Preisentwicklung

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giffi marauder
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Re: Preisentwicklung

Post by giffi marauder »

Eisrose wrote: 10.05.2022, 12:13 Mir scheint: der Krieg wird zum Normalzustand. Auch bei Hart aber Fair wurde gestern schon mal auf einen jahrelangen Krieg in der Ukraine eingestimmt. Aber ihr wollt es ja nicht anders...
:rolleyes:
giffi marauder
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Re: Preisentwicklung

Post by giffi marauder »

Laurin wrote: 13.05.2022, 12:35 Wagenknecht redet im Bundestag zu den Preissteigerungen und wirft der Ampel schwere Versäumnisse und einen fatal falschen Kurs vor: https://www.youtube.com/watch?v=avtmxgsVux8
Da hier kein Untertitel ist, kann ich nur vermuten, was die da so vorwirft.
Ich gehe jedoch davon aus, dass sie recht hat.
Zumindest soweit es SPD und FDP betrifft. ;)
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Re: Preisentwicklung

Post by Laurin »

Sie weist darauf hin dass wir in Europa mit die höchsten Preissteigerungen haben, obwohl wir aufgrund der Lieferverträge bislang immer noch mit billiger russischer Energie beliefert werden (bzw. wurden), dass sich offensichtlich Mineralölfirmen am Krieg bereichern, und dass unsere Regierung dass alles so geschehen lässt während andere Länder wie z.B. Portugal und Spanien gesetzliche Preisbeschränkungen im Energiesektor verfügt haben - und dass die grünen Minister lediglich darauf hinweisen dass durch den Krieg nun halt alles teurer wird, die armen Leute in Deutschland aber am verzweifeln sind, selbst der Mittelstand in Nöte gerät, und die Ampel-Regierung statt dem entgegen zu steuern sogar noch weitere Energiesanktionen will (Baerbock: 'Wir werden die russischen Energielieferungen auf Null bringen - für IMMER!'.

Ihre Grundthese dabei ist: Wir schaden uns durch diese Sanktionen selber mehr als Russland.
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Re: Preisentwicklung

Post by giffi marauder »

Laurin wrote: 13.05.2022, 14:10 Sie weist darauf hin dass wir in Europa mit die höchsten Preissteigerungen haben, obwohl wir aufgrund der Lieferverträge bislang immer noch mit billiger russischer Energie beliefert werden (bzw. wurden), dass sich offensichtlich Mineralölfirmen am Krieg bereichern, und dass unsere Regierung dass alles so geschehen lässt während andere Länder wie z.B. Portugal und Spanien gesetzliche Preisbeschränkungen im Energiesektor verfügt haben - und dass die grünen Minister lediglich darauf hinweisen dass durch den Krieg nun halt alles teurer wird, die armen Leute in Deutschland aber am verzweifeln sind, selbst der Mittelstand in Nöte gerät, und die Ampel-Regierung statt dem entgegen zu steuern sogar noch weitere Energiesanktionen will (Baerbock: 'Wir werden die russischen Energielieferungen auf Null bringen - für IMMER!'.

Ihre Grundthese dabei ist: Wir schaden uns durch diese Sanktionen selber mehr als Russland.
Nun, ich denke nicht, dass der wirtschaftliche Schaden für uns größer ist, als für Russland.
Ich denke allerdings, dass wir etwas zimperlicher sind als die Russen. ;)
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Re: Preisentwicklung

Post by Laurin »

Und warum hat der € dann sowohl gegenüber USD und Rubel deutlich an Wert verloren?
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Eisrose
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Re: Preisentwicklung

Post by Eisrose »

Laurin wrote: 14.05.2022, 01:07 Und warum hat der € dann sowohl gegenüber USD und Rubel deutlich an Wert verloren?
Weil wir eine französische EZB-Chefin haben, die die Zinsen nicht erhöhen will.
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Re: Preisentwicklung

Post by Laurin »

Naja,
die Geldpolitik ist ja seit Draghi die gleiche geblieben. Nur wird - vor allem wegen Corona und des Kriegs - immer mehr Geld gedruckt, was logischerweise die Inflation anheizt, und so auch den Geldwert vermindert. Und Deutschland droht wegen der Sanktionen eine Rezession - vor allem da würde ich die Ursachen sehen. Die Zentralbankchefin könnte dem mit einer Zinserhöhung natürlich entgegensteuern, was aber in mehreren EU-Ländern eine neue Schuldenkrise auslösen könnte.

Wer nun USD in € tauschen muss, kann sich freuen, wer den umgekehrten Weg gehen muss, da wird es bitter.
Unerwartet finde ich aber den starken Rubel, gegenüber dem der € deutlich schwächelt.
Auch gegenüber dem USD sieht der Rubel gut aus, und in den USA gibt es ja Zinserhöhungen.

Ich bleibe dabei - die Sanktionen treffen eher uns selbst, vor allem die Energiesanktionen. Russland findet international anscheinend genügend Abnehmer für seine Produkte, und Hightech kommt dann eben aus China statt vom Westen.
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Re: Preisentwicklung

Post by Nicoletta »

Die Geldmenge spielt keine Rolle um eine Inflation zu bewerten. Wenn man es genau nimmt haben wir nicht mal eine Inflation. Wir haben eine Preissteigerung von fossilen Energieträgern, einigen Grundnahrungsmittel, einige Baustoffe. Für Konsumgüter sinkt sogar der Preis.

Der Euro ist gegenüber dem $US schwächer weil die US Zentralbank den Zins extrem heraufgesetzt hat. Das der Rubel gestiegen ist ist nur von temporärer Bedeutung und auch nur innerhalb Russland, oder dort wo mit Rubel gezahlt werden kann.

Die EZB handelt genau richtig. Den Zins solange niedrig zu halten bis die EU Staaten endlich investieren, da die Privatwirtschaft es nicht tut ohne öffentliche Investitionen. Nun sind sie allerdings unter Druck durch den $US und ich gehen im dritten Quatal von einer Zinsanhebung um 25 Punkte aus. Max. 50 Punkte.

Was würde das bedeutet?
Mehr Arbeitslosigkeit, noch weniger private Investitionen, Schwächung des Binnenmarktes, Senkung der Reallöhne, mehr Rendite auf dem Kapitalmarkt, noch mehr Sparanlagen, mehr (Kinder)Armut.

Wie sich die Inflationsrate nun entwickeln wird wage ich keine Prognose mehr. Es wird im Juni 2% Entlastung geben, jedoch durch Krieg und nun schon wieder geschlossene Häfen in China, zerstörte Lieferketten usw. wird die ganze Welt ärmer. Die Ärmsten haben darunter am meisten zu leiden.

Was also tun?
Der Staat muss das über eine mittellange Strecke abfangen. Südeuropa macht das bereits erfolgreich. Keine Gießkannenmaßnahmen, sondern bedarfsgerecht. Massiven Ausbau der Erneuerbaren und Öffis, kein Bau von LPG-Terminals Hybriden. Wenn dann gleich für Wasserstoff und das eilt nicht. Investitionsoffensive in die Transformation um die Wirtschaft anzukurbeln, weniger Konkurrenz zwischen EU-Ländern in Steuern, Preisen usw.
Dafür steht die sogenannte Schuldenbremse im Weg und dann sind da noch 60 Milliarden auf Jahre eingefroren weil ein Merz das Ego wichtiger ist Volkswirtschaft (wovon er nicht mehr versteht als das was auf einen Bierdeckel passt). Auch diese Aktion sind ein paar Punkte Inflationsrate.
Last edited by Nicoletta on 15.05.2022, 01:52, edited 1 time in total.
* Die Radikalität der Realität ist so radikal das die Politik in ihrer Nichtradikalität nicht hinterher kommt. *
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Re: Preisentwicklung

Post by Laurin »

Erst mal 'welcome back', Nico.
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Re: Preisentwicklung

Post by Eisrose »

Hier mal ein Artikel zum Problem der französischen EZB-Chefin:
Die Europäische Zentralbank hat sich verspekuliert. Anstatt die galoppierende Inflation frühzeitig zu bekämpfen, flutet die EZB die Märkte auch nach dem Kriegsausbruch immer weiter mit neuem Geld. Die EZB-Präsidentin Lagarde zögert Zinserhöhungen hinaus und verschlimmert Woche für Woche das Problem.

Christine Lagarde, die Mutter der Inflation
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Re: Preisentwicklung

Post by Nicoletta »

Gibt es her wirklich ein Interesse sich mit Makroökonomie und Volkswirtschaft zu beschäftigen?

Wenn ja nehme ich mir die Zeit Wolfram Weimer Geschreibsel zu kommentieren. Einiges habe ich ja bereits s.o. geschrieben was zu der Auffassung vom reaktionären und wirtschaftsliberalen, schon eher liberatären Wolfram Weimer im Wiederspruch steht.
Last edited by Nicoletta on 28.05.2022, 15:42, edited 1 time in total.
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Re: Preisentwicklung

Post by Laurin »

Ja mach doch mal. :-)
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Re: Preisentwicklung

Post by Nicoletta »

Meine Sicht ...

Die Überschrift ist völliger Unsinn und wird auch weiter im Text an einer Stelle noch mal wiederholt und konfus begründet.
Der EZB wird vorgeworfen auf die gegenwärtige "Inflation" nicht zu reagieren, bzw. diese noch anzuheizen weil sie nicht den Leitzins erhöht.Sie hätte mir ihren Unterlassen einen Spekulationsboom angeheizt und damit wäre die EZB die Verursacherin der Inflation.

Die Kernaussage und These ist das mehr Geldschöpfung durch die EZB gleich höhere Inflation bedeuten würde. Die zweite Aussage und These ist wir sind in einer Inflation.

Nun wird die EZB von Wirtschaftsliberalen aufgefordert politisch zu handeln. Vor nicht all zu langer Zeit hieß es von den gleichen Wirtschaftsliberalen das es gut sei das die EZB politisch unabhängig sei.
Es sind die gleichen Wirtschaftsliberalen die immer propagierten das alles der Markt regeln würde und Eingriffe des Staates Planwirtschaft sei. In der Bankenkrise, Pandemie und jetzt bei hohen Energiepreisen und Inflationsrate schreien die gleichen Wirtschaftsliberalen nach Eingriffen durch den Staat, also Planwirtschaft, nach dessen Definition.

Unter Nixon wurde die Bindung vom Dallar zum Gold Aufgehoben. Die Geldschöpfung war nun an nicht mehr abhängig von Realwerten. Nun konnten Kredite vergeben werden ohne das die Banken gleichwertige Werte im Tresor vorhalten mussten. Jeder Kredit ist eine Geldschöpfung von Buchgeld. Wird der Kredit getilgt reduziert es die Geldmenge um den Kreditbetrag. Also am Ende ist es eine Null in der Bilanz. Wenn man also von Geldpolitik, Geldschöpfung spricht, dann muss man den gesamten Kreislauf, auch in ihren Einzelprozessen als jeweilige Bilanzen betrachten. Alles ist eine Bilanz (Aron Sahr - Das Versprechen des Geldes).

Daraus ergeben sich zwei Fragen:
- Was ist Inflation?
- Sind Preise abhängig von der Geldmenge?

Inflation ist eine kontinuierliche Preissteigerungen auf breiter Basis. Das Gegenteil einer Inflation ist Deflation. Die hatten wir die letzten Jahre während der Pandemie und auch davor hatten wir Minus-Inflatiosraten. Der Mastrichter Vertrag regelt wie viel Inflation, Exportüberschuss und "Staatsverschuldung" innerhalb der EU zulässig sein soll. Diese regeln sollen den Euro stabil halten. Deutschland und Frankreich haben diesen Vertrag in keinster Weise bisher eingehalten. Das ging zu Lasten der südeuropäischen Länder. Deutschland ist Exportweltmeister und hat den größten Niedriglohnsektor der die Arbeitslosigkeit in den Süden und Osten exportiert. Das bedeutet das mehr Exportiert, als Importiert wird. Ist das gut. Nein! Es schwächt den Binnenmarkt, hemmt Investitionen, stärkt den Kapitalmarkt, schwächt den Euro. Löhne und Gehälter sind auf einem niedrigen Niveau, die Kaufkraft schrumpft, (Kinder)Armut steigt, die Inflationsrate sinkt. geht sie ins Minus und bedeutet Verlust an Wohlstand und Staatshaushalt.

Nun haben wir aber eine recht hohe Inflationsrate und einen Staatsüberschuss im Haushalt, dennoch höhere Preise, niedrige Löhne, mehr Armut usw. Wie passt denn das jetzt zusammen. Es scheint widersprüchlich zu sein.

Ja scheint es, aber ist es nicht denn wenn eine Inflation bewertet wird sind es die Kriterien von Vollbeschäftigung, Überhitzung der Wirtschaftskraft, Lohn/Preisspirale. Nicht nur in Deutschland, sondern im gesamten Euroraum. Das sind Kriterien die eine Inflation anheizen und darauf würde die EZB auch ganz anders reagieren. Also wir haben keine solche Inflation. Denn das wäre eine durchaus alarmierende Entwicklung und man spricht von einer Nachfrage orientierten Inflation (Nachfrageinfaltion).

Nun sind doch aber dennoch die Preise hoch und unser Wohlstand sinkt.
Die Ursache ist nicht eine Überhitzung der Wirtschaftskraft und zu hohe Lohnforderungen, sondern die Auswirkungen von Pandemie, Krieg und Klimawandel. Lieferketten sind unterbrochen bis zerstört. Weizen kommt nicht in Afrika an, die teuerste Energie ist Gas aus Russland und die Chrashpropheten jagen mit ihren düsteren Prognosen die Kurse in den Himmel als hätten wir bereits Mangel, den wir faktisch allgemein in Deutschland nicht wesentlich haben. Wir haben aber dadurch höhere Preise. Wir haben eine vorübergehende Angebots orientierte Inflationsentwicklung (Angebotsinflation). Wenn der Leitzins nicht schon auf Null wäre müsste die EZB jetzt den Leitzins senken, aber zumindest halten. Sie wird es nicht, jedoch hat das andere Ursachen auf die ich an dieser Stelle nicht näher eingehe.

Was passiert wenn unser Parlament nun beschließt ein weiteres Sondervermögen über 100 Milliarden aufzulegen um diese Auswirkungen entgegenzutreten. Also weitere 100 Milliarden Euro an Geld schöpfen. Vielleicht noch mal 100 Milliarden für die Energietransformation. Hätte das Auswirkungen auf die Preise. Nein!
Es hätte positive Auswirkung auf die Kaufkraft, Konjunktur und allgemeinen Wohlstand.

Aber dann hat der Staat doch sehr hohe Schulden und die Quote liegt doch jetzt bereits bei 80%.
Wir erinnern uns das alles eine Bilanz ist.

Noch mal ein kleiner Ausflug in die Welt der Wirtschaftsliberalen. H.W. Sinn & Co meinen das der Markt den Wohlstand regelt. Schöpft der Markt Geld für mehr Wohlstand. Wo kommt das Geld her und warum ist es nicht schon da?
Die meisten Kredite sind Kredite in die Finanzwirtschaft und Immobilienblase, nicht in die Wirtschaft. Das Vermögen sind Sparanlagen, Nicht Produktionsmittel und Investitionen. Der Markt macht die Vermögen nicht zu Investitionen. Der BDI hat es unseren Wirtschaftsminister Habeck gegenüber auf den Punkt gebracht. So meint der BDI das 75% bis 85% der notwendigen Investitionen für die Energietransformation und den Klimaschutz aus der Wirtschaft kommen würden wenn der Staat 35% bis 24% in Infrastruktur investieren würde.
Das bedeutet also private Investitionen werden frei wenn der Saat Geld schöpft und in das Gemeinwohl investiert.
Die Bilanz also wäre mehr Wirtschaftskraft, mehr Wohlstand, mehr Kaufkraft, mehr Steuereinnahmen und da gleicht sich dann die Bilanz zu den Investitionen wieder aus. Ohne staatliche Investitionen keine Wirtschaftsleistung, kein Wohlstand.
Die sogenannten Staatsschulden sind der Gewinn der Privatwirtschaft. Es würden mehr Kredite (Geldschöpfung) für Investitionen in den Wirtschaftskreislauf ausgegeben werden als in die Finanzwirtschaft.
Und genau da ist der Knackpunkt warum sogenannte Wirtschaftsliberale, Libertäre und Chrashpropheten genau das nicht wollen. Sie sind Nutznießer des Kapitalmarktes und das zeigt sich auch daran das die Meisten von ihnen selbst auch Fondsmanager sind.

Gegenwärtig wären mehr staatliche Investitionen in die Transformation, Infrastrukturen der richtige Weg. Einerseits um einseitige Abhängigkeiten entgegenzutreten, zerstörte Lieferketten zu kompensieren, Sicherheit zu schaffen, die Schieneninfrastruktur auszubauen, Auszubilden, intakte Schulen zu haben, sichere Brücken usw..Ebenso die Anhebung des Regelsatzes welcher die Tarifverhandlungen stützt und Armut abbaut, denn Lohnforderungen sind jetzt genau richtig. Wenn die EZB den Leitzins um 25 bis 50 Punkte tatsächlich anhebt haben wir noch weniger in den Taschen und die Arbeitslosigkeit steigt. In eine Lohn/Preisspirale zu geraten - die Gefahr sehe ich nicht, denn die Löhne sind verhältnismäßig durch schwache Gewerkschaften sehr niedrig.
Die Krisengewinner und Supereierchen anteilig zu beteiligen nach italienischem Vorbild und "tax me now".
Wir dürfen unseren Wohlstand nicht nur national betrachten sondern müssen europäisch denken. Wenn wir von Inflation sprechen betrifft der Euro Europa und nicht nur ein Land. Es muss uns allen in Europa gut gehen.

So Feuer frei. ich bin gespannt auf Diskussionen.
Last edited by Nicoletta on 29.05.2022, 21:31, edited 2 times in total.
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* Die Radikalität der Realität ist so radikal das die Politik in ihrer Nichtradikalität nicht hinterher kommt. *
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Re: Preisentwicklung

Post by Troh.Klaus »

Nicoletta wrote: 29.05.2022, 18:59 Daraus ergeben sich zwei Fragen:
- Was ist Inflation?
- Sind Preise abhängig von der Geldmenge?

Das Gegenteil einer Inflation ist Deflation.
Ist das jetzt Deine Definition von Inflation?
Und auch auf die zweite Frage habe ich keine Antwort entdecken können.
Bleibt gesund!
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Re: Preisentwicklung

Post by Nicoletta »

Troh.Klaus wrote: 29.05.2022, 19:29
Nicoletta wrote: 29.05.2022, 18:59 Daraus ergeben sich zwei Fragen:
- Was ist Inflation?
- Sind Preise abhängig von der Geldmenge?

Das Gegenteil einer Inflation ist Deflation.
Ist das jetzt Deine Definition von Inflation?
Und auch auf die zweite Frage habe ich keine Antwort entdecken können.
hmm ... Dein zitierter Satz von mir ist in der Tat weder eine Antwort auf die eine, noch auf die andere Frage.
Mehr entdecken kannst du wenn du nach dem Satz weiter ließt. ;)
* Die Radikalität der Realität ist so radikal das die Politik in ihrer Nichtradikalität nicht hinterher kommt. *
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