Game of Thrones

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Eisrose
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Re: Lieblingsserien

Beitrag von Eisrose » 10.05.2019, 20:26

Guckt hier jemand Game of Thrones Staffel 8? Wenn ja, lohnt sich das? Und noch mal wenn ja, wie war Staffel 7?
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Tennessee
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Re: Lieblingsserien

Beitrag von Tennessee » 12.05.2019, 08:34

Eisrose hat geschrieben:
10.05.2019, 20:26
Guckt hier jemand Game of Thrones Staffel 8? Wenn ja, lohnt sich das? Und noch mal wenn ja, wie war Staffel 7?
Salut Eisrose,

ja, ich schaue Staffel 8 von GoT und ich finde, dass die Staffel 7 und Staffel 8 vieles von der Tiefe und Komplexität der Charaktere und Geschichte, die über viele Staffeln aufgebaut wurde, simplifizieren und "veroberflächlichen". Ich habe schon den Eindruck, dass die Staffeln 1-5 sehr stark davon profitierten, dass G.R.R. Martins Geschichten stärker ausformuliert waren und auch in Season 6 der inhaltliche Weg noch recht deutlich war. Es zeigte sich punktuell schon vorher, dass die Autoren/Showrunner, je mehr sie sich von der Vorlage entfernten, die Handlung und das Personal bei weitem nicht so tief und schillernd zu gestalten verstanden wie Martin. Hier sei mal das Beispiel um die "Dorn-Handlung" angeführt.

Es gibt in der aktuellen Staffel einzelne Szenen oder Sequenzen, die ich sehr berührend finde, z.B.
Spoiler
hat mich Gwendoline Christie sehr gerührt, als sie endlich als erste Frau zum Ritter(in) geschlagen wurde.
Insgesamt schaue ich - leider - nun als Zuschauer die Serie und sage mir: Jetzt reicht es aber auch. Gut, dass sie zu Ende geht.

Aber ob sich die Staffel "lohnt", muss jeder Zuschauer selbst entscheiden.

lg
Ten.
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Re: Lieblingsserien

Beitrag von LaLe » 12.05.2019, 09:24

Ich war mit dem Start der TV-Serie bei GoT raus. Zum einen schreckten mich die Abweichungen zur Vorlage (Catelyn) ab (aus diesem Grund schaue ich auch nicht TWD) zum anderen komme ich noch heute nicht mit der völlig sinnfreien Eindeutschung der Eigennamen klar (Graufreuds, Königsmund, Casterlystein?). Die verleidete mir dann auch die weitere Lektüre der deutschen Buchausgabe. A Dance with Dragons habe ich bis heute nicht gelesen...

Wenn ich mir dagegen anschaue, was für Gedanken sich eine Margaret Carroux bei der Übersetzung des Herrn der Ringe gemacht hat (ich bin kein Freund der Krege-Version bzw. dem, was ich davon kenne)...

Sollte Martin die Bücher einmal zu einem Ende bringen, werde ich wohl zum Original greifen. Bis dahin bleibt A Song of Ice and Fire für mich unvollendet, ein uneingelöstes Versprechen.

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Eisrose
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Re: Lieblingsserien

Beitrag von Eisrose » 12.05.2019, 10:12

Hintergrund meiner Frage war ein bisschen, dass ich zwar die Staffeln 1 bis 3 sehr gut fand, die Staffeln 4 und 5 dann aber in meinen Augen stark nachgelassen haben und Staffel 6 fand ich so schlecht, dass ich Staffel 7 bisher gar nicht geguckt hatte. Hätte ja sein können, dass sich das wieder bessert...

Zum Anfang gab es tief gezeichnete Charaktere, ungewöhnliche Perspektiven und eine schwer vorhersehbare Handlung. Bis heute finde ich, dass die Schlacht um Winterfell am Ende von Staffel 2, wo die Schlacht auch aus der Perspektive der Frauen gezeigt wurde, die im Bergfried zusammengepfercht waren, mit das Beste war, was ich zum Thema Mittelalter je gesehen habe. Man sass zum Anfang der Serie einfach nur staunend vor dem Bildschirm.

Das liess meiner Meinung nach aber schon in Staffel 4 nach. In den ersten Staffeln konnten auch noch die Helden kurz mal wegsterben, lach. Angeblich sollte das diese Serie sogar ausmachen. Nur das war eigentlich schon ab Staffel 4 beendet. Plötzlich gewannen immer mehr "die Guten" und es wurde vorhersebar. Nur damit unterschied sich die Serie durch nichts mehr vom üblichen Schund.

Höhepunkt dieser Entwicklung war dann Staffel 6. Da wurde es sogar noch dadurch schlimmer, dass man manchmal lieblos über ein Thema drübergehuscht ist. Einfach nur um einen Handlungsstrang abzuschliessen oder man hatte sogar den Eindruck, dass die Zeit gefüllt werden musste... Zum Glück erinnere ich mich gar nicht mehr so genau an diese Staffel, lach.

Naja. Ich habe dann mal gestern doch noch mit Staffel 7 begonnen und will bis zum Finale übernächsten Sonntag auf dem Laufenden sein, da ich dann zum Finalegucken eingeladen bin. Das eine oder andere Déjà-vu hatte ich auch schon, vielleicht habe ich Staffel 7 doch schon gesehen, lach. Kann auch sein, dass ich die Staffeln 6 und 7 verwechsle. Ich hoffe jedenfalls, dass ich mich nicht zu sehr ärgere...
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Re: Lieblingsserien

Beitrag von Kapaun » 12.05.2019, 13:00

LaLe hat geschrieben:
12.05.2019, 09:24
Ich war mit dem Start der TV-Serie bei GoT raus. Zum einen schreckten mich die Abweichungen zur Vorlage (Catelyn) ab (aus diesem Grund schaue ich auch nicht TWD) zum anderen komme ich noch heute nicht mit der völlig sinnfreien Eindeutschung der Eigennamen klar (Graufreuds, Königsmund, Casterlystein?). Die verleidete mir dann auch die weitere Lektüre der deutschen Buchausgabe. A Dance with Dragons habe ich bis heute nicht gelesen...

Wenn ich mir dagegen anschaue, was für Gedanken sich eine Margaret Carroux bei der Übersetzung des Herrn der Ringe gemacht hat (ich bin kein Freund der Krege-Version bzw. dem, was ich davon kenne)...

Sollte Martin die Bücher einmal zu einem Ende bringen, werde ich wohl zum Original greifen. Bis dahin bleibt A Song of Ice and Fire für mich unvollendet, ein uneingelöstes Versprechen.
Das möchte ich unterstreichen. Die sinnlose Eindeutschung von Namen bzw. Bezeichnungen geht mir auch auf den Wecker. Generell. Im ersten Buch von "Honor Harrington" wird sie noch nicht mal konsequent durchgehalten. Manche Raumschiffklassen und Dienstgrade wurden übersetzt, andere nicht. Überhaupt sind die Übersetzungen in den letzten Jahren oft von so schlechter Qualität, dass ich dazu übergegangen bin, Bücher soweit möglich im Original zu lesen. Da die meisten eh englisch sind, geht das in der Regel. Obwohl mir das ... ich will nicht sagen Mühe bereitet, aber doch deutlich langsamer vonstatten. Gerade Weber (Honor Harrington) zum Beispiel schreibt einen ziemlich elaborierten Code, da hat man schon zu knabbern. Martin liest sich da viel flüssiger.

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Re: Lieblingsserien

Beitrag von LaLe » 12.05.2019, 14:10

@Eisrose

Die abnehmende Qualität könnte im Fehlen einer Grundlage begründet sein. Die Romane sind so ziemlich das Beste was man im Genre in die Finger bekommen kann.

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Re: Lieblingsserien

Beitrag von Eisrose » 14.05.2019, 19:54

So, ich bin durch mit Game of Thrones, es fehlt mir nur noch die allerletzte Folge. Staffel 7 fand ich besser als Staffel 6 und Staffel 8 war bisher durchwachsen. Meine Bewertung: Folge 1 von Staffel 8 ging so, Folge 2 und 3 waren Mist, Folge 4 ging wieder und Folge 5 war aus meiner Sicht ganz gut.

Ein paar Details dazu:
Spoiler
Viel zu schnell ging nach meiner Meinung die negative Entwicklung von Daenerys. Grosser Mist war der schlecht gemachte Sex zwischen verschiedenen Darstellern. Und tief ins Klo haben die Drehbuchautoren bei Sansas Aussage gegriffen, dass sie quasi erst vergewaltigt werden musste, um eine starke Frau zu werden.

Sieht man aber davon ab, gings eigentlich. Folge 3 war eigentlich nur Mist, weil ich keine Folgen mag, in denen nur gekämpft wird. Andere werden diese Folge super gefunden haben, Special Effects waren ja genug vorhanden. Und bei Folge 5 kann ich die zahlreiche Kritik nicht so richtig verstehen. Das war durchaus ein würdiges Vorfinale.


Und wer sollte den Eisernen Thron erobern, also das Game of Thrones gewinnen:
Spoiler
Vor Folge 5 hätte ich wahrscheinlich gesagt, bitte nicht Jon oder Daenerys. Nach Folge 5, also nachdem Daenerys ganz zu den Bösen gewechselt ist, würde ich sie zumindest Jon vorziehen. Es soll ja wie im echten Leben sein.

Gut hätte ich persönlich Cersei gefunden. Wenn das Böse gewinnt, hätte das was vom echten Leben, lach. Aber ich weiss natürlich, dass das Ärger mit den Fans gegeben hätte, kann man also nicht machen. Jetzt ist sie so wie so tot, falls sie nicht wieder aufersteht, man weiss ja nie.

Tyrion ginge auch noch. Aber das wäre nicht wirklich emotional und ausserdem vorhersehbar. Irgendwo ist er der einzige durchgehend positiv besetzte Held, was ihn als "Sieger" eigentlich langweilig macht.

Vergriffen ist Sansa. Nachdem die Drehbuchautoren ihre Vergewaltigung zur Ursache ihrer Stärke gemacht haben, fällt sie leider aus. Wenn sie es wird kann man die ganze letzte Staffel in die Tonne treten.

Arya würde mir persönlich am meisten gefallen. Sie hat niemand so richtig auf dem Schirm und das käme jedenfalls unvermittelt. Und zu den Bösen gehört sie objektiv betrachtet eigentlich auch, immerhin ist sie eine Meuchelmörderin. Natürlich müsste sie auch noch Daenerys hinmeucheln, lach.

Aber meine Vermutung ist: es wird Jon werden. Die Drehbuchautoren trauen sich nichts anderes und der stösst wohl am wenigsten auf Widerstand. Mein zweiter Tipp wäre noch Tyrion, aus den gleichen Gründen, also weil die Autoren feige sind und sie seit Staffel 4 den Weg des geringsten Widerstandes gehen.

Na warten wirs mal ab. Nach Folge 5 kann vielleicht noch ein Wunder passieren, lach. Jedenfalls macht mir die Folge 5 wieder Mut für ein gutes Finale.
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Re: Lieblingsserien

Beitrag von LaLe » 15.05.2019, 07:46

Eisrose hat geschrieben:
14.05.2019, 19:54
Spoiler
Und tief ins Klo haben die Drehbuchautoren bei Sansas Aussage gegriffen, dass sie quasi erst vergewaltigt werden musste, um eine starke Frau zu werden.
Ganz ehrlich? Was daraus wieder gemacht wird ist der eigentliche Griff ins Klo. Ihr ist Schlimmes widerfahren und statt dass sie sich jetzt in ihrer Opferrolle suhlt zieht sie aus dem Geschehenen, und insbesondere daraus, dass sie das überlebt hat, Mut, Kraft und Stärke. That´s it.

Der Rest ist reflexhafter feministischer Bullshit, denn natürlich macht so eine Erfahrung etwas mit einem Menschen. Und wenn sich diese nicht fortwährend in ihrem einmal erlittenen Leid suhlen sondern das verarbeiten und in "positive" Energie umwandeln können, dann ist das gut.

Es geht nicht darum, was einem widerfährt sondern darum, was man daraus macht. Und Letzteres kann immer etwas Positives sein.

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Re: Lieblingsserien

Beitrag von giffi marauder » 15.05.2019, 09:03

Eisrose hat geschrieben:
14.05.2019, 19:54
So, ich bin durch mit Game of Thrones, es fehlt mir nur noch die allerletzte Folge. Staffel 7 fand ich besser als Staffel 6 und Staffel 8 war bisher durchwachsen. Meine Bewertung: Folge 1 von Staffel 8 ging so, Folge 2 und 3 waren Mist, Folge 4 ging wieder und Folge 5 war aus meiner Sicht ganz gut.
Das Problem mit GoT ist, dass die Erwartungshaltungen zu hoch sind.

Ich kann mich noch gut ans erste Buch erinnern.
Angefangen habe ich mit der Erwartungshaltung auf einen netten, typischen Fantasyroman,
also Ned Stark wird neuer König.
Dann war er tot.
Dieses (brutale) ausbrechen aus tradierten Erzählmustern, die im Grunde
die gleiche Geschichte immer wieder nur in neuen Kleidern erzählen,
hat mich damals ungemein fasziniert.

Das Problem war dann aber, dass genau diese "Brüche" zur Normalität wurden.
Damit wurde irgendwann jeder Erzählstrang und jede Figur "episodisch" und die "Geschichte"
entwickelte sich nicht mehr, trat im Grunde auf der Stelle.

Wie könnte es nun aber "befriedigend" enden?
Nach Schema F, indem Jon, der zwar Anfangs eher eine Nebenrolle war und
nun schon gefühlt 2/3 der Story "die" Hautperson ist, König wird
wie es von einer "normalen" Geschichte erwarten würde?
Also ein Bruch mit den Brüchen und zurück zu einer "normalen" Geschichte?
Das wird viele enttäuschen.

Oder endet es wie es begonnen hat, mit einer "Überraschung",
mit einer "neuen" Figur, die dem Schlamassel ein Ende setzt.

Ich denke da an die paar Zeilen die Varis noch verfaßt und dann doch verbrannt hat.
An wen waren die gerichtet?

Aber auch das wird vielen nicht gefallen.

Aber wer weiß, vielleicht gibts ja auch eine dritte Möglichkeit.
Schaun mer mal. :-)

Meine persönliche Vermutungen:
Spoiler
Meine ursprüngliche Vermutung war, dass die Whitewalker unaufhaltsam bis nach Süden marschieren,
dass das Eis alles für Jahrhunderte einfach zudeckt,
also alles Streben, alles Sehen, alle Kämpfe im Grunde vergeblich und bedeutungslos waren
und alle Geschichten hier einfach enden. :-)

Obwohl der lange Winter ja trotzdem noch kommen könnte, ist das ja nun eher unwahrscheinlich.
Dazu hätte man in Winterfell verlieren und in einem gigantischen Exodus den Norden aufgeben müssen.

Bleibt noch, dass die Geschichte endet, wie sie im Grunde begonnen hat.
Eine verrüchte Tagarin am Eisernen Thron und der Beginn einer Rebellion.

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Re: Lieblingsserien

Beitrag von LaLe » 15.05.2019, 09:19

Es sollte mich wundern, wenn
Spoiler
Daenerys am Ende der 8. Staffel noch lebt.
Ich muss aber gestehen, dass ich keinen blassen Schimmer habe wer am Ende den Thron besteigen könnte. Was spräche denn dagegen, wenn es den Eisernen Thron selbst am Ende gar nicht mehr gibt?

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Re: Lieblingsserien

Beitrag von giffi marauder » 15.05.2019, 09:28

LaLe hat geschrieben:
15.05.2019, 09:19
Es sollte mich wundern, wenn
Spoiler
Daenerys am Ende der 8. Staffel noch lebt.
Ich muss aber gestehen, dass ich keinen blassen Schimmer habe wer am Ende den Thron besteigen könnte. Was spräche denn dagegen, wenn es den Eisernen Thron selbst am Ende gar nicht mehr gibt?
Bei GoT spricht im Grunde nie etwas weder für noch gegen etwas. :-D

Kleiner Nachtrag:
Schmerzlich vermißt habe ich ja eine Erklärung für die unregelmäßigen Entkoppelung von astronomischen Jahren und
den Jahreszeiten.
Das Konzept ist ja durchaus spannend. :wub:
Hier wär ein zweiter Mond eine schöne Idee gewesen, die Achsneigung des Planeten zu destabiliseren,
aber anscheinend haben die auch bloß einen.
Nun womöglich findet sich in Altsass das eine oder andere Pergament, das sich damit beschäftigt,
wer weiß. :-)

Eine ähnliche Idee liegt ja auch den Helliconia Büchern von Aldiss zugrunde.
Aber die habe ich nie gelesen, sind die empfehlenswert? :gruebel:

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Re: Lieblingsserien

Beitrag von Kapaun » 15.05.2019, 09:41

Absolut empfehlenswert. Sie greifen sich drei Zeitpunkte im Ablauf des Jahres heraus und entwickeln daraus ihre Story. Auch mit anderem Stil, je nach dem Entwicklungsstand der Gesellschaft. Und sie haben dabei mehr Ideen als manch "normales" Lebenswerk ...

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Re: Lieblingsserien

Beitrag von giffi marauder » 15.05.2019, 09:55

Kapaun hat geschrieben:
15.05.2019, 09:41
Absolut empfehlenswert. Sie greifen sich drei Zeitpunkte im Ablauf des Jahres heraus und entwickeln daraus ihre Story. Auch mit anderem Stil, je nach dem Entwicklungsstand der Gesellschaft. Und sie haben dabei mehr Ideen als manch "normales" Lebenswerk ...
Ok, let's have a try. :-)

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Re: Lieblingsserien

Beitrag von Eisrose » 15.05.2019, 10:00

LaLe hat geschrieben:
15.05.2019, 07:46
Eisrose hat geschrieben:
14.05.2019, 19:54
Spoiler
Und tief ins Klo haben die Drehbuchautoren bei Sansas Aussage gegriffen, dass sie quasi erst vergewaltigt werden musste, um eine starke Frau zu werden.
Ganz ehrlich? Was daraus wieder gemacht wird ist der eigentliche Griff ins Klo. Ihr ist Schlimmes widerfahren und statt dass sie sich jetzt in ihrer Opferrolle suhlt zieht sie aus dem Geschehenen, und insbesondere daraus, dass sie das überlebt hat, Mut, Kraft und Stärke. That´s it.

Der Rest ist reflexhafter feministischer Bullshit, denn natürlich macht so eine Erfahrung etwas mit einem Menschen. Und wenn sich diese nicht fortwährend in ihrem einmal erlittenen Leid suhlen sondern das verarbeiten und in "positive" Energie umwandeln können, dann ist das gut.

Es geht nicht darum, was einem widerfährt sondern darum, was man daraus macht. Und Letzteres kann immer etwas Positives sein.
Nur die Drehbuchautoren haben es nicht so dargestellt, als das es darum ginge, dass man aus schlechten Erfahrungen etwas Positives machen muss. Sie haben es so dargestellt, dass ihr das widerfahren musste, um eine interessante und starke Persönlichkeit zu werden. Es wird doch explizit gesagt, dass sie eine völlig langweilige Person geworden wäre, wenn ihr das alles nicht widerfahren wäre. Und das ist nicht nur Blödsinn, das ist ein Griff ins Klo.

Man ist nicht stark wegen einer Vergewaltigung. Man ist stark trotz einer Vergewaltigung. So einfach ist das.
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Re: Lieblingsserien

Beitrag von LaLe » 15.05.2019, 10:05

Eisrose hat geschrieben:
15.05.2019, 10:00
Es wird doch explizit gesagt, dass sie eine völlig langweilige Person geworden wäre, wenn ihr das alles nicht widerfahren wäre.
Sie war bis dahin bereits eine völlig langweilige Person.

Das hier
Man ist nicht stark wegen einer Vergewaltigung.
hat niemand gesagt.

Das hier
Man ist stark trotz einer Vergewaltigung.
stimmt im konkreten Fall nicht, denn stark wurde sie erst durch deren Bewältigung.

Ich will dir deinen Trigger aber nicht ausreden. Meinethalben halte das weiter für Blödsinn.

Aber anzunehmen, dass irgendwer - und sei es nur ein schlechter Drehbuchschreiber - eine Vergewaltigung für eine tolle Sache hält, die alle Frauen mal durchmachen sollten, damit sie sich zu starken Persönlichkeiten entwickeln können, denn anders geht das ja nicht, ist ... nee, das schenke ich mir besser.
Zuletzt geändert von LaLe am 15.05.2019, 12:50, insgesamt 1-mal geändert.

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