Filme/Buecher in Original versus in der Muttersprache

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Kjeldahl
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Re: Filme/Buecher in Original versus in der Muttersprache

Beitrag von Kjeldahl » 25.08.2017, 15:15

tja. die alte perspektiven frage. Mehr Detail:

Wenn der Löwe außerhalb des Käfigs ist, ist es besser ihn IM Käfig zu sehen. Bzw. wenn der Löwe IM Käfig ist, ist es noch weniger empfehlenswert, ihm IM Käfig als Futter angeboten zu werden. Also wenn der Löwe draußen ist... und Du ihn ebenfalls von draußen aus betrachtest - hast Du bessere Möglichkeiten zu entkommen.
Oder aber man interpretiert es wie Du... ;)

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Mi.Go
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Re: Filme/Buecher in Original versus in der Muttersprache

Beitrag von Mi.Go » 25.08.2017, 18:33

Kjeldahl hat geschrieben:... Oder aber man interpretiert es wie Du... ;)
Das hat seine Vorteile. :-D
Spoiler
Dann kann man nämlich Texte in einem Buch lesen,
ohne daß man dafür flachgepresst wird. :giggle:
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Richard
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Re: Filme/Buecher in Original versus in der Muttersprache

Beitrag von Richard » 25.08.2017, 19:20

Mi.Go hat geschrieben: Wie wär's mit dem deutschen Fremdwort,
armieren ?
Wenn ich ehrlich sein soll: das ist bei uns eigentlich nicht wirklich in Verwendung.
Mag sein, dass das in *.de oft/häufig verwendet wird - Deutsch ist nun mal in einigen Dingen *.at und *.de verschieden.
Ich habe mich heute wieder mal mit einer Kollegin, die vor ca. 6 Jahren von *.de nach *.at gezogen ist, unterhalten.
Neben den dienstlichen Teil, der wohl ca. 90 % des Gesprächs ausmachte haben wir auch dieses Thema von verschiedenen Wörtern/Phrasen die in *.at bzw. *.de in Verwendung sind, geredet. Grund war wohl, dass ich bei einer Redewendung meinte, dass ich weiss was sie mir sagen will (ich habe aufgrund diverser Projekte immer wieder mal etliche Zeit in *.de verbracht) aber das sei eben ein typisches Deutsch-Deutsches Wort bzw. Redewendung gewesen. Insofern würde mich das auch bei "armieren" jetzt nicht wundern, wenn das bei Euch häufig verwendet wird.
- Aehnlich wie in *.de offenbar immer noch das Wort "Kommilitone" in Verwendung. - Als ich studierte, klang das bei uns schon jedenfalls sehr veraltet und war nicht in gebrauch. Bei uns sprach man da immer von den "Kollegen" bzw. "Kolleginnen", vielleicht auch noch mit einem "Studien-" davor.

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Richard
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Re: Filme/Buecher in Original versus in der Muttersprache

Beitrag von Richard » 25.08.2017, 19:24

Hm, diese Präpositionen werden in *.at und *.de auch teilweise unterschiedlich verwendet wie ich aus eigener Erfahrung weiss.

Als Beispiel: in *.at gehen die Kinder in die Schule, in *.de zur Schule.
Aus *.at Sichtweise heraus koennte man dann sagen: jaja, die deutschen bleiben also vor der Schule stehen. ;).
Diese unterschiedliche verwendung hat mir ein Arbeitskollege bestätigt, der aus der Gegend von Montabaur stammt.

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Richard
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Re: Filme/Buecher in Original versus in der Muttersprache

Beitrag von Richard » 25.08.2017, 19:40

Kjeldahl hat geschrieben:Jaja. Unbestritten. Ich kenne ja das Phänomen.
Trotzdem werde ich Terra Pratchett auch in deutscher Übersetzung genießen. Und wenn der eine oder andere Wortwitze verloren geht, mag das sogar ein Gewinn sein.
Wortwitze sind doch meist recht platt.... :no:
Kommt auf den jeweiligen Wortwitz an, wirklich verallgemeinern kann man das wohl auch nicht.
Kjeldahl hat geschrieben: Nur um ab und an einen Wortwitz verstehen zu können soll ich mich also immer mit diesem Fremdkörper.... ehm, Fremdsprachengefühl abfinden?

Ich habe zudem einfach den Eindruck, dass sich viele "Originaltext" Lesende gegenüber dem deutschlesenden Pöbel als etwas Besseres fühlen. Was tut man nicht alles, um sich abzugrenzen...
Wie ich schon mal schrieb: ich halte zb die Übersetzungen der Discworldbücher teilweise für charakterverzerrend, Leute werden so gesehen anders dargestellt, weil man sie nicht passend übersetzt. Insofern lese ich lieber die Originale.

Und was das betrifft: ich habe schon zu Schul- und Studienzeiten Bücher auf Englisch gelesen, teilweise Fachbücher, teilweise eben Bücher, die für mich Unterhaltungswert haben. Ich fühle mich deswegen jetzt nicht als "elitär" - gerade Englisch ist nun wirklich nicht so die wirklich extrem schwierige Sprache.

Ich hatte auch das Gefühl, dass speziell bei Fachbüchern die deutsche Übersetzung teilweise deutlich umfangreicher war.
Man merkt da wohl auch, dass sich zb. Englisch für bestimmte technische Dinge einfach besser eignet um diese darzustellen.
Oder - was natürlich auch sein kann - die Übersetzer der jweiligen Fachbücher verstanden von der behandelten Materie wenig bis gar nichts und taten sich deshalb schwer das zu übersetzen.
Kjeldahl hat geschrieben: So eine Art "ElitePartner.de" Phänomen ( Come in and puke out.... -) ).... *edit* gibt es diese Partnervermittlung für Weltmächte mit drei Buchstaben auch in Österreich? */edit*
Keine Ahnung welche Partnervermittlung du da meinst, ist kein Thema für mich. Wenn du einen konkreten Namen nennst kann ich wohl eher was dazu sagen.
Dank diverser Werbeplakate ist bei uns mal wieder Parship (vw. Partnervermittlung) präsenter; wohl auch weil man denen bei uns mal vorwarft, dass sie eher ungern Kunden ziehen lassen und da recht eigenwillige Verhaltensweisen zeigten.
Kjeldahl hat geschrieben: Pareto hatte Recht: alles ein Kampf der Eliten. Die einen sind es. Die anderen sind im Wartestand und möchten die aktuelle Elite beerben. Übrigens sehr schön im Italienischen zu lesen .... :-D
Pareto kenne ich aus der Uni, da gab es das Paretoprinzip.

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Re: Filme/Buecher in Original versus in der Muttersprache

Beitrag von LaLe » 25.08.2017, 22:43

Ich bin alles andere als hip und bevorzuge klar die deutsche Sprache. Ausnahmen waren bislang - neben Musik - (Rollen-)Spiele und Comics, die es nicht auf Deutsch gibt.

Skurril fand ich die deutschsprachigen Peter Gabriel-Alben. Kennt die noch wer?

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Kjeldahl
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Re: Filme/Buecher in Original versus in der Muttersprache

Beitrag von Kjeldahl » 26.08.2017, 00:03

Richard: ich fürchte, dass die Unterschiede zwischen de und at nicht so groß sind, wie vielleicht gewünscht ;)

In die Schule gehen. Zur Schule gehen. Habe ich alles schon gehört. To school? Into school?

Kommilitonen . Studienkollegen. Ich persönlich habe nie Kommilitonen gesagt.
Ich glaube, unsere deutsche Sprache ist stark variabel. Nicht bloß zwischen Staat zu Staat. Sondern auch zwischen Stadt zu Stadt und Mensch zu Mensch.

Übrigens hatten mir damals im MPI mehrere englische Muttersprachler gesagt, dass sie die deutsche Sprache für präziser und flexibler, geeigneter für Wissenschaft halten.
So gehen die Meinungen auseinander....

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Re: Filme/Buecher in Original versus in der Muttersprache

Beitrag von Mi.Go » 26.08.2017, 09:30

Richard hat geschrieben:
Mi.Go hat geschrieben: Wie wär's mit dem deutschen Fremdwort,
armieren ?
Wenn ich ehrlich sein soll: das ist bei uns eigentlich nicht wirklich in Verwendung.
Mag sein, dass das in *.de oft/häufig verwendet wird - Deutsch ist nun mal in einigen Dingen *.at und *.de verschieden.
....
Der Unterschied zwischen Bayern u. Österreich ist, abgesehen von den Wienern,
mMn. nicht allzu groß. :-)

Das Wort "armieren" dürfte vor allem (älteren) Leuten aus dem Baugewerbe bekannt sein.
Auch in Österreich.
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Re: Filme/Buecher in Original versus in der Muttersprache

Beitrag von Kjeldahl » 26.08.2017, 11:43

Armieren. Ja. Ich kenne das Wort. Ist aber kaum gebräuchlich. Ist das nicht meist im Sinne von "Verstärkung" genutzt?

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Richard
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Re: Filme/Buecher in Original versus in der Muttersprache

Beitrag von Richard » 26.08.2017, 16:03

Mi.Go hat geschrieben: Der Unterschied zwischen Bayern u. Österreich ist, abgesehen von den Wienern,
mMn. nicht allzu groß. :-)
Hm, du scheinst hier Niederoesterreich, Burgenland und Vorarlberg zu uebersehen.
Und bei Kaernten bin ich auch eher skeptisch v.w. Sprache und sehr aehnlich zu Bayern.
Mi.Go hat geschrieben: Das Wort "armieren" dürfte vor allem (älteren) Leuten aus dem Baugewerbe bekannt sein.
Auch in Österreich.
Was nun die Zielgruppe aber doch sehr einschraenkt wie ich finde.

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Re: Filme/Buecher in Original versus in der Muttersprache

Beitrag von Mi.Go » 28.08.2017, 08:05

Richard hat geschrieben:
Mi.Go hat geschrieben: Das Wort "armieren" dürfte vor allem (älteren) Leuten aus dem Baugewerbe bekannt sein.
Auch in Österreich.
Was nun die Zielgruppe aber doch sehr einschraenkt wie ich finde.
Guggst Du hier
https://de.wiktionary.org/wiki/Armierung :giggle:
Todeskandidat: "Ich glaube nicht an die abschreckende Wirkung der Todesstrafe"
Henker: "Ich hab hier noch keinen zweimal gesehen"

giffi marauder
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Re: Filme/Buecher in Original versus in der Muttersprache

Beitrag von giffi marauder » 28.08.2017, 09:17

Kjeldahl hat geschrieben:
giffi marauder hat geschrieben:
Kjeldahl hat geschrieben:Übrigens: wer schaut sich denn Serien noch im TV an....? ;)
Nicht im, am. ;)
Ein 50" Monitor ist mir zu teuer. :help:
Noch mehr Klugsch* :-))

Klar. Inhaltlich ist das (im) nicht richtig. Aber sagt man nun mal so. :-)
Ok. :-)
Also nicht im und nicht am sondern aufm. ;)
D.h. ich streame auf/an/in das TV-Gerät und konsumiere (mangels Empfangsmöglichkeit wie SAT oder Antenne)
keine klassischen TV-Sender mit fremdbestimmter Timeline.
Zuletzt geändert von giffi marauder am 28.08.2017, 09:25, insgesamt 1-mal geändert.

giffi marauder
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Re: Filme/Buecher in Original versus in der Muttersprache

Beitrag von giffi marauder » 28.08.2017, 09:24

LaLe hat geschrieben:Ich bin alles andere als hip und bevorzuge klar die deutsche Sprache. Ausnahmen waren bislang - neben Musik - (Rollen-)Spiele und Comics, die es nicht auf Deutsch gibt.

Skurril fand ich die deutschsprachigen Peter Gabriel-Alben. Kennt die noch wer?
Ja, ich *wink* :-))

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Kjeldahl
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Re: Filme/Buecher in Original versus in der Muttersprache

Beitrag von Kjeldahl » 28.08.2017, 10:40

LaLe hat geschrieben:Ich bin alles andere als hip und bevorzuge klar die deutsche Sprache. Ausnahmen waren bislang - neben Musik - (Rollen-)Spiele und Comics, die es nicht auf Deutsch gibt.

Skurril fand ich die deutschsprachigen Peter Gabriel-Alben. Kennt die noch wer?
Ich bin ja schon froh, dass ich Peter Gabriel als solchen kenne.... dass er was auf Deutsch gebracht hat, wusste ich nicht. .... Wie ist es?

So ähnlich wie die Beatles? "Komm gib mir Deine Hand?" Klang ja doch albern. Aber ich denke, dass jede nachgelagerte Version des Originals irgendwie albern ist.

LaLe
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Re: Filme/Buecher in Original versus in der Muttersprache

Beitrag von LaLe » 28.08.2017, 12:32

Ist wohl nicht ganz so schlimm, da die Texte überwiegend - vermute ich mal - gehaltvoller sind. Mit "Schock den Affen" weiß ich aber bis heute nicht viel anzufangen. :-D

Ich glaube von seinem dritten und vierten Album gibt es deutsche Versionen.

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