Filme/Buecher in Original versus in der Muttersprache

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Kjeldahl
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Filme/Buecher in Original versus in der Muttersprache

Beitrag von Kjeldahl » 23.08.2017, 22:37

Cybermancer hat geschrieben:Also ich lehne die deutsche Leitkultur ja auch ab: Spießig, komplett vernagelt.

http://www.spiegel.de/politik/deutschla ... 64260.html
Hmmm..mm.... Du schreibst und liest gerne in Englisch. Hast Du jetzt auch eine nerdige Brille und einen schicken Vollbart....? :gruebel:

Dann bist Du hier parteiisch :-D

giffi marauder
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Re: Die CDU ... wo geht es hin?

Beitrag von giffi marauder » 24.08.2017, 09:39

Kjeldahl hat geschrieben:
Cybermancer hat geschrieben:Also ich lehne die deutsche Leitkultur ja auch ab: Spießig, komplett vernagelt.

http://www.spiegel.de/politik/deutschla ... 64260.html
Hmmm..mm.... Du schreibst und liest gerne in Englisch. Hast Du jetzt auch eine nerdige Brille und einen schicken Vollbart....? :gruebel:
Nun ja, auch tendiere, trotz meines fortgeschrittenen Alters, immer mehr dazu,
TV-Serien, Filme und Bücher in englischer Originalsprache zu konsumieren.

Problematisch wirds erst, wenn man englische Übersetzungen den deutschen Originalen vorzieht. :-))

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Richard
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Re: Die CDU ... wo geht es hin?

Beitrag von Richard » 24.08.2017, 22:56

Das ist bei mir jedenfalls nicht der Fall, wenn Deutsch die Originalsprache ist lese ich das auch auf Deutsch bzw. bei Filmen schaue ich dann auch das Original an.

Allein schon um Wortzwitz bzw. Sprachbilder so zu hoeren/lesen, wie sie original gemacht wurden, ist mir die jeweilige Originalsprache am liebsten.
Nur hoert es bei mir nach Englisch bzw. Deutsch recht schnell auf, Spanisch oder Franzoesisch habe defakto keine Chance einigermassen anspruchsvolleres zu lesen/hoeren ....

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Kjeldahl
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Re: Die CDU ... wo geht es hin?

Beitrag von Kjeldahl » 24.08.2017, 23:19

Ich habe keinen Spaß an englischsprachigen Versionen. Ich verstehe Deutsch einfach besser. Und das wird auch so bleiben. Muttersprache bleibt Muttersprache. Ausnahmen mache ich nur, wenn es keine deutsche Synchronisation gibt, ich es aber unbedingt sehen will. .. Mr. Robot war die letzte Serie dieser Art.
Zur Zeit ist es aber auch einfach hip (...... Hipster. ...? ) damit prahlen zu können, die Serien nur im Original zu sehen. Sonst gehen ja die ganzen Wortwitze verloren..... pfrrrrz.
Fast wie Veganismus.... :gruebel:

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Richard
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Re: Filme/Buecher in Original versus in der Muttersprache

Beitrag von Richard » 25.08.2017, 00:04

Hm? Mir sind Serien (klingt nach TV) aber sowas von egal: ich hatte noch nie einen eigenen TV in einer der Wohnungen, in der ich als erwachsener Mensch bisher lebte.
Und v.w. "Hipster": nein, bin ich nun wirklich nicht, da bin ich wohl eher mal zu alt und zu glatt rasiert.

Ich rede da von Kinofilmen oder auch von Buechern, die ich mir ansehe bzw. lese.
Manche Dinge kann man einfach nicht so in der Übersetzung bringen, wie das im Original der Fall ist.
Ich habe da zb. diese Szene in einer Art Komoedie, in der Geheimdienste auf die Schaufel genommen wurden.
Ein "Boesewicht" hat scheinbar bei einem Unfall/Angriff auf ihn beide Arme verloren und hat normale Prothesen.
Dann gehts in den Einsatz: der betreffende sagt "Arm me!" und seine Mitarbeiter nehmen die bisherigen Prothesen ab und stecken Prothesen mit eingebauten Waffen an. "to arm" hat u.a. die Bedeutung jemanden/etwas zu bewaffnen und es gibt aber auch die Bedeutung von "arm" in dem Sinn wie wir auf Deutsch "Arm" verwenden. Wie soll man dieses Wortspiel wohl auf Deutsch bringen ....

Bei Büchern - speziell jetzt bei Terry Pratchetts Discworld Büchern - habe ich die Erfahrung gemacht, dass die Übersetzung ins Deutsche teilweise chrakterveraendernd gemacht wird.
Zb. Lord Havelock - der Tyrann der Stadt - kommt auf Englisch (also in Original) jedenfalls so rüber, als ob er so gut wie niemand dutzt. In einer Leseprobe auf Deutsch spricht er seine Untergebenen mit "Du" an - etwas, dass der noblen Distanziertheit dieses Charakters voellig widerspricht.
Die Namen mancher Figuren sind dort "sprechend" - und teilweise werden diese Namen auch eingedeutscht sodass man sich auf den ersten Blick eher schwer tut wenn man sich über ein Buch unterhält und es gibt da Leser die im Original lesen und andere, die die Übersetzung lesen..

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Kjeldahl
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Re: Filme/Buecher in Original versus in der Muttersprache

Beitrag von Kjeldahl » 25.08.2017, 08:41

Jaja. Unbestritten. Ich kenne ja das Phänomen.
Trotzdem werde ich Terra Pratchett auch in deutscher Übersetzung genießen. Und wenn der eine oder andere Wortwitze verloren geht, mag das sogar ein Gewinn sein.
Wortwitze sind doch meist recht platt.... :no:

Nur um ab und an einen Wortwitz verstehen zu können soll ich mich also immer mit diesem Fremdkörper.... ehm, Fremdsprachengefühl abfinden?

Ich habe zudem einfach den Eindruck, dass sich viele "Originaltext" Lesende gegenüber dem deutschlesenden Pöbel als etwas Besseres fühlen. Was tut man nicht alles, um sich abzugrenzen...

So eine Art "ElitePartner.de" Phänomen ( Come in and puke out.... -) ).... *edit* gibt es diese Partnervermittlung für Weltmächte mit drei Buchstaben auch in Österreich? */edit*

Mein Trost: es gibt immer jemanden, der auch den Schnöseligsten dumm da stehen lässt. "Wie, Du hast das nicht im Original hethitisch gelesen....?"

Pareto hatte Recht: alles ein Kampf der Eliten. Die einen sind es. Die anderen sind im Wartestand und möchten die aktuelle Elite beerben. Übrigens sehr schön im Italienischen zu lesen .... :-D

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Re: Filme/Buecher in Original versus in der Muttersprache

Beitrag von giffi marauder » 25.08.2017, 09:58

Kjeldahl hat geschrieben:Jaja. Unbestritten. Ich kenne ja das Phänomen.
Trotzdem werde ich Terra Pratchett auch in deutscher Übersetzung genießen. Und wenn der eine oder andere Wortwitze verloren geht, mag das sogar ein Gewinn sein.
Wortwitze sind doch meist recht platt.... :no:

Nur um ab und an einen Wortwitz verstehen zu können soll ich mich also immer mit diesem Fremdkörper.... ehm, Fremdsprachengefühl abfinden?

Ich habe zudem einfach den Eindruck, dass sich viele "Originaltext" Lesende gegenüber dem deutschlesenden Pöbel als etwas Besseres fühlen. Was tut man nicht alles, um sich abzugrenzen...

So eine Art "ElitePartner.de" Phänomen ( Come in and puke out.... -) ).... *edit* gibt es diese Partnervermittlung für Weltmächte mit drei Buchstaben auch in Österreich? */edit*

Mein Trost: es gibt immer jemanden, der auch den Schnöseligsten dumm da stehen lässt. "Wie, Du hast das nicht im Original hethitisch gelesen....?"

Pareto hatte Recht: alles ein Kampf der Eliten. Die einen sind es. Die anderen sind im Wartestand und möchten die aktuelle Elite beerben. Übrigens sehr schön im Italienischen zu lesen .... :-D
Nun ja, bei uns begann es mit "pädagogischen" Überlegungen.
TV-Serien Konsum wurde für unsere Kinder unter der Woche nur ausnahmsweise genehmigt,
und wenn, dann auf Englisch. :har:
Hat Anfangs wirklich gut funktioniert. :-)
Jetzt wird von denen alles nur noch auf Englisch gesehen und der Untertitel ist auch nicht mehr Deutsch. :blink:

Das Problem ist nun, dass, wenn man sich an die Origalstimmen gewöhnt hat,
die Synchronfassung nicht mehr zum Anhören ist. :help:

Unangenehm und ausserordentlich störend, fällt mir vor allem oft die akustische
Abgehobenheit des oft billig gemachten Synchronlayers auf. :no:

Also sehe nun auch ich, wenn ich alleine bin, die Originalfassungen (mit deutschem Untertitel),
auch wenn mir der eine, oder andere Wortwitz entgeht. ;)

Bei den Büchern ist es so, dass ich mir gestern einen neuen Roman (wie killt man einen verrückten
amerikansichen Präsidenten?) als E-Book besorgen wollte.
Leider gibts dazu zwei ältere Romane mit der selben Protagonistin, den ersten Band allerdings
nicht als deutsches E-Book, sondern nur als Taschenbuch oder als E-Book im Original.
Les ich eben alle drei Bücher im Original und seh es als Herausforderung meiner verkalkten Zellen. ;)

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Re: Filme/Buecher in Original versus in der Muttersprache

Beitrag von Kjeldahl » 25.08.2017, 10:22

Erst einmal vielen Dank für das Verschieben dieser CDU Thread Entgleisung in einen eigenen Gesprächsfaden.....

Wobei ich jetzt gerne noch das Wort "Hipster" im Titel gesehen hätte ;-)


Zum Thema: ich sehe den Nutzen, etwas in Englisch zu hören und zu lesen. Klar ist das nützlich.
Zumal ich den halben Tag mit Kollegen in Englisch kommunizieren muss. Und fremde Sprachen zu lernen hält das Hirn fit (versuchte letztens mit mäßigem Erfolg Italienisch zu lernen).

Aber da ist eben dieses gewisse Anbiedern der Deutschen an die Herrschaftssprache. So ein wenig so, als würden die, die sie verwenden das Gefühl haben etwas von der Coolness und Power der Originalnutzer würde auf sie übergehen.

Ich lehne Imperien ab. Besonders aber die freiwillige Unterwerfung. Und Ihr seht doch schon in meinen paar Sätzen, wie sehr selbst mich das Imperium schon unterworfen hat.... :-D

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Re: Filme/Buecher in Original versus in der Muttersprache

Beitrag von Mi.Go » 25.08.2017, 10:58

Richard hat geschrieben:... Dann gehts in den Einsatz: der betreffende sagt "Arm me!" und seine Mitarbeiter nehmen die bisherigen Prothesen ab und stecken Prothesen mit eingebauten Waffen an.
"to arm" hat u.a. die Bedeutung jemanden/etwas zu bewaffnen und es gibt aber auch die Bedeutung von "arm" in dem Sinn wie wir auf Deutsch "Arm" verwenden.
Wie soll man dieses Wortspiel wohl auf Deutsch bringen ....
..
Wie wär's mit dem deutschen Fremdwort,
armieren ? :preif:
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Henker: "Ich hab hier noch keinen zweimal gesehen"

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Re: Filme/Buecher in Original versus in der Muttersprache

Beitrag von Kjeldahl » 25.08.2017, 11:42

Übrigens: wer schaut sich denn Serien noch im TV an....? ;)

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Re: Filme/Buecher in Original versus in der Muttersprache

Beitrag von giffi marauder » 25.08.2017, 12:26

Kjeldahl hat geschrieben:Übrigens: wer schaut sich denn Serien noch im TV an....? ;)
Nicht im, am. ;)
Ein 50" Monitor ist mir zu teuer. :help:

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Re: Filme/Buecher in Original versus in der Muttersprache

Beitrag von giffi marauder » 25.08.2017, 12:29

Kjeldahl hat geschrieben: Aber da ist eben dieses gewisse Anbiedern der Deutschen an die Herrschaftssprache. So ein wenig so, als würden die, die sie verwenden das Gefühl haben etwas von der Coolness und Power der Originalnutzer würde auf sie übergehen.
Nun ja, womöglich gibt es solche Menschen, so wie es in jedem Bereich "es gibt" gibt.
Der Umkehrschluss jedoch ist immer falsch. ;)

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Re: Filme/Buecher in Original versus in der Muttersprache

Beitrag von Kjeldahl » 25.08.2017, 13:00

giffi marauder hat geschrieben:
Kjeldahl hat geschrieben: Aber da ist eben dieses gewisse Anbiedern der Deutschen an die Herrschaftssprache. So ein wenig so, als würden die, die sie verwenden das Gefühl haben etwas von der Coolness und Power der Originalnutzer würde auf sie übergehen.
Nun ja, womöglich gibt es solche Menschen, so wie es in jedem Bereich "es gibt" gibt.
Der Umkehrschluss jedoch ist immer falsch. ;)
Klugsch* ;)

aber das stimmt natürlich. :-)

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Re: Filme/Buecher in Original versus in der Muttersprache

Beitrag von Kjeldahl » 25.08.2017, 13:09

giffi marauder hat geschrieben:
Kjeldahl hat geschrieben:Übrigens: wer schaut sich denn Serien noch im TV an....? ;)
Nicht im, am. ;)
Ein 50" Monitor ist mir zu teuer. :help:
Noch mehr Klugsch* :-))

Klar. Inhaltlich ist das (im) nicht richtig. Aber sagt man nun mal so. :-)

P.S.: sehr empfehlenswert - einen Fernseh-Karton der alten Art nehmen, Loch reinschneiden, 22'' sollten reichen, dann aus dem Inneren heraus selbst "Fernsehprogramm spielen". Gerne auch in Englisch. Ich komme dann bei Gelegenheit auch bei Dir in der Ferne vorbei und werde mir das ansehen
Bitte Erdnussflocken bereitstellen ;)

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Re: Filme/Buecher in Original versus in der Muttersprache

Beitrag von Mi.Go » 25.08.2017, 15:00

Kjeldahl hat geschrieben:
giffi marauder hat geschrieben:
Kjeldahl hat geschrieben:Übrigens: wer schaut sich denn Serien noch im TV an....? ;)
Nicht im, am. ;)
Ein 50" Monitor ist mir zu teuer. :help:
Noch mehr Klugsch* :-))

Klar. Inhaltlich ist das (im) nicht richtig. Aber sagt man nun mal so. :-)
....
Da wäre ich mir nicht so sicher :preif:
Ich zBsp. schaue mir Löwen lieber im Käfig an. :-)
Wenn sie nur am Käfig herumstreunen, wäre es mir zu gefährlich. :blush:
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