen Worten: Was ist wichtiger: der beste Mann für den Job oder der politisch zuverlässigste?
Wir sollten vielleicht auch nicht übersehen, dass es damals die Zeit des Kalten Krieges war. Und dass die Sowjetunion sowohl beim ersten Satelliten, als auch beim ersten Menschen im Weltraum die Nase vorn hatte wie auch bei der ersten Frau im Weltraum.
Die Amerikaner mussten punkten, zumal Präsident Kennedy verkündet hatte, die Amerikaner würden den ersten Menschen auf den Mond bringen.
Ist man da vielleicht bzgl. der politischen Zuverlässigkeit etwas "großzügiger", weil man genau die Leute braucht, die das bewerkstelligen können.

Mit nochmal anderen Worten: Was nützt ein Raumschiffkommandant, der letztlich ein Stümper ist, aber dafür politisch außerhalb jeglichen Zweifels?

Auf jeden Fall m.E. eine sehr interessante Frage.
Ich bin sehr gespannt, wie Andreas sie beantworten wird.
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Re: Die "gute alte" Serienzeit - Pro und contra

Beitrag von Vivian-von-Avalon » 28.10.2018, 23:38

Richard hat geschrieben:
28.10.2018, 20:57
Perrys Jugendjahre wurden mal in den Banden 1177 und 1178 beleuchtet.

Nachdem Perry letztlich beim Militär landete und von dort Richtung Raumfahrtsprogramm versetzt wurde können Perrys politische Eskapaden nicht sonderlich "schädlich" gewesen sein. Spätestens bei der Versetzung zum Raumfahrtsprogramm müssten meiner Einschätzung nach angehende Astronauten noch mal gründlich auf "Zuverlässigkeit" untersucht worden sein.
Ich habe die beiden Romane auch gelesen. Fand sie auch gut. Aber für mich stellte sich eine Frage, die vielleiht ja Andreas beantwortet.
Kurt Mahr schildert den zwölfjährigen Perry Rhodan als eher schüchternen und introvertierten Jungen - und auch recht empfindlich und anfällig.
Später als Befehlshaber ist er völlig anders. Selbstbewusst und hart.
Also stellt sich zwangsgläufig die Frage: Was ist in den Jahren dazwischen mit ihm passiert bzw. welche Schlüsselerlebnisse hat er als junger Mann gehabt, dass er sich so veränderte?
Eine so krasse Veränderung kann keine normale Entwicklung sein.
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Re: Die "gute alte" Serienzeit - Pro und contra

Beitrag von Frank Chmorl Pamo » 05.11.2018, 10:19

Vivian-von-Avalon hat geschrieben:
28.10.2018, 23:38
Richard hat geschrieben:
28.10.2018, 20:57
Perrys Jugendjahre wurden mal in den Banden 1177 und 1178 beleuchtet.

Nachdem Perry letztlich beim Militär landete und von dort Richtung Raumfahrtsprogramm versetzt wurde können Perrys politische Eskapaden nicht sonderlich "schädlich" gewesen sein. Spätestens bei der Versetzung zum Raumfahrtsprogramm müssten meiner Einschätzung nach angehende Astronauten noch mal gründlich auf "Zuverlässigkeit" untersucht worden sein.
Ich habe die beiden Romane auch gelesen. Fand sie auch gut. Aber für mich stellte sich eine Frage, die vielleiht ja Andreas beantwortet.
Kurt Mahr schildert den zwölfjährigen Perry Rhodan als eher schüchternen und introvertierten Jungen - und auch recht empfindlich und anfällig.
Später als Befehlshaber ist er völlig anders. Selbstbewusst und hart.
Also stellt sich zwangsgläufig die Frage: Was ist in den Jahren dazwischen mit ihm passiert bzw. welche Schlüsselerlebnisse hat er als junger Mann gehabt, dass er sich so veränderte?
Eine so krasse Veränderung kann keine normale Entwicklung sein.
Wer ändert sich denn nicht über die Jahre? Hier ein zu lüftendes Geheimnis drauß zu machen, halte ich für zuviel.
Dieses Buch bringt nur die persönliche Sicht eines Fremdautors und ist nicht anders zu werten, als wenn WV oder CM nun ein Buch über Perrys Jugendabenteuer brächten. Kanonisch wird es wohl nicht werden, wegen der lange zurückliegenden Zeit und anderem Zeitgeist.

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Re: Die "gute alte" Serienzeit - Pro und contra

Beitrag von Vivian-von-Avalon » 05.11.2018, 12:26

Frank Chmorl Pamo hat geschrieben:
05.11.2018, 10:19
...
Wer ändert sich denn nicht über die Jahre? Hier ein zu lüftendes Geheimnis drauß zu machen, halte ich für zuviel.
Dieses Buch bringt nur die persönliche Sicht eines Fremdautors und ist nicht anders zu werten, als wenn WV oder CM nun ein Buch über Perrys Jugendabenteuer brächten. Kanonisch wird es wohl nicht werden, wegen der lange zurückliegenden Zeit und anderem Zeitgeist.
Hhhmmm, da es bisher nur die Passagen in Band 1000 (Der Terraner"), Band 2000 (ES) gibt und die beiden Romane von Kurt Mahr, dürfte alles, was wir in diesem Buch lesen werden, kanonisch sein - solange es eben nicht gegen die o.a. Quellen verstößt.
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Re: Die "gute alte" Serienzeit - Pro und contra

Beitrag von Tiberius » 05.11.2018, 19:49

LaLe hat geschrieben:
28.10.2018, 14:19
Klingt erst einmal gut. Aber "... seine politischen Eskapaden ..."? :unsure:
Ich denke, das hat nichts grossartiges zu bedeuten. Da ist er eben mal vor dem Mondflug kurz und erfolglos in die Politik gegangen.
Diese Erfahrung konnte er dann später nutzen. ;)
Was hier für ein Schatz zu finden ist ...

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Re: Die "gute alte" Serienzeit - Pro und contra

Beitrag von LaLe » 05.11.2018, 22:39

Hauptsache er wird nicht zum temporären Hippie, der nackig in Woodstock rumlief.

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Re: Die "gute alte" Serienzeit - Pro und contra

Beitrag von Richard » 05.11.2018, 22:41

Das wird sich rein zeitlich nicht ausgehen ;)

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Re: Die "gute alte" Serienzeit - Pro und contra

Beitrag von LaLe » 05.11.2018, 22:57

Wieso? Woodstock war '69, zum Mond flog er '71. Gab es keine Hippies in der Army?

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