Perry Rhodan Heftbesprechungen - Der Mythos-Zyklus

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Kapaun
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Re: Perry Rhodan Heftbesprechungen - Der Mythos-Zyklus

Beitrag von Kapaun » 01.03.2019, 19:25

Ich möchte anhand von Heft 3002 nochmal ein Thema ansprechen, das ich hier schon mal irgendwo kurz gestreift habe, nämlich die Aufteilung in eigentlich zwei Hefte, die dann am Ende inhaltlich zusammengeführt werden (oder auch nicht; siehe Heft 3000). Ein PR-Heft ist kein Roman mit 300 oder 600 Seiten. Bei diesen sind mehrere Erzählstränge üblich, ja, sie gelten sogar als Abgrenzungsmerkmal zur Erzählung. Ein PR-Heft hat vielleicht 60 Seiten. Wenn man es teilt, bleiben noch 30 Seiten für jede Geschichte (oder je nach Anzahl der Erzählstränge auch weniger), und das ist einfach zu wenig. Tatsächlich führt es, wie man bei 3002 gut sehen kann, meist dazu, dass eigentlich kaum etwas passiert. Dafür weiß man dann in diesem Fall aber genau, dass die Ladhonen üble Schurken sind. Ich will gar nicht sagen, dass die Ladhonen nicht eine nähere Behandlung wert wären. Das sind sie vermutlich (auch wenn sie mich nicht besonders interessieren), weil sie ja offensichtlich eine größere Rolle in diesem Zyklus spielen. Aber warum gibt man ihnen dann nicht ein ganzes Heft, mit einer ganzen, konsequent durcherzählten Geschichte? Im übrigen hätte 3002 meines Erachtens ein sehr viel spannenderer Roman werden können, wäre er ausschließlich aus Sicht des pralinesischen Infiltrators erzählt worden, der sich aus Beobachtungen und Geschehnissen Bruchstücke über die Ladhonen zusammenreimt. Dann hätte er auch mehr (länger) zu tun gehabt und hätte mal im Ernst aktiv werden müssen, statt sich immer nur den Wanst vollzustopfen, was schon recht bald fad ist. So dagegen weiß der Leser rasch mehr über die Ladhonen als der herumtappende Eindringling, und das ist einfach öde. Tatsächlich ist es generell eine ganz schlechte Idee, wenn der Leser zu schnell zu viel über den Bösewicht weiß. Ich hab den Roman noch nicht durch, aber allem Anschein nach wird es das dritte Heft in Folge, das ich allenfalls mit "geht grad noch so" bewerten kann. Da dies eine Quote von 100% bedeutet, frage ich mich schon, was ich da eigentlich tue ...
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Re: Perry Rhodan Heftbesprechungen - Der Mythos-Zyklus

Beitrag von Laurin » 02.03.2019, 01:53

Ich kann erst was dazu sagen, wenn ich das Heft gelesen habe - kam bei mir erst heute auf den Lesetisch.

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Kapaun
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Re: Perry Rhodan Heftbesprechungen - Der Mythos-Zyklus

Beitrag von Kapaun » 03.03.2019, 15:35

Habe das Heft jetzt durch und könnte meinem Kommentar weiter oben noch einiges hinzufügen. Aber ich will es bei einem Punkt belassen: Tenga "rettet" die Olubfaner, indem er sie in den Weltraum kickt? Woher haben sie, bitteschön, Raumanzüge? Die zuerst entführte Raumschiffbesatzung - meinetwegen. Obwohl das auch nur mittelplausibel ist. Aber die direkt vom Planeten entführten Zivilisten? Ganz sicher nicht. I am not amused ...
Gut, ich werde noch zwei Hefte zuwarten. Wenn dann immer noch hauptsächlich Unsinn kommt, bin ich wieder weg.
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Heft 3002 - Die Kriegsschule von Michsel Marcus Thurner

Beitrag von Laurin » 05.03.2019, 05:46

Nachdem die Raumpiraten von dem Planeten Olfa einige Olubfaner entführt haben, heftet sich Perry Rhodan mit der BIO BREISKOLL dem Piratenraumer gut getarnt an die Fersen. Vorher hat er noch den Infiltrationsspezialisten Tenga, einen pralinensüchtigen Siganesen, mit dem Miniraumschiff SCHOTE zur Infiltration des Piratenraumschiffs losgeschickt, um den Gegner auszuspionieren.

Das Raumschiff erweist sich als Trainingsraumer für Rekruten, auf dem junge Ladhonen für Kriegseinsätze erbarmungslos gedrillt und geschunden werden. Tenga beschließt gegen den Rat seiner Schiffspositronik KORN, die Olubfaner auf eigene Faus zu befreien ...


Mein Eindruck:

:zzz:

Es tut mir leid, ich habe schon lange mehr keinen so uninteressanten Roman gelesen. Die Handlungsebenen wechseln zwischen Tenga, einem jungen Ladhonen und der BIO BREISKOLL hin und her. Tenga verhält sich so leichtsinnig und draufgängerisch, dass er fast wie ein Klischee früherer Siganesen anmutet. Das Stilmittel, ihm mit seiner Pralinenfutterei eine gewisse persönliche Note zu verleihen, nervt durch die Wiederholungen irgendwann nur noch.

Die Handlungsebene des jungen Ladhonen-Maaten, der sich seinem Ausbildungs-Schinder ausgeliefert sieht, wird bis zur Ermüdung zur Schilderung der Grausamkeiten des Trainingsalltags ausgewalzt - und sind für die Handlung eigentlich völlig belanglos (außer für den etwas kitschigen Schluss). Richtig Fahrt nimmt der Roman erst auf den letzten zehn Seiten auf.

Der so groß angekündigte 3000er Zyklus droht gleich am Anfang in Belanglosigkeit und Langeweile zu versanden - sehr schade. Ich hoffe ja sehr, dass sich das bald noch ändert.

Detail am Rande: Auf Seite 41 wird geschildert, dass die Tolnoten zur Symbiose mit den Nervenenden der Olubfaner zusammen wachsen. Ich habe es jetzt nicht nachgeschaut, bin mir aber ziemlich sicher, dass im Vorgängerband statt dessen von 'Nahfeldtelepathie' die Rede war, mit der die Symbionten gesteuert werden - und dass die sich in den Hautfalten verbergen aber auch verloren gehen können. Hm ...

Aus meiner Sicht leider kein Highlight. :mellow:

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Re: Perry Rhodan Heftbesprechungen - Der Mythos-Zyklus

Beitrag von Laurin » 05.03.2019, 05:56

Kapaun hat geschrieben:
01.03.2019, 19:25
Ich möchte anhand von Heft 3002 nochmal ein Thema ansprechen, das ich hier schon mal irgendwo kurz gestreift habe, nämlich die Aufteilung in eigentlich zwei Hefte, die dann am Ende inhaltlich zusammengeführt werden (oder auch nicht; siehe Heft 3000). Ein PR-Heft ist kein Roman mit 300 oder 600 Seiten. Bei diesen sind mehrere Erzählstränge üblich, ja, sie gelten sogar als Abgrenzungsmerkmal zur Erzählung. Ein PR-Heft hat vielleicht 60 Seiten. Wenn man es teilt, bleiben noch 30 Seiten für jede Geschichte (oder je nach Anzahl der Erzählstränge auch weniger), und das ist einfach zu wenig. Tatsächlich führt es, wie man bei 3002 gut sehen kann, meist dazu, dass eigentlich kaum etwas passiert. Dafür weiß man dann in diesem Fall aber genau, dass die Ladhonen üble Schurken sind. Ich will gar nicht sagen, dass die Ladhonen nicht eine nähere Behandlung wert wären. Das sind sie vermutlich (auch wenn sie mich nicht besonders interessieren), weil sie ja offensichtlich eine größere Rolle in diesem Zyklus spielen. Aber warum gibt man ihnen dann nicht ein ganzes Heft, mit einer ganzen, konsequent durcherzählten Geschichte? Im übrigen hätte 3002 meines Erachtens ein sehr viel spannenderer Roman werden können, wäre er ausschließlich aus Sicht des pralinesischen Infiltrators erzählt worden, der sich aus Beobachtungen und Geschehnissen Bruchstücke über die Ladhonen zusammenreimt. Dann hätte er auch mehr (länger) zu tun gehabt und hätte mal im Ernst aktiv werden müssen, statt sich immer nur den Wanst vollzustopfen, was schon recht bald fad ist. So dagegen weiß der Leser rasch mehr über die Ladhonen als der herumtappende Eindringling, und das ist einfach öde. Tatsächlich ist es generell eine ganz schlechte Idee, wenn der Leser zu schnell zu viel über den Bösewicht weiß. ...
100% Prozent Zustimmung! (Das haben wir ja selten)

Ich weis nicht, wieso die PR-Autoren so oft dieses Stilmittel anwenden, dadurch ihre Leser spoilern und damit fast jegliche Spannung aus der Handlung nehmen - ich habe das auch schon öfter bemängelt.

Aber vielleicht sollen wir uns ja nicht zu sehr aufregen ... nicht dass noch einer beim Lesen einen Herzkasper kriegt.
:rolleyes:

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Re: Perry Rhodan Heftbesprechungen - Der Mythos-Zyklus

Beitrag von LaLe » 05.03.2019, 10:17

Drüben habe ich mich wie folgt geäußert:
Dann nochmal meine fünf Cent zum Roman.

Die Handlung war erwartungsgemäß belanglos und die erhofften Einblicke in die neuen Verhältnisse innerhalb der Milchstraße blieben aus. Zumindest ist mir nichts an neuen Erkenntnissen erinnerlich.
Man bekam einen kleinen Einblick in die Denke und Lebensweise der Ladhonen, ich bezweifle allerdings, dass die in diesem Zyklus eine tragende Rolle spielen werden.
Die Schreibe gefiel mir gut, krankte stellenweise aber an der repetativen Pralinensortenschöpfung. Tenga als schokoladensüchtiger, Befehle missachtender Siganesen-Draufgänger ist jetzt nicht die Art von Charakter auf die ich gewartet habe. Sehe ich das richtig, dass der erst seit diesem Zyklus eine Rolle spielt?

Vom Fehlerteufel blieb der Leser lange verschont, bis zur Seite 47. Da häufte es sich etwas, so als gälte es etwas aufzuholen.

Die Arbeit geschah in fast lautloser Stimme.
Mikroprositroniken
... war nicht gerne geduldet ... (meine Bedeutung des Wortes Dulden schließt ein gerne dulden irgendwie aus, muss jetzt aber kein Fehler sein)
... und danke für das Abholservice... (58)
Tengas atmete tief ein... (59)
Nandh Nadhama konnte - wollte - nur Schlechtes über ihn zu sagen. (62)

Meine Wertung 4/2/- (keine Änderung - Zyklusentwicklung - mehr möglich?)
https://forum.perry-rhodan.net/viewtopi ... 00#p648473

So richtig reißt es einen noch nicht vom Hocker. Mal schauen was MMT mit dem Folgeroman anstellt. Die Vorfreude auf den darauf folgenden Band 3004 hält sich allerdings schon arg in Grenzen, war der Part mit Giuna Linh, die ihren zweiten Auftritt bekommt, doch der für mich bislang schwächste Abschnitt des noch jungen Zyklus.

Band 3005 verspricht dann allerdings wieder einiges.
Die Katze grinste. "Hierzulande ist jeder verrückt. Ich bin verrückt. Auch du bist verrückt."
"Woher weißt du, dass ich verrückt bin?"
"Sonst wärst du nicht hier", antwortete die Katze.
(Lewis Carroll, Alice im Wunderland)

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Re: Perry Rhodan Heftbesprechungen - Der Mythos-Zyklus

Beitrag von Tiberius » 08.03.2019, 12:15

LaLe hat geschrieben:
05.03.2019, 10:17
Band 3005 verspricht dann allerdings wieder einiges.
Wenn der Roman so wie die Leseprobe ist. :yes:
Was hier für ein Schatz zu finden ist ...

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Re: Perry Rhodan Heftbesprechungen - Der Mythos-Zyklus

Beitrag von Kapaun » 10.03.2019, 19:11

Also, ich hab 3003 durch. Gegen Ende hin wurde es noch einigermaßen okay. Die Überwachungsparanoia ist auch im letzten Heft der Stories schön in ihren Ursprüngen angelegt worden. Die drei Triumvirn waren trotz nur flau und fad geschildert. Sie hatten ja auch nur einen kurzen Gastauftritt. Übrigens weiß ich immer noch nicht, wie der Name von Blaise O'Donnell zustande kam. Gut, eine Mixtur aus Modesty Blaise und Peter O'Donnell - aber warum?

Na, wie dem auch sei - ich gebe eine 3 für den Roman. Damit ist er tatsächlich der vorläufig "beste". Der Zyklus an sich verdient bislang nur eine 4. Bestenfalls.
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Re: Perry Rhodan Heftbesprechungen - Der Mythos-Zyklus

Beitrag von Mi.Go » 10.03.2019, 19:21

Einen Unsterblichen mit jahrtausendelanger Einsatzerfahrung, der im Einsatzgebiet den SERUN auszieht um in die Heia zu gehen,
kann wirklich nur noch eine Oxtornerin retten, die samt TARA auftaucht wie Kai aus der Kiste.
Besonders dann, wenn aus der "Spontanrevolution" nix wird.
:-D
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Re: Perry Rhodan Heftbesprechungen - Der Mythos-Zyklus

Beitrag von Kapaun » 10.03.2019, 19:45

Besonders bescheuert finde ich ja den Koffer. Aber gut, der junge Zyklus hat schon Schlimmeres gesehen.
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Re: Perry Rhodan Heftbesprechungen - Der Mythos-Zyklus

Beitrag von Mi.Go » 10.03.2019, 19:59

Der Koffer hört sich an, als wäre er ein Teil aus dem Reisegepäck,
das ES bei seiner Abreise vergessen hat. -)
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Re: Perry Rhodan Heftbesprechungen - Der Mythos-Zyklus

Beitrag von Richard » 10.03.2019, 20:40

Oder Lullog ...

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Re: Perry Rhodan Heftbesprechungen - Der Mythos-Zyklus

Beitrag von Mi.Go » 10.03.2019, 20:41

Der passt noch besser :yes:
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Re: Perry Rhodan Heftbesprechungen - Der Mythos-Zyklus

Beitrag von Kapaun » 10.03.2019, 22:03

Der Herr bewahre mich ...
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Re: Perry Rhodan Heftbesprechungen - Der Mythos-Zyklus

Beitrag von Laurin » 11.03.2019, 02:28

Ich habe mal bisschen aufgeräumt und die Themen HÜ- und Paratrontechnologie sowie alternative Leseempfehlungen ausgelagert.

Nachdem hier nun doch mehr mitlesen und kommentieren frage ich mich, ob wir nicht doch zu jedem Heft einen Thread erstellen sollen? Es dürfte sonst langsam immer unübersichtlicher werden - was meint ihr?
Mod Laurin

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