PR 3046+3047 Die Stadt im Sturm / Der Sextadim-Span v. Leo Lukas

Heftbesprechungen zur Perry Rhodan-Serie
Antworten
Laurin
Beiträge: 6822
Registriert: 13.08.2015, 03:40
Hat sich bedankt: 59 Mal
Danksagung erhalten: 47 Mal

PR 3046+3047 Die Stadt im Sturm / Der Sextadim-Span v. Leo Lukas

Beitrag von Laurin » 19.01.2020, 03:10

In dem Doppelband werden eigentlich drei Handlungsstränge beschrieben:

1) Die Führungscrew der RAS TSCHUBAI sucht in der Galaxis Ancaisin, der ursprünglichen Heimaltgalaxis der Cairaner, nach der verlorenen Erde, und folgt dabei Hinweisen des parapsychisch begabten Hermaphroditen Iwán/Iwa Mulhollandand, der glaubt den Schatten der Erde an einer Weggabelung in den Sphären gesehen zu haben, die er u.a. bei seinen 'Wehteleportationen' gelegentlich durchwandert. Dazu sucht man in Ancaisin nach Cairanern, die dazu vielleicht mehr wissen.

2) Die in Ancaisin verbliebenen Indexbewahrer der Cairaner selbst suchen nach dem Gefängnis, in dem ihre Superintelligenz VECU gefangen ist, in der Hoffnung, sie vielleicht daraus befreien zu können. Dazu müssen sich mindestens fünf Indexbewahrer zusammen schalten, um einen ominösen 'Index' nach Hinweisen lesen zu können.

3) Die Phersunen haben auf Anweisung ihrer Kandidatin Phaatom unter dem Kommando des (Androiden?) Synn Phertosh einen Suchtrupp losgeschickt, der galaxisweit nach den aus dem Eisgefängnis entflohenen Perry Rhodan, Gry O'Shannon und Iwán/Iwa Mulhollandand fahnden sollen, da ihre Kandidatin Phaatom diese sich einverleiben möchte. Dazu bedienen sie sich eines außergewöhnlichen Psi-Talents, welches in der Lage ist, galaxisweit Gedanken nach bestimmten Suchkriterien zu durchforsten.

Andere Phersunen-Trupps wiederum suchen nach den Indexbewahrern, und werden - allerdings fast gleichzeitig mit der RT - auf dem Ramie-Großtransporter SONNENHEIM auch fündig. Der RT gelingt es noch im letzten Moment, die Indexbewahrer vor dem Zugriff der Phersunen zu bewahren, die SONNENHEIM ist allerdings dem Untergang geweiht.

Die geretteten Indexbewahrer, denen noch der 5. Indexbewahrer fehlt, gehen daraufhin mit den Terranern ein Bündnis zur Zusammenarbeit ein, da sich die Terraner erhoffen, im Index auch die Koordinaten der Erde zu dem von Mulholland beschriebenen Schattenreich zu finden. Die Handlung verlagert sich daraufhin in eine bisher von den Phersunen verschonte Sternengruppe auf den Planeten Basslat, der von den vogelartigen Ramie bewohnt wird, und der auch das Reiseziel der Cairaner darstellte - in der Hoffnung dort den 5. Indexbewahrer vorzufinden.

Dort kommt es dann zum Showdown, in dem die obigen drei Handlungsverläufe dann endgültig verknüpft werden, und bei dem eine Reihe wichtiger Personen ums Leben kommen ...


Mein Eindruck:

Den ersten Band fand ich ganz vorzüglich. LL versteht es ausgezeichnet, die komplexen Handlungsstränge so zu verknüpfen, dass eine stringente spannende Handlung daraus entsteht. Zum Teil aus Sicht des Ramie-Stewart der SONNENHEIM, der sich den Protagonisten anschließt, wird die Handlung locker flockig erzählt, ohne albern zu wirken.

Im zweiten Band kommt es dann aber zu einem erzählerischen Bruch, da der Autor nicht nur viele Seiten dafür ver(sch)wendet, die Ereignisse des ersten Bande noch einmal zusammen zu fassen, sondern jeden eigentlich hinlänglich bekannten Fakt benutzt, den im Stile eines Rainer Castor noch einmal lang und breit zu erklären. Ich weis ja nicht, ob man hier einer vermuteten Demenz der Leserschaft vorbeugen will :rolleyes: , oder ob das schlicht Seitenschinderei ist, aber der Vorteil, dass ein Doppelband eine komplexe Geschichte flüssig aus einer Hand erzählt, wird so wieder fast völlig zunichte gemacht - sehr schade.

Zum Schluss wird der Leser dann aber mit einem spannenden Finale entschädigt.


PS: Der titelgebende Span spielte eher nur eine untergeordnete Rolle

Benutzeravatar
Darmok
Beiträge: 200
Registriert: 25.11.2017, 21:46
Hat sich bedankt: 2 Mal
Danksagung erhalten: 8 Mal

Re: PR 3046+3047 Die Stadt im Sturm / Der Sextadim-Span v. Leo Lukas

Beitrag von Darmok » 19.01.2020, 16:48

Laurin hat geschrieben:
19.01.2020, 03:10
Im zweiten Band kommt es dann aber zu einem erzählerischen Bruch, da der Autor nicht nur viele Seiten dafür ver(sch)wendet, die Ereignisse des ersten Bande noch einmal zusammen zu fassen, sondern jeden eigentlich hinlänglich bekannten Fakt benutzt, den im Stile eines Rainer Castor noch einmal lang und breit zu erklären. Ich weis ja nicht, ob man hier einer vermuteten Demenz der Leserschaft vorbeugen will :rolleyes: , oder ob das schlicht Seitenschinderei ist, aber der Vorteil, dass ein Doppelband eine komplexe Geschichte flüssig aus einer Hand erzählt, wird so wieder fast völlig zunichte gemacht - sehr schade.
Womöglich war das ein Service für die Altleser (das Kurzzeitgedächtnis lässt ja mit zunehmendem Alter nach).
Oder es war ein Test von Leo Lukas, ob die Romane überhaupt noch komplett gelesen (und nicht nur überflogen) werden.

Antworten