PR 3043+3044 'Abenteuer auf Trakarat - das Supramentum'

Heftbesprechungen zur Perry Rhodan-Serie
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Laurin
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PR 3043+3044 'Abenteuer auf Trakarat - das Supramentum'

Beitrag von Laurin » 24.12.2019, 02:56

Die beiden Hefte
- 3043 Die Welt der Báalols von Michael Marcus Thurner
- 3044 Das Supramentum von Michelle Stern

spielen beide auf der Heimatwelt der Báalols, auf Trakarat - ich habe sie deshalb zusammen gefasst.

Ein kleines NDE-Team, bestehend aus dem Kyberhügelträger Spinota Godaby und dem Tara PSI sollen erkunden, was die Cairaner dort treiben, insbesondere was es mit dem sogenannten 'nächsten Volk' der Cairaner, als welches die Báalols bezeichnet werden, auf sich hat.

Nach der Landung mit der als barnitischem Handelsraumer getarnten TREU & GLAUBEN stellt sich heraus, dass Cairaner und Báalols den Trakarat Kontinent Foosaal streng abgeschirmt haben, außerdem ist wohl die hiesige NDE-Filiale aufgeflogen. Dem Team schließt sich dann noch die Tefroderin Ydio-Do an, eine Agentin der Gläsernen Insel, deren hiesiger Stützpunkt ebenfalls aufgedeckt wurde.

Unter abenteuerlichen Umständen - in der Mundhöhle eines von traditionellen Glash-Bals steuerbaren Glashas (quasi der Trakarat-Walausgabe) erreicht man dann den schwer bewachten Kontinent und macht sich an die Erforschung der dortigen Geheimnisse, wobei sich zwischen der Agentin und Godaby ein ambivalentes Verhältnis zwischen Ablehnung und Zuneigung entwickelt ...


Im zweiten Band stößt man auf Foosaal auf eine optisch und energetisch verborgene Stadt, in der Cairaner und Báalols ihr eigentliches geheimes Entwicklungsvorhaben betreiben. Unter hohem Risiko dringt man in die Stadt ein, und entdeckt dass deren führenden Kräfte an einem monströsen und furchterregenden 'Wesen' arbeiten - dem 'Supramentum'.

Angesichts der zu befürchtenden Auswirkungen beschließen sie, dessen Erweckung gewaltsam zu verhindern - und es kommt zur Katastrophe ...


Mein Eindruck

Also ehrlich gesagt habe ich ja diese Art von Abenteuer etwas satt. Mutige Terraner dringen unter aberwitzigem Risiko und ohne Rückendeckung beim Feind ein und schaffen es, den mit technischen Tricks und tollen Fähigkeiten an der Nase herum zu führen - dieses immer wieder kehrende Erzähl-Prinzip wird einfach viel zu oft aufgewärmt.

Nach der Erbeutung riesiger Datenbestände kümmert man sich auch nicht um deren sichere Überstellung an die eigene Basis, sondern wagt sich wie die Fliege am Honigtopf trotz immer höherem Risiko immer weiter vor. Als man dann auf das Supramentum stößt, beschließt man schließlich eigenmächtig dessen Vernichtung, obwohl man weder hinreichend verstanden hat, was dies denn eigentlich darstellt, noch dass man abschätzen könnte welche Konsequenzen dessen feindliche Sabotage nach sich ziehen könnte. Die Autorin thematisiert diesen Konflikt zwar, aber wirklich befriedigend fand ich das alles nicht. Auch die Frage, wie man denn nach dem Anschlag sich und die Daten aus dem schwer bewachten Gelände retten kann, wird nicht weiter thematisiert. Wird schon irgendwie klappen ... ist der Eindruck.

Trotz dieser Kritik handelt es sich um eine spannende Geschichte, wovon uns das Thema Supramentum sicher noch weiter beschäftigen und in Atem halten wird. Vor allem der zweite Band ist dadurch am Ende dann doch deutlich mehr, als einfach nur eine weitere Agentenstory.

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Richard
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Re: PR 3043+3044 "Abenteuer auf Trakarat - das Supramentum"

Beitrag von Richard » 24.12.2019, 16:31

Wobei es diesmal eine gemeinsame Aktion von Vertretern der Lemurischen Allianz war - sprich es waren nicht nur Terranerabkömmlinge beteiligt.

Und ich fand den Doppelband insgesamt durchaus spannend/unterhaltend.

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Darmok
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Re: PR 3043+3044 "Abenteuer auf Trakarat - das Supramentum"

Beitrag von Darmok » 24.12.2019, 21:07

Es ist nicht Michelle Sterns bester Beitrag zur EA. Der Roman ist nicht schlecht, aber die Story hat mich nicht mitgenommen. MS hat sehr gute, auch packende PR-Romane geschrieben, aber in den letzten beiden Jahren hatte ich den Eindruck, dass die Masse der Romane (und die Autorin hat z.T. die meisten Romane eines Zyklus verfasst) zu Lasten der Qualität gehen (MS schreibt ja u.a. auch noch für NEO).
MMT könnte man ebenso als Vielschreiber bezeichnen, doch gerade bei diesem Doppelband wird die Ausarbeitung beider Autoren deutlich.

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