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Re: Diskussion zur aktuellen PR-Erstauflage

Posted: 18.11.2018, 00:57
by Laurin
Hätte man den ganzen Zahlenwahnsinn rausgestrichen, wären das sicher klasse Romane gewesen.
Aber es hatte schon was skuril-faszinierendes ...
:-D

Re: Diskussion zur aktuellen PR-Erstauflage

Posted: 18.11.2018, 10:38
by Frank Chmorl Pamo
Darmok wrote: 17.11.2018, 17:11 Wohin steuert die EA nach dem "Kurs 3000"? Es gibt ja unterschiedliche Meinungen darüber, ob das Expokratenduo Vandemaan/Montillon den Geist der Serie ideal verkörpert. Herausragende Einzelromane gab es in jedem Zyklus seit Band 2700, und đoch habe ich den Eindruck, so wirklich mag sich der "Sense of Wonder" nicht mehr einstellen. Ein Aspekt, weshalb Christian Montillon Expose-Autor wurde, war vermutlich, dass er diese Tätigkeit bereits bei "Perry Rhodan Action" ausübte. Die Frage ist ja auch: Gäbe es unter den Autoren tatsächlich Alternativen, die das Expokratenamt besser ausfüllten? Zweifel sind angebracht (ich erwähne in diesem Zusammenhang nicht die Miniserien).
Die Verkaufszahlen scheinen stabil - insofern lautet die Devise offensichtlich: "Weiter so! Kurs 4000".
Ich habe den Eindruck, je mehr sich die Expokraten in Zeitlinien, deren Verteidigung, uvam. vertiefen, umso kürzer kommt der SoW. Sehr schön war, was THEZ Atlan am See z.B. über die Handelsfahrer (oder so ähnlich) erzählte. Da kam in mir ein altbekanntes Sehnen auf. Mit wenigen Zeilen entfaltete WV ein wahres Gemälde. Im Gegensatz dazu kommt mir das was uns in der EA erzählt wird wie ein Stoppelacker vor.
Statt der Phantasie freien Lauf zu lassen, entscheidet mittlerweile jeder Zyklus über die Zukunft des Universums. Wo bleibt da noch Raum für den SOW?

Re: Diskussion zur aktuellen PR-Erstauflage

Posted: 21.11.2018, 04:42
by Laurin
Darmok wrote: 17.11.2018, 17:11 Wohin steuert die EA nach dem "Kurs 3000"? Es gibt ja unterschiedliche Meinungen darüber, ob das Expokratenduo Vandemaan/Montillon den Geist der Serie ideal verkörpert. Herausragende Einzelromane gab es in jedem Zyklus seit Band 2700, und đoch habe ich den Eindruck, so wirklich mag sich der "Sense of Wonder" nicht mehr einstellen. Ein Aspekt, weshalb Christian Montillon Expose-Autor wurde, war vermutlich, dass er diese Tätigkeit bereits bei "Perry Rhodan Action" ausübte. Die Frage ist ja auch: Gäbe es unter den Autoren tatsächlich Alternativen, die das Expokratenamt besser ausfüllten? Zweifel sind angebracht (ich erwähne in diesem Zusammenhang nicht die Miniserien). ...
Vielleicht will sich der "Sense of Wonder" auch nicht mehr so recht einstellen, weil wir inzwischen älter sind ... Jungs begeistert man schon mal leichter als ältere Leut'. ;)

Mir ging es so, dass ich die Feldhoff-Ära ja nicht schlecht fand, auch wenn es manchmal etwas düster war und der Traitor-Zyklus ein bisschen ähnlich wie der Tradom-Zyklus, nur größer aufgezogen wirkte. Trotzdem gefiel mir die grundlegende Konstellation in der Milchstraße, die Darstellung Bostichs, die Reaktivierung der SOL im Thoregon-Zyklus, und auch der Sternenozean mit den Kybb und Montana fand ich faszinierend.

Als dann ab Band 2500 Uwe Anton das Ruder übernahm, konnte ich damit nicht so viel anfangen. Zu viel SI's, PSI, die schmähliche Behandlung der BASIS, dazu äußerst blasse Darstellungen der Unsterblichen, die oft eher wie Zuschauer und Getriebene wirkten. Negativer Höhepunkt war für mich die Jahrmillionenwanderung Tifflors - womit die Zerstörung dieser Person begann. Auch der kurzzeitige Aufmarsch der Altmutanten wirkte nur wie ein fader Aufguss.

Daher war ich froh, dass man ab Band 2700 in der Expokratie einen Wechsel vornahm. Aber auch das neue Expokratenduo setzte m.E. einiges in den Sand, weil es ziemlich viel ummodelte, was nicht so recht plausibel wirkte. Der Zerfall des riesigen Arkonidenimperiums und auch die Wandlung der faszinierenden Persönlichkeit Bostichs zu einer Art skurrilem X-Men bis hin zu seinem merkwürdigen Untergang, das war schon alles ziemlich an den Haaren herbei gezogen. Dann wurden mir zu viele herausragende Persönlichkeit aus der Serie herausgeschrieben - Alaska, Tiff, Tekener - alles sehr bedauerlich. Der neu eingeführte Vetris Molaud war in meinen Augen bislang auch kein wirklicher Erfolg; die Geschichten um Thez und die jenzeitigen Lande mit der anschließenden Scherung viel zu gigantomanisch.

Ich habe aber das Gefühl, dass das Expokratenteam dazu gelernt hat. Die aktuelle Handlung wirkt auf mich bodenständiger, die Geschichten sind bis auf wenige Ausnahmen auf recht hohem Niveau, und auch die Darstellung der Unsterblichen ist - bis auf die Ausnahme Addams, aus dem leider nicht wirklich was gemacht wird - durchweg recht gut gelungen. Ich finde die aktuelle Handlung durchaus spannend, manchmal sogar richtiggehend faszinierend. Auch die Geschichten rund um die RAS TSCHUBAI oder Quinto Center hatten Format. Besser ausgearbeitet könnten m.E. die strategischen Zusammenhänge sein, da klafft seit Feldhoffs Tod eine sichtliche Lücke. Aber ob das andere aus dem Team nun insgesamt besser machen würden - wer weis; eine Serie mit dieser komplexen Geschichte erfolgreich weiter zu führen ist alles andere als einfach.

Vielleicht übernehmen ja die beiden Frauen, Michelle Stern und Verena Themsen eines Tages das Kommando - das würde sicher noch einmal frischen Wind in die Serie bringen.

Re: Diskussion zur aktuellen PR-Erstauflage

Posted: 21.11.2018, 04:53
by Richard
Ad letzterem: Verena Themsen ist nach wie vor "nur" nebenberuflich Autorin und ich glaube, dass sie sich daher nicht dazu entschliessen wird als Expokratin (auch nicht als Teil eines Expokratenduos) zu arbeiten.

Und ob sie - wenn sie in ihrem "Brotberuf" in Rente geht - dann noch einen Expokratenjob ausüben will ist schwer abschätzbar.

Michelle Stern: aus meiner Sicht als Teil eines Duos vorstellbar aber es stellt sich schon die Frage wer die zweite Person sein könnte.
Nachdem sie selber Germanistin ist wäre mit hier jemand mit etwas mehr "techniklastigem" Hintergrund lieber. Bleibt die Frage wer das ausser VT sein könnte, ich bin mir da nicht sicher.

Was RF betrifft: bei den Feldhoffschen Zyklen gefiel mir das oft "eingebaute" Resetszenario am Zyklusende nicht. Klassisches Beispiel dafür war die Reise nach Ahandaba vieler Voelker mit tragenden Rollen am Ende des Sternenozeanzyklus.

Re: Diskussion zur aktuellen PR-Erstauflage

Posted: 21.11.2018, 06:04
by LaLe
Die Völker des Sternenozeans hätten einen wunderbaren Anlass für einen neuen status quo in der MS gegeben. Ganz ohne fremde Invasoren, die alles kurz und klein hauen.

Mit Ahandaba hat man ordentlich Potential über Bord geworfen. Für mich der größte Fehler der Feldhoff-Ära.

Re: Diskussion zur aktuellen PR-Erstauflage

Posted: 21.11.2018, 10:16
by LaLe
Echt, das war dermaßen überflüssig und die für mich größte Enttäuschung der Serie.

Was hatte ich mir im Laufe des Zyklus nicht alles ausgemalt, wie die MS hinterher aussehen könnte. Die aus den Kokons gefallenen Sternenhaufen wären wunderbarer Schauplatz für Explorergeschichten gewesen. Die technologisch starken Völker des Sternenozeans hätten die politischen Verhältnisse auf den Kopf gestellt und die MS deutlich wehrhafter gegen Invasoren (Negasphäre/TRAITOR) gemacht.

Was kam stattdessen?

Alle neuen Völker sind gen Ahandaba unterwegs und in den Sternenhaufen reißen sich die Bostich-Arkoniden alles unter den Nagel wo die LFT den Schwanz einzieht. Terraner vs Arkoniden als Ergebnis. Aber Hauptsache die "Fantasy-Elfen" sind entsorgt. :hm:

Re: Diskussion zur aktuellen PR-Erstauflage

Posted: 21.11.2018, 10:59
by Mi.Go
Laurin wrote: 21.11.2018, 04:42 ...
Vielleicht will sich der "Sense of Wonder" auch nicht mehr so recht einstellen, weil wir inzwischen älter sind ...
Jungs begeistert man schon mal leichter als ältere Leut'. ;)
...
Das glaube ich auch. Image

Hinzu kommt mMn. mit der Zeit ein gewisser Gewöhnungseffekt.
Wie bei einer Droge, braucht man eine immer höher Dosis für die gleiche Wirkung.

Mir würde ein "Sense of Wonder Erlebnis" alle 50-100 Hefte reichen,
mehr führt nur zur Abstumpfung. :-)

Re: Diskussion zur aktuellen PR-Erstauflage

Posted: 21.11.2018, 12:26
by Cybermancer
Das Problem von PR ist einfach, dass es grottenschlechte Science Fiction ist.

Re: Diskussion zur aktuellen PR-Erstauflage

Posted: 21.11.2018, 12:41
by Mi.Go
Sowas kann man nur lesen wenn sowieso bald die Welt untergeht. :help:

Re: Diskussion zur aktuellen PR-Erstauflage

Posted: 21.11.2018, 13:43
by Laurin
Naja, PR ist eine Serie, und keine Weltliteratur. Aber für eine Serie find' ich's nicht schlecht ...
;)

Re: Diskussion zur aktuellen PR-Erstauflage

Posted: 21.11.2018, 15:47
by giffi marauder
Laurin wrote: 21.11.2018, 13:43 Naja, PR ist eine Serie, und keine Weltliteratur. Aber für eine Serie find' ich's nicht schlecht ...
;)
Ich hab jetzt Satire gelesen. :help:

Re: Diskussion zur aktuellen PR-Erstauflage

Posted: 21.11.2018, 16:01
by LaLe
Das soll Parody R. Hodan gewesen sein. Oder gewisse HoHos. :-D

Re: Diskussion zur aktuellen PR-Erstauflage

Posted: 23.11.2018, 00:42
by Laurin
Jetzt ist es raus - der Band 3000 wird "Mythos Erde" heißen: https://forum.perry-rhodan.net/viewtopi ... 07&t=10853

Hört sich nach Zeitsprung und einer - wieder einmal - verschollenen Erde an. Aber vielleicht beschreibt es auch die Welt aus Sicht der verschollenen Solaner oder so etwas ...

Jedenfalls 'mächtig gewaltig'. :-D

Autoren sind unsere Expokraten Vandemann und Montillon himself. Und irgendwann Mitte Februar ist es dann soweit ...

Re: Diskussion zur aktuellen PR-Erstauflage

Posted: 23.11.2018, 08:22
by Kapaun
Der Titel klingt vielversprechend. Aber wahrscheinlich ist es nur wieder so ein Hütchenspielertrick wie der mit dem Weltenbrand. Immerhin, ich werde mir 3000 mal zulegen.

Re: Diskussion zur aktuellen PR-Erstauflage

Posted: 25.11.2018, 14:02
by Darmok
LaLe wrote: 17.11.2018, 20:30 Sagen wir es mal so. Nach Perry Rhodan Action hätte ich CM nie zum Expokraten der EA gemacht.
Es war eine mutige Entscheidung.

Meine Hoffnung seinerzeit war, dass er sich mit WV gut ergänzt und die beiden sich gegenseitig "einfangen". WV ist ja auch sehr speziell.
Wäre Vandemaan alleiniger Expose-Autor, würde die Serie vermutlich endgültig in jenzeitige Thez-Sphären kippen.
Insofern darf man den Einfluss Montillons nicht unterschätzen.