Entscheidung für ein neues Fahrrad

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Eisrose
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Entscheidung für ein neues Fahrrad

Beitrag von Eisrose » 30.06.2019, 02:17

Ja, ich will mir ein neues Rad zulegen - und zwar eins in der höheren Preisklasse.

Beim Fahrradhändler war ich eigentlich sofort von einer Pinion P1.18 Getriebeschaltung zusammen mit einem Riemenantrieb überzeugt, da ich was wartungsarmes haben will. Ich will losfahren und nichts weiter machen müssen.

Da mein Rad jetzt aber immer teurer und teurer wird, überlege ich, ob nicht doch eine Rohloff Speedhub besser ist, da man von der Pinion später wohl nicht mehr zu einer anderen Schaltung wechseln kann, da sie einen angepassten Rahmen braucht. Ausserdem ist die Rohloff wohl erwiesenermassen pflegeleicht. Jedenfalls hat mir das ein Freund geraten. Und jetzt weiss ich nicht, lach.

Anderseits habe ich gerde gesehen, dass es bei meiner engeren Auswahl eh keine Rohloff Speedhub gibt. Hier und hier gibts jedenfalls eh nur Pinion.

P.S. Das Garmin GPSMAP 66S wollte ich mir übrigens auch zulegen. Was hast du denn für ein Garmin?

P.P.S. Wenns nur um einfache Orientierung geht empfehle ich ansonsten ein Smartphone mit App von Komoot, lach. Das funktioniert supi.
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Laurin
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Re: Alternative: Rad- statt Autofahren?

Beitrag von Laurin » 30.06.2019, 03:54

Wow, ein feines Rädchen. Ich hatte bei Zahnriemen aber sofort die Assoziation von Übertragungsverlusten ... hab dann mal gegoogelt und das hier gefunden: Kette oder Riemen: was ist effizienter?

Das liest sich so, dass für den normalen Amateurfahrer sowohl Zahlriemen wie alle Nabenschaltungen (wohl auch die Rohloff) leichte Effizienzkiller sind ... Zahnriemen werden angeblich erst bei höherer Leistung vergleichbar - was ich aber immer noch nicht glaube, weil warum fahren Rennsportler nur Kettenschaltungen? Vorteile sind natürlich die Wartungsarmut ... aber wenn man sich eine Kettenschaltung einmal im Jahr von einem guten Radladen einstellen lässt - was normal nicht viel kostet - hat man eigentlich auch keine Probleme. Aber ein bisschen ist das wohl alles auch Fahrrad-Philosophie und auch eine Frage der persönlichen Vorlieben.

Jedenfalls würde ich ein Rad dieser Klasse dann auch versichern lassen - früher war so was ja auch über die Hausratversicherungen möglich.


Als Navi hab' ich mir das kleine Garmin eTrex Touch 25 geholt, viele meckern zwar über die etwas umständliche Bedienung und den trägen Prozessor, aber ich wollte was wo man die Akkus wechseln kann - sonst ist das Teil nach 2-3 Jahren ja schon wieder Sondermüll wenn man Pech hat. Die meisten Navis die ich mir angesehen hatte, haben festverbaute Akkus die man nicht wechseln kann - ein Unsinn! Und dieses Garmin hat ein kapazitatives Touch-Display, was man ohne Hintergrundbeleuchtung auch bei Sonneneinstrahlung gut ablesen kann. Dadurch hat es auch eine relativ lange Akkuleistung. Ich kann dann ja mal demnächst berichten ob es sich bewährt hat. Jedenfalls ist es schon mal nicht so intuitiv zu bedienen wie eine Auto-Navi und man muss sich da erst mal reinfummeln ...

Auf meinem Handy erkenne ich bei Sonnenlicht leider kaum noch was, dazu hat man auf längeren Touren irgendwann ein Stromproblem, und muss dann wieder ein Powerpack mitführen, braucht eine angepasste Halterung. Und wehe es regnet ... der Vorteil vom Handy ist natürlich die Sprachausgabe, das größere Display und die höhere Flexibilität. Diese Komoot-App soll ja gut sein, ich werde mir die auf jeden Fall zusätzlich auch mal draufladen.


PS: Vielleicht sollten wir mal eine Rad- und Wander-Rubrik aufmachen?

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Kjeldahl
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Re: Alternative: Rad- statt Autofahren?

Beitrag von Kjeldahl » 01.07.2019, 11:26

ist es nicht etwas übertrieben, gleich drei Räder zu haben?
Über die Jahre verteilt hatte ich durchaus mehrere Räder - aber nie gleichzeitig ;)
Die nicht-aktuellen wurden alle gestohlen :(

Das ist mein aktuelles Rad.... https://www.radfahren.de/test-teile/diamant-132/
das ich kaum benutze, aus Angst es auch zu verlieren.

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Re: Alternative: Rad- statt Autofahren?

Beitrag von Frosch » 01.07.2019, 12:07

Wer hat denn hier drei Räder?

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Re: Alternative: Rad- statt Autofahren?

Beitrag von Kapaun » 01.07.2019, 12:09

Naja, ich habe zwei Räder. Eins für die Erledigungen im Umkreis, eins (das eBike) für Touren oder Fahrten in die Stadt. Das normale Rad steht draußen, das eBike muss aus dem Keller geholt werden. Zumindest ist das die Theorie. Die Praxis sieht so aus, dass letztes Jahr für eine Dame im Rollstuhl ein Treppenlift eingebaut wurde. So weit, so gut. Blöd ist nur, dass dafür die Rampe an der Seite der Treppe zum Keller entfernt wurde, ohne auf der anderen Treppenseite eine neue zu bauen. Mit der Begründung, dass man die Räder dann ja mit dem Treppenlift aus dem Keller holen kann. Blöd ist nur, dass die funktionsfähige Installation dieses Lifts wegen diverser Unfähigkeiten der Installateure fast ein Jahr gedauert hat. Ganz blöd ist, dass man damit ein Rad nicht transportieren kann, weil es zu sperrig ist (man wird, egal, wie man es hinstellt, von den Sicherheitsbügeln erwischt, und ohne dass die unten sind, fährt das Ding nicht. Bei einem Klapprad würde es vermutlich gehen. Nun, das Ende vom Lied ist, dass ich das eBike jetzt immer oben habe und es dann natürlich auch immer benutze. Das "normale" Rad steht rum, obwohl meine künstlichen Knie dafür inzwischen zweifellos fit genug wären. Ach ja, der ursprüngliche Lift musste übrigens wieder komplett deinstalliert werden, zugunsten einer größeren Variante, die fest im Boden verankert ist, statt auf den Treppenstufen. Man hätte also die Rampe noch nicht mal entfernen müssen ...

Was ich damit sagen will? Ja, keine Ahnung eigentlich. Wahrscheinlich mich über Lehrer beschweren, die lieber Stuhlkreise machen, statt ihren Kindern Lesen und Rechnen beizubringen ...
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Re: Alternative: Rad- statt Autofahren?

Beitrag von Laurin » 01.07.2019, 12:31

Kjeldahl hat geschrieben:
01.07.2019, 11:26
ist es nicht etwas übertrieben, gleich drei Räder zu haben?
...
Naja, eins ist mein Alltags-MTB, das andere mein Zweit-MTB falls mal Besuch kommt. Das alte Damen-Rad habe ich kürzlich 'requiriert', wieder hergerichtet und mit einem stabilen Einkaufskorb versehen, da die zugehörige Hausbewohnerschaft schon vor Jahren ausgezogen ist und freundlicherweise alle Schlüssel stecken ließ. Das ist zwar eine Gurke, aber letztes Jahr hatte ich mich beim Absteigen vom MTB am hinten angeschraubten Einkaufskorb übel verletzt. Bei einem Damenrad muss man ja nicht über den aufgeschraubten Einkaufskorb turnen, sondern hat den bequemeren Einstieg.

Eigentlich habe ich aber noch ein viertes noch besseres MTB zerlegt im Keller, was ich mal in einem Gebüsch gefunden und bei der Polizei abgegeben hatte da es wohl geklaut war. Da sich niemand beim Fundbüro meldete, konnte ich es irgendwann abholen ... das fuhr sich toll, sah aber übel aus, so dass ich es mal zerlegt und lackiert hatte ... ich fürchte aber wenn ich das auch noch herrichte und im Hausflur ankette, killen mich meine Mitbewohner.
:giggle:

(Dass ich noch gerne ein Liegerad hätte verrate ich hier aber nicht :preif: )

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Re: Alternative: Rad- statt Autofahren?

Beitrag von giffi marauder » 01.07.2019, 13:13

Laurin hat geschrieben:
01.07.2019, 12:31
Das alte Damen-Rad habe ich kürzlich 'requiriert', wieder hergerichtet und mit einem stabilen Einkaufskorb versehen, da die zugehörige Hausbewohnerschaft schon vor Jahren ausgezogen ist und freundlicherweise alle Schlüssel stecken ließ. Das ist zwar eine Gurke, aber letztes Jahr hatte ich mich beim Absteigen vom MTB am hinten angeschraubten Einkaufskorb übel verletzt. Bei einem Damenrad muss man ja nicht über den aufgeschraubten Einkaufskorb turnen, sondern hat den bequemeren Einstieg.
Also diese "Sozius"-Stange am Herrenrad zur Beförderung von befreundeten Damen ist eh reichlich antiquiert. :-D
Spätenstens bei einer mehrtägigen Radtour mit Radtaschen und (Hoch-)Rucksack ist die nur hinderlich bzw. gemeingefährlich. :gruebel:

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Re: Alternative: Rad- statt Autofahren?

Beitrag von Lady Morgana » 01.07.2019, 20:16

Kjeldahl hat geschrieben:
01.07.2019, 11:26
ist es nicht etwas übertrieben, gleich drei Räder zu haben?
Über die Jahre verteilt hatte ich durchaus mehrere Räder - aber nie gleichzeitig ;)
Die nicht-aktuellen wurden alle gestohlen :(

Das ist mein aktuelles Rad.... https://www.radfahren.de/test-teile/diamant-132/
das ich kaum benutze, aus Angst es auch zu verlieren.
Schönes Rad, nutzt aber nichts, wenn Du es aus Angst kaum benutzt. Vielleicht hilft ja ein gutes Schloss oder ein Kettenschloss.
Das Leben ist schön - von einfach hat keiner was gesagt! ;)

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Re: Alternative: Rad- statt Autofahren?

Beitrag von Eisrose » 09.07.2019, 18:39

Laurin hat geschrieben:
30.06.2019, 03:54

Das liest sich so, dass für den normalen Amateurfahrer sowohl Zahlriemen wie alle Nabenschaltungen (wohl auch die Rohloff) leichte Effizienzkiller sind ... Zahnriemen werden angeblich erst bei höherer Leistung vergleichbar - was ich aber immer noch nicht glaube, weil warum fahren Rennsportler nur Kettenschaltungen? Vorteile sind natürlich die Wartungsarmut ... aber wenn man sich eine Kettenschaltung einmal im Jahr von einem guten Radladen einstellen lässt - was normal nicht viel kostet - hat man eigentlich auch keine Probleme. Aber ein bisschen ist das wohl alles auch Fahrrad-Philosophie und auch eine Frage der persönlichen Vorlieben.
Also ich hab meinen Fahradhändler so verstanden, dass die Kette nur dann besser ist, wenn sie optimal gepflegt wird und optimal eingestellt ist. Und dazu gehört durchaus mehr, als sie ein mal im Jahr zu warten. Ein Kette sollte nach jedem Regen geölt werden, nach jeder Waldfahrt gereinigt, regelmässig nachgestellt. Und so weiter und so fort... Ich war richtig geschockt, was man alles so machen sollte, lach...

Und wenn man das alles nicht macht, wie ich, ist der Riemenantrieb wohl sehr schnell auch effizienter. Wobei bei mir, neben meiner Faulheit was die Wartung angeht, noch ein paar andere Dinge dazu kommen:

Einmal fahre ich im Jahr etwa 8000 bis 10.000 Kilometer und da brauche ich so wie so schon mehrere Ketten. Und dann bin ich mal Probe gefahren und konnte nun wirklich nicht feststellen, dass sich der Riemenantrieb schwerer fährt. Gefühlsmässig hatte ich eher den gegenteiligen Eindruck. Und zu guter Letzt wäre es mir auch völlig egal, wenn ich tatsächlich ein oder zwei Prozentpünktchen weniger effizient fahren würde, lach.
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