Perry Rhodan - Erstauflage Heftbesprechungen

Erstauflage, NEO und Anderes
Laurin
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Re: Perry Rhodan - Erstauflage Heftbesprechungen

Beitrag von Laurin » 03.09.2018, 19:56

Meine Beschreibungen hier sind bewusst nur ein grobes Umreißen der Handlung und der Herausforderungen, denen sich die Protagonisten im aktuellen Geschehen gegenüber stehen; es sind keine Spoiler und keine Nacherzählungen, und verraten i.d.R. auch nicht die Auflösung der Story - sondern nur meinen persönlichen Eindruck.

Das ist als Service an die User hier gedacht, und sollen vielleicht ein bisschen neugierig machen. Naja, kann nicht immer gelingen. ;)

Wer sich wirklich ein Bild über die Romane machen will und da qualifiziert mitreden möchte, sollte vielleicht mal selber in die Hefte hineinschauen; das Flair eines Romans lässt sich halt nicht in einer groben Beschreibung wiedergeben. Dass nicht alle dasselbe gut oder schlecht finden, ist ja völlig normal.

Das Heft wird auch im PR-Forum sehr kontrovers diskutiert: https://forum.perry-rhodan.net/viewtopi ... f6cb7f2e36

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Heft 2977 - Die Kokon-Direktive von Michelle Stern

Beitrag von Laurin » 11.09.2018, 01:21

Auch im Solsystem leiden alle unter den Schmerzen der Hypersensibilisierung des Weltenbrandes, und es besteht eine Patt-Situation der Machtverhältnisse. Der Techno-Mahdi hat den 'Wohlfahrtsrat' installiert und hält die Loretta-Tender besetzt, welche mit dem Terranova-Schirm das Solsystem abschirmen; die LFG unter Resident Hekener Sharoun vermeidet es aber bislang, die Putschisten auch als Putschisten zu verfolgen, um einen Bürgerkrieg zu vermeiden - und versucht eine Lösung auf anderem Wege.

Dazu bekommt Bull den Oberbefehl über ein kleines Geschwader der mächtigen Jupiter-Klasse, mit dem Auftrag, die Loretta-Tender soweit zurück zu erobern, sodass man die Abriegelung des Terranova-Schirms aufheben kann. In Bulls Team befinden sich auch Gucky und der Spiegelteleporter Kaleb Barasi. Der kann ein Spiegelbild von sich erzeugen und damit sogar hochenergetische Schirme überwinden.

Atlan hat sich derweil abgesetzt und versucht auf eigene Faust mit Keratete's verschwundener FLORENCE LAMAR die Schlüsselfiguren von Putsch und Weltenbrand wieder zu finden. Toio und Shinae befinden sich wieder in Bulls Haus am Goshun-See, und der Haluter Tolot spielt Kindermädchen und passt auf die beiden auf.

Bull versucht zunächst eine möglichst gewaltfreie Lösung, und sendet Barasi und Gucky im Paraverbund aus, um die Lage in einem der Loretta-Tender zu erkunden und möglichst einen Zweifler bei den Techno-Mahdis zu finden und auf ihre Seite zu ziehen - um darüber dann auch andere Mahdisten zu überzeugen ihre Tender wieder freizugeben. Parallel dazu gibt es eine Propagandasendung des Wohlfahrtsrates, in dem der als Verursacher des Weltenbrands ES und die Unsterblichen beschuldigt, und entsprechende Gegendarstellungen des LFG - die Bevölkerung ist gespalten und niemand weis mehr so recht, wer nun die Wahrheit sagt. It's Fake-News-Time ...

Ob der Plan Bulls mit den Mutanten gelingt, oder ob er auf einen brachialeren Plan-B zurückgreifen muss - erfährt man dann im aktuellen Heft. Die Lage spitzt sich jedenfalls zu ...


Das vorliegende Heft ist der erste Teil eines Doppelbandes von Michelle Stern; wie die Geschichte endgültig ausgeht, erfährt man somit erst im Folgeroman.

Ich fand den Roman nicht schlecht erzählt, aber für mich bleiben zu viele Elemente der Sol-Ebene unerzählt, worunter dann leider die Glaubwürdigkeit und Plausibilität der Handlung leidet - was sich (zumindest bei mir) auch im Lesegenuss nachteilig niederschlägt. Ich hätte da viele offene Fragen, z.B.:
- Wie konnte der Techno-Mahdi NATHAN überwinden? Wie ist dort der Status?
- Was macht eigentlich der TLD? Wieso ahnte der mal wieder von nichts?
- Was macht die Solare Premier Catie Cheung derweil?
- Wieso geht niemand ernsthaft gegen die Mahdisten vor?
- Wieso wird der Wohlfahrtsrat nicht verhaftet?
- Wie ist der Zustand der Flotte (Zahlen, Machtverteilung)?
- Was ist mit PRAETORIA? Gibt's das überhaupt noch?
- Wieso kann Bulls Familie plötzlich wieder in ihre Villa am Goshun-See, aus der sie erst kürzlich fliehen musste
- Wieso gelingt es nicht, mit den vorliegenden Beweisen über die Verursachung des Weltenbrandes die Bevölkerung zu überzeugen?

Die Grundlegende Idee der Sol-Ebene ist nicht schlecht; Revolution von innen mit gewisser Unterstützung von außen - aber ich finde das Thema hätte wesentlich besser ausgearbeitet werden müssen, um auch wirklich glaubwürdig rüber zu kommen. An Spannung und guter Erzähltechnik mangelt es nicht, aber vor allem an den strategischen Details, die man als Leser gerne verstehen möchte, um die Erzählung wirklich nachvollziehen zu können. Schade ...

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Heft 2978 - Der Spiegelteleporter von Michelle Stern

Beitrag von Laurin » 18.09.2018, 01:31

Das vorliegende Heft ist der zweite Teil des aktuellen Doppelbandes von Michelle Stern, in dem nun der Fortgang der Ereignisse erzählt wird. Nach dem katastrophalen Fehlschlag, bei dem durch Sabotage eines Mahdisten ein Loretta Tender mit über tausend Menschen an Bord zerstört wurde, ist das Einsatzteam um Bull schwer geschockt.

Es gelingt dem Team im aller letzten Moment, in einer dramatischen Rettungsaktion von der abgesprengten Entdecker-Kugel noch mehrere hundert Menschen zu retten. Trotzdem ist an einen weiteren Beschuss der Tender nicht mehr zu denken. Bull versucht es nun mit einer Abschirmung der Loretta-Tender mittels von mehreren Jupiter-Raumern projetzierten Paratronfeldern, als ihn ein Anruf von einem der Tender erreicht.

Es meldet sich die Techno-Mahdistin Lima Portomessa von Tender-108, die geschockt mitbekommen hat, dass ihr skrupelloser Kollege Lephart Yutong für die Sabotage des zerstörten Tenders verantwortlich war. Sie bittet um ein 'Gespräch' - und wieder macht sich der Spiegelteleporter Barasi mit Gucky im 'Handgepack' auf, um mittels seiner Projektion mit Lima Kontakt aufzunehmen.

Lima ist aber nicht ganz ehrlich, sie beabsichtigt Gucky auf den Tender herüber zu ziehen, um Yutong zu überwältigen. Als Barasi's Projektion bei ihr ist, versucht der sie in ein einfühlsames Gespräch zu verwickeln, und wir erfahren das erste Mal mehr über die Hintergrunde der Organisation des Techno-Mahdi. Beim zweiten Gesprächsversuch sitzt auch Bull bei seinem Teleporterteam, weil er auch in Kontakt zu Lima treten will. Als die dann aber die Falle für Gucky aktiviert, ist statt Gucky gerade Bull in Barasi's unmittelbarer Nähe und wird statt Gucky auf den Tender herüber gezogen.

Aber auch Lima wurde hereingelegt, Yutong hatte sie durchschaut, durchkreuzt ihren Plan und nimmt nun beide, Lima und Bull gefangen - und entfernt gleich mal dessen Zellaktivator. Es beginnen hochdramatische Stunden, in denen Bull um sein Leben und das weiterer Tender-Besatzungen kämpft, die von dem wahnsinnigen Yutong bedroht sind ...


Nachdem mich der Vorgängerband wegen der vielen offenen Fragen des Gesamtsettings nicht so recht überzeugen konnte, hat mich nun der Folgeband völlig in seinen Bann gezogen. Vor allem das finale Kammerspiel um Bull überzeugt durch die hervorragende Charakterisierung des (nun nicht mehr) Unsterblichen, und durch eine mitreißende Dramatik - die auf dem Höhepunkt erschüttert, als ...
Spoiler
Bull vor die Wahl gestellt, sich oder die anderen Tender-Besatzungen zu retten, seinen Desintegrator auf seinen eigenen Zellaktivator richtet ...

Wie das spannende Geschehen ausgeht, erfahrt ihr im Heft, für das ich unbedingte Leseempfehlung gebe. :yes: :yes: :yes:

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Re: Perry Rhodan - Erstauflage Heftbesprechungen

Beitrag von Kapaun » 18.09.2018, 08:02

Mal kurz eine Anmerkung zu Mutanten: Wie wären Mutanten, wenn es welche gäbe? Also, Mutanten im rhodan'schen Sinn, mit übersinnlichen Fähigkeiten. Das ausführende Organ müsste wohl das Gehirn sein - niemand würde, denke ich, den Sitz des Gedankenlesens im großen Zeh vermuten. Oder in der Leber. Wenn man sich echte Mutationen anschaut, dann sind die in ihrem Variantenreichtum eher begrenzt: Vielleicht einen Finger mehr, vielleicht eine Fehlfunktion der Körperchemie, die sich in bestimmten Krankheitssymptomen äußert. Vielleicht auch eine Steigerung des Gehirnvolumens (ob das aktuell noch vorkommt, weiß ich nicht, aber es ist vorgekommen).

Die neuen Mutanten bei PR (angefangen bei Band 400) kommen mir so vor, als ob sie eher dem Versuch geschuldet sind, "mal was anderes zu bringen", während z.B. eine "reale" Teleportermutation höchstens in der Stärke der Ausprägung variieren würde. Warum? Nun, weil für die Mutationen ja bestimmte Gene verantwortlich wären (warum sind dann eigentlich Mutanten nie "gezüchtet" worden?), und die kann man ein- und ausschalten. Nur eine winzige Änderung des Haar-Gens beispielsweise lässt aus Haaren Federn werden, und umgekehrt. Aber es gibt meines Wissens keine Haar/Federn Hybriden. Und auch niemanden, bei dem die Haare in die Hände klatschen und Tango tanzen.

Ich würde also meinen, der scheer'sche Ansatz mit fünf oder sechs Fähigkeiten, die sich in verschiedenen Personen immer wieder manifestieren und im wesentlichen nur der Stärke nach variieren, kommt mir "realistischer" vor. Obwohl der olle Scheer so viel über Gene gar nicht gewusst haben dürfte ...

Ja, just my 2 Cents.
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Re: Perry Rhodan - Erstauflage Heftbesprechungen

Beitrag von Laurin » 18.09.2018, 10:23

Wohl wahr.

Mutanten sind aber ein sehr verführerisches Genre für die schreibende und filmende Zunft - wenn man mal an X-Men & Co denkt.

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Heft 2979 - Das Despina-Mysterium von Uwe Anton

Beitrag von Laurin » 26.09.2018, 01:34

Während Bull und sein Team um die Rückeroberung der Loretta-Tender und damit um die Öffnung des Terranova-Schirms kämpfen, befindet sich Atlan auf dem Spezial Entdecker MALCOM SCOTT DAELLIAN, und sucht die verschwundene FLORENCE LAMAR von Lotho Keraete, auf der er auch Adam von Aures vermutet. Beiden haben mit der Manipulation Wanderers zur Reproduktion von ON-Quanten, im Zusammenhang mit Bostichs Tod, den Weltenbrand über die Galaxis gebracht.

Während die DAELLIAN in der Nähe Neptuns kreuzt, wo die dramatischen Ereignisse ihren Ausgangspunkt genommen hatten, und intensiv nach der FLORENCE LAMAR ortet, wird die Stimmung an Bord aufgrund des Weltenbrands immer gereizter. Plötzlich empfangen die Ortungsgeräte einen schwachen Hyperfunkimpuls aus den Tiefen Neptuns. Da der Impuls halutische Prägung aufweist, holt Atlan zur Beratung und Verstärkung den unsterblichen Haluter Icho Tolot an Bord, der sich bislang auf Terra als KIndermädchen für Shinae, der Tochter von Reginald Bull und Toio Zindher, betätigt hatte.

Gemeinsam machen sich Atlan und Tolot, unterstützt von ein paar Taras, an Bord eines Atmosphärentauchers in die Tiefen Neptuns auf, um das Rätsel zu lösen.

Bei den folgenden turbulenten Ereignissen spielen mit: Unsere beiden Protagonisten, das Wrack der GOS'TUSSAN, ein Überlebender, ein halutisches Wrack aus den Zeiten der Lemurer (vor ca. 50.000 Jahren von der CREST III abgeschossen!), Keraetes 'schöne Familie' mit dem Aggregat Etain, und der verschwundene Neptunmond Despina. Auch YLA, die 'Tochter' NATHANS, kommt anschließend ins Spiel. Ausreichend Zutaten für eine spannende Geschichte ...
Spoiler
... in der es unter anderem um die Vision von postbiologischem Leben geht ...


Mir hat der Roman gut gefallen, wenngleich die sich andeutenden kosmischen Verwicklungen immer verschlungener werden. Sehr routiniert und glaubwürdig geschrieben, mit guten Charakterisierungen der handelnden Personen. Lediglich in der turbulenten Atmosphäre Neptuns ging mir manchmal die Orientierung etwas verloren, aber das passte durchaus zur Umgebung.

Sehr witzig auch die Erinnerungen Tolots an einen gebuchten 'Abenteuerurlaub' auf Zirkon, von dem er Atlan zwischendurch berichtet.

Ein Roman, den man schon alleine wegen der sich offenbarenden Zusammenhänge nicht vermissen sollte. :yes:

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Re: Perry Rhodan - Erstauflage Heftbesprechungen

Beitrag von Frank Chmorl Pamo » 26.09.2018, 08:05

Ich habe mich ja aus dem Verlagsforum verabschiedet, doch was ich aus dem Spoiler und den Postings zum Heft herauslese, bestärkt mich in meiner Entscheidung.

Das 100.000 km-Mysterium. Entweder wurde die "keinen Schritt näher oder du stirbst"-Regel über Bord geworfen, oder sie gilt aus irgendwelchen uns nicht bekannten Gründen nichtmehr. Dann aber erwarte ich, dass sich Atlan und Icho zumindest darüber wundern, wenn sie sich überhaupt näher heran trauen bzw. erstmal eine Erkundungssonde voranschicken, warum denn nix passiert und Neptun noch existiert. Ähnliche Probleme gabs unter M&V schon mehrmals, geändert hat sich nix. Ich denke mir aber meinen Teil, wenn CM in "Frag den Expokrat" sich äußert, er lese mit dem Herz und nicht mit dem Verstand.
Perrys Sprachlosigkeit in Sevcooris wird hier aufgewärmt, nur jetzt eben mit Icho und Atlan.
Der Verbleib eines abgeschossenen Haluterschiffs seit Jahrzehntausenden auf dem Neptun und besonders unter den wachen Augen des Solaren Imperiums, der Laren (die wären geil auf ein Althaluterschiff gewesen, also ab auf den Pritschenwagen des ADAC) und der Liga ist mir ebenfalls rational nicht erklärlich. Ich selber lese mit dem Verstand, also vielleicht daher ...

Naja, und dann die Zwischendenzeilenleserei bei den Foristen. Da wird Honig aus jedem Halbsatz gesogen

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Re: Perry Rhodan - Erstauflage Heftbesprechungen

Beitrag von Kapaun » 26.09.2018, 10:01

Haha, das hat CM geschrieben? Mit dem Herz statt mit dem Verstand? Das erklärt einiges. Aber WiVa (der ein begnadeter Stilist ist) scheint diesbezüglich auch nicht besser zu sein, wenn ich mir so anschau, was er gelegentlich zu wirtschaftlichen Fragen in PR schreibt ... Vielleicht lohnt es sich doch nicht, mit 3000 mal wieder anzufangen?
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Re: Perry Rhodan - Erstauflage Heftbesprechungen

Beitrag von Frank Chmorl Pamo » 26.09.2018, 11:04

Kapaun hat geschrieben:
26.09.2018, 10:01
Haha, das hat CM geschrieben? Mit dem Herz statt mit dem Verstand? Das erklärt einiges. Aber WiVa (der ein begnadeter Stilist ist) scheint diesbezüglich auch nicht besser zu sein, wenn ich mir so anschau, was er gelegentlich zu wirtschaftlichen Fragen in PR schreibt ... Vielleicht lohnt es sich doch nicht, mit 3000 mal wieder anzufangen?
https://forum.perry-rhodan.net/viewtopi ... rz#p618261
Für mich selbst gilt: Ich lese weniger mit dem Kopf, mit dem Verstand ... sondern viel mehr mit dem Herz, mit dem Gefühl. So bin ich -- das heißt nicht, dass das die ultimativ richtige Methode ist. Andere sind anders. Das ist auch gut so.

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Re: Perry Rhodan - Erstauflage Heftbesprechungen

Beitrag von Laurin » 26.09.2018, 11:14

Also es wäre ja nicht so, dass ich nichts zu kritisieren hätte. Insbesondere wenn es um strategische Aspekte geht, fehlt mir da oft was. Der Zusammenbruch des Kristallimperiums oder auch der versuchte Maahdi-Putsch im Solsystem waren für mich nicht recht nachvollziehbar. Oft wird die Entwicklung dann aus der 'Frosch-Perspektive' einzelner Personen beschrieben, statt mal öfter in die zentrale strategische Übersicht zu wechseln. Auch Bostichs Verwandlung in eine Art Comic-Monster, statt dass man dessen faszinierende auf dem Grat von Gut und Böse wandelnde Persönlichkeit stärker nutzt, hat mir gar nicht gefallen. Mir gefällt auch nicht, wie (bzw. dass) verschiedene Unsterbliche aus der Handlung genommen wurden (Tiff, Tek und Alaska), oder dass Roi's Schicksal mit der SOL einfach totgeschwiegen wird, dass ES nun anscheinend herausgeschrieben wurde ... usw. usw., meine Liste ist lang.

Dass Rhodan in Sevcooris nicht die naheliegenden Fragen gestellt hat, stimmt - in der aktuellen Handlung sehe ich das Problem aber nicht, und denke mir, es wird schon irgendwelche Gründe haben wieso eine 100.000 km-Zone von Wanderer (was ja eh nicht das originale Wanderer sein soll) nicht mehr gilt, oder wieso man ein Raumschiffs-Wrack in den unwirtlichen Tiefen von Neptun nicht früher gefunden hat.

Trotzdem muss man konstatieren, dass von den Autoren aktuell eine faszinierende Entwicklung geschildert wird, und keiner der Leser wirklich weis, auf was das am Ende hinauslaufen wird. Auch die Qualität der Einzelromane ist meist erfreulich hoch - vor allem wenn man das mal mit früheren Zeiten vergleicht. Dass uns nicht alles gefällt, was da geschildert wird, halte ich für normal - es ist das gute Recht der Autoren der Serie ihren eigenen Stempel aufzudrücken. Würden sie uns nach dem Bart schreiben, wäre es vermutlich ein langweiliger Brei - so bleibt es aber immer überraschend und damit spannend!

Kleinere Fehler - geschenkt ... solange der Gesamtzusammenhang glaubwürdig dargestellt wird, und es faszinierend bleibt. Bei dem Fakten-Balast von fast 3000 Heften plus Spin-Offs lassen sich kleine Fehler m.E. überhaupt nicht vermeiden. Für mich überwiegt der positive Aspekt meine kritischen Punkte deutlich, und die Freude jede Wochen ein neues Heft mit Fortsetzung der Rhodan-Saga zu bekommen, bei weitem. Man darf nur nicht zu viel in den krittelnden Detailkommentaren im PR-Forum lesen, die einem manchmal schon etwas runter ziehen können ...

:rolleyes:

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Re: Perry Rhodan - Erstauflage Heftbesprechungen

Beitrag von Kapaun » 26.09.2018, 12:14

Laurin hat geschrieben:
26.09.2018, 11:14
Mir gefällt auch nicht, wie (bzw. dass) verschiedene Unsterbliche aus der Handlung genommen wurden (Tiff, Tek und Alaska), oder dass Roi's Schicksal mit der SOL einfach totgeschwiegen wird, dass ES nun anscheinend herausgeschrieben wurde ... usw. usw., meine Liste ist lang.

Ach, mit Tek konnte ich noch nie was anfangen, und mit Alaska schon lange nicht mehr. Mit Tiff seit seinem Wandervogel-Ausflug auch nicht mehr. Gut, er stand nie so im Rampenlicht, aber ohne diesen Wanderquatsch hätte man aus der Figur durchaus noch was machen können. ES - naja, in homöopathischen Dosen fand ich ihn früher ganz okay, vor allem solange noch nicht zu viel um ES herum bekannt war (wie diesen ganzen Höhere-Mächte-Blödsinn). ES als Singularität mit nie ganz nachvollziehbaren Motiven war okay, aber jetzt hätte ich nix dagegen, wenn der Nervbeutel verschwindet. Aber ich achte schon sehr auf eine logisch stimmige Geschichte.
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Heft 2980 - Die Eisigen Gefilde von C. Montillon

Beitrag von Frank Chmorl Pamo » 01.10.2018, 10:24

Wenn ich nicht allzu falsch liege mit dem was ich hier herauslese
https://forum.perry-rhodan.net/viewtopi ... 01#p621270
dann wundere ich mich doch sehr. Da wird ein "unmöglicher Planet" entdeckt, und zumindest Florence wird nicht besonders neugierig und mit ihr wohl der Rest der Crew samt Atlan. Den Roman aus der Sicht einer Person zu schreiben, schön und gut. Wenn sie auch sonst genauso wissbegierig ist, dann hängt sie vielleicht schlicht wegen ihrer klammen Bordkasse in Cetus fest.
Neben vielem Anderen sinds solche Mangel an Figurengestaltung, auf denen meine Entfremdung von Perry Rhodan fußt.
Ich frage mich, warum man solch exotische Schauplätze einführt, ohne dann ein gesteigertes Interesse seitens der Protagonisten zu schildern.
SOW schön, aber nur als Eyecandy bzw. Zuckerglasur?

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Re: Perry Rhodan - Erstauflage Heftbesprechungen

Beitrag von Richard » 01.10.2018, 19:12

Nun ... es wird in dem Band thematisiert, dass dieser "Planet" sehr sicher künstlich "erzeugt" wurde und auch gewisse Gegebenheiten (zb. der Wechsel der Gravitationsachse beim Überqueren der Kante, die damit einhergehnde Verdreifachung der Graviatation mit dem gleichzeitigem Ausfall aller Technik spricht dafür ...).

Ich bin nicht sicher ob das alles im Spoiler erwähnt wird.

@Frank: ich weiss nicht ob du die EA nicht mehr liest oder einfach mit dem Lesen etwas hinterherhinkst ... deshalb: sorry, falls ich Dich da jetzt gespoilert habe aber der offizielle Erstverkaufstag war schon.

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Re: Perry Rhodan - Erstauflage Heftbesprechungen

Beitrag von Laurin » 02.10.2018, 00:28

Ich lese noch ... da ich mein Bein verletzt habe, dauert das noch ... ;)

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Re: Perry Rhodan - Erstauflage Heftbesprechungen

Beitrag von Vivian-von-Avalon » 02.10.2018, 09:25

Laurin hat geschrieben:
02.10.2018, 00:28
Ich lese noch ... da ich mein Bein verletzt habe, dauert das noch ... ;)
:???: Dann müsste es doch gerade schneller gehen, weil Du wahrscheinlich Zeit zum Lesen hast ... :???:
Tue, was Du willst, solange Du niemandem damit schadest.
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