Preisentwicklung

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Troh.Klaus
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Re: Preisentwicklung

Post by Troh.Klaus »

Nicoletta wrote: 29.05.2022, 19:34
Troh.Klaus wrote: 29.05.2022, 19:29
Nicoletta wrote: 29.05.2022, 18:59 Daraus ergeben sich zwei Fragen:
- Was ist Inflation?
- Sind Preise abhängig von der Geldmenge?

Das Gegenteil einer Inflation ist Deflation.
Ist das jetzt Deine Definition von Inflation?
Und auch auf die zweite Frage habe ich keine Antwort entdecken können.
hmm ... Dein zitierter Satz von mir ist in der Tat weder eine Antwort auf die eine, noch auf die andere Frage.
Mehr entdecken kannst du wenn du nach dem Satz weiter ließt. ;)
Ich habe Deinen kompletten Post gelesen, in der Hoffnung, dass noch eine Definition, eine Antwort, eine Erklärung zu Deinen beiden Fragen folgen würde. Ich konnte nichts entdecken. sonst hätte ich mich anders geäussert.
Bleibt gesund!
Nicoletta
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Re: Preisentwicklung

Post by Nicoletta »

Auch wenn du keine konkrete Frage gestellt hast und ich erst herum raten musste was du denn meinen könntest danke ich dir für deinen Hinweis. Das hat mich zu einer Ergänzung meines Textes veranlasst. Evt. beantwortet das deine indirekte Frage.
* Die Radikalität der Realität ist so radikal das die Politik in ihrer Nichtradikalität nicht hinterher kommt. *
Laurin
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Re: Preisentwicklung

Post by Laurin »

Nicoletta wrote: 29.05.2022, 18:59 ...
Gegenwärtig wären mehr staatliche Investitionen in die Transformation, Infrastrukturen der richtige Weg.
...
Die Krisengewinner und Supereierchen anteilig zu beteiligen nach italienischem Vorbild und "tax me now".
Wir dürfen unseren Wohlstand nicht nur national betrachten sondern müssen europäisch denken.
...
:yes:

Das sehe ich genauso. Investieren in sinnvolle Dinge statt einfach mal so 100 Mrd. der Rüstungsindustrie in den Rachen zu stopfen oder gar einen hohen Rüstungsanteil gesetzlich festschreiben zu wollen.

Den Rest kann ich nicht wirklich kommentieren weil ich kein Finanzexperte bin. Ich würde mir aber mehr solche gut durchdachten Eigenbeiträge wünschen (statt z.B. langen Video-Elaboraten mit Fremdmeinungen).
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Richard
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Re: Preisentwicklung

Post by Richard »

Nun, mir fehlt dafür (v.w. eigene laengere Beiträge) eher mal die Zeit.

Zur Frage was Inflation sei ... Es ist vermutlich durchaus allen klar, dass es auch für Inflation eine gängige Definition gibt. Über Einflussfaktoren der Inflation gibts (natürlich) unterschiedliche Meingungen. Insofern kann man natürlich darüber diskutieren, welche Einflussfaktoren man persönlich als (un-)wichtiger betrachtet.
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Re: Preisentwicklung

Post by Nicoletta »

Die persönliche Inflationsrate kann jede/r selbst ermitteln:

https://www.destatis.de/DE/Service/Stat ... sicht.html
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Eisrose
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Re: Preisentwicklung

Post by Eisrose »

Weil ichs gerade durch Zufall gesehen habe: dann macht Erdogan ja alles richtig in Sachen Inflationsbekämpfung und die Experten täuschen sich alle...
Ich denke mir täglich alle Autos weg - und es ist schön.
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Re: Preisentwicklung

Post by Nicoletta »

Ich gehe mal davon aus das die Türkei die gleichen Probleme haben wie Europa. Es gibt allerdings einen Unterschied. Der Euro ist sehr stabil. die türkische Lira nicht und wie man lesen kann verliert sie an Vertrauen. Das bedeutet das Anleihen weniger nachgefragt werden. Hinzu kommen Devisen. In wie weit ist die Türkei mit anderen Währungen wie Euro, oder Dollar belastet. Wo gehen die Investitionen hin. Gehen sie in den Binnenwirtschaftskreislauf, oder in Finanzmärkte. Werden die unteren Lohngruppen und Ärmsten gestärkt, oder werden sie sich selbst überlassen. Ist die Türkei mehr vom Import abhängig. Wie ist das Lohn Niveau, das Steuersystem. Viele Fragen und Parameter die man wissen müsst ob Erdogans Weg gegenwärtig der richtige ist, oder ob er getrieben ist.
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Re: Preisentwicklung

Post by giffi marauder »

Richard wrote: 30.05.2022, 21:40 Nun, mir fehlt dafür (v.w. eigene laengere Beiträge) eher mal die Zeit.

Zur Frage was Inflation sei ... Es ist vermutlich durchaus allen klar, dass es auch für Inflation eine gängige Definition gibt. Über Einflussfaktoren der Inflation gibts (natürlich) unterschiedliche Meingungen. Insofern kann man natürlich darüber diskutieren, welche Einflussfaktoren man persönlich als (un-)wichtiger betrachtet.
Inflation kann verschiedene Ursachen haben.
https://de.wikipedia.org/wiki/Inflation#Ursachen
Aktuell haben wir es vor allem mit einer angebotsbedingten Inflation bzw. Kosteninflation zu tun.
Die angebotsbedingte Inflation (auch: „Kosteninflation“; englisch Cost-push inflation) bezeichnet eine Steigerung des allgemeinen Preisniveaus, dessen Ursprünge bei den Produktionskosten zu suchen sind.[77] Dies sind primär Steigerungen der Personalkosten/Lohnnebenkosten (englisch Wage-push inflation), der Energiekosten oder Zinserhöhungen. Die Kosteninflation tritt allerdings nur dann als Erhöhung des Preisniveaus in Erscheinung, wenn die teurer produzierten Güter auch auf dem Markt zu den geforderten höheren Preisen Käufer finden und es keine Substitution aus anderen Märkten gibt (Verkäufermarkt). Auch diese Inflationsart kann nur bei einer entsprechenden Ausweitung der Geldmenge längerfristig bestehen. „Cost-push-Inflation“ besteht, wenn ein Unternehmen zum Beispiel durch höhere Rohstoffpreise („importierte“ Inflation) oder höhere Löhne, Steuern etc. („hausgemachte“ Inflation) höhere Produktionskosten hat. „Profit-push-Inflation“ wird hingegen dadurch verursacht, dass ein Unternehmen höheren Gewinn erzielen will.
Hier spielen vor allem die Energiepreise ein große Rolle, die aber noch gar nicht wegen zu großer Nachfrage oder gar zu geringem Angebot steigen,
sondern wegen der "Möglichkeit", dass sich Gas und Öl verknappen könnten.
So wird der- Gas und Öl-Preis wesentlich durch Erwartungshaltungen an die Zukunft bestimmt und der Strompreis hängt über die Merit-Order-Prinzip hinten dran.
Zusätzlich sind Produktionskapazitäten und Transportkosten noch immer coronabedingt eingeschränkt bzw. aus dem Tritt.

Dies würde an den Ursachen nichts ändern sondern die Kosteninflation noch zusätzlich anheizen.
Hinsichtlich der Energiepreise hilft nur eine Preisdeckelung (z.B. eine EU weite Einkaufsgemeinschaft)
oder ein massisver Ausbau von erneuerbaren Energien um mittelfristig das "billige" russische Gas und Öl bzw.
langfristig die "billigen" fossilen Energieträger an sich zu substituieren.

Die Forderung nach einer allgemeinen Zinserhöhung zur Verminderung der Geldmenge geht da am Problem vorbei
bzw. verschärft es sogar noch, da es das dafür notwendige Investitionskapital minimiert.
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Re: Preisentwicklung

Post by LaLe »

Ausschließen kann man damit auch, dass das nur eine kurzfristige Verzerrung ist wie es noch Ende letzten Jahres hieß.
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Re: Preisentwicklung

Post by giffi marauder »

LaLe wrote: 01.06.2022, 16:07 Ausschließen kann man damit auch, dass das nur eine kurzfristige Verzerrung ist wie es noch Ende letzten Jahres hieß.
Nun ja, Corona und Ukraine (samt vorweggenommenen politische gewollten Lieferausfällen) sind wohl eher unter "externer Preisschock" zu verbuchen.

Die gemessene Inflation ist ja vor allem auch deshalb so hoch, weil die Preise vorher ziemlich niedrig waren.
Nimmt man z.B. die Energiekosten als wesentliches Element der derzeitigen Preissteigerungen,
so gilt zu unterscheiden, ob die gestiegene Preise auf hohem Niveau nachhaltig hoch bleiben oder ob die Preissteigerungsrate nachhaltig hoch bleibt.

Ich denke es ist davon auszugehen, dass sich diese Energiepreise auf einem zwar höheren Niveau einpendeln aber keineswegs exponentiell entwickeln werden,
wie das bei einer fortlaufenden Inflation Jahr für Jahr der Fall wäre.
Hier sehe ich einen ziemlich einmaligen Preisschub der sich dann auch noch auf alle anderen Güter fortsetzten wird, bei denen der Energieanteil
hochgradig preisbestimmend ist.
Dieser Anstieg wird durchaus noch einige Zeit dauern, mittelfristig aber durch Substituierung von "energiesparsamere" Produkte wieder relativiert.

Bei den Immobilienpreisen und Baukosten, da sind allerdings die Ursachen jeweils wieder ganz andere. ;)
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Re: Preisentwicklung

Post by Laurin »

Nicoletta wrote: 31.05.2022, 23:01 ... Der Euro ist sehr stabil ...
Naja, gegenüber USD und Rubel hat der € spürbar nachgegeben.
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Eisrose
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Re: Preisentwicklung

Post by Eisrose »

Schweizer Notenbankchef entlarvt das EZB-Versagen

Die Inflation schockiert Deutschland. Nicht so die Schweiz. Dort steigen die Preise kaum. Denn das Hauptproblem der Inflation hierzulande liegt weder in der Pandemie noch im Ukraine-Krieg. Es ist die EZB und ihre Geldschwemme, die die Preise systematisch treibt.

In Deutschland ist die Teuerungsrate auf den höchsten Stand seit fast fünfzig Jahren geklettert: Das Leben kostete im Mai 7,9 Prozent mehr als ein Jahr zuvor. In der Schweiz hingegen sind die Preise fast stabil. Im Mai betrug die Inflationsrate dort gerade einmal 2,9 Prozent. Wenn deutsche Politiker die Inflation also achselzuckend als einen Schicksalsschlag darstellen, auf Pandemie und Ukraine-Krieg verweisen, dann liegen sie falsch. Inflation ist kein Schicksal. Sie ist das Ergebnis von falscher Geldpolitik. Denn die Schweiz erleidet genau die gleichen Schicksalsschläge, vermeidet aber durch seriöse Geld- und Schuldenpolitik die Rieseninflation.
Ich denke mir täglich alle Autos weg - und es ist schön.
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Re: Preisentwicklung

Post by Nicoletta »

Eisrose wrote: 14.06.2022, 14:15
Schweizer Notenbankchef entlarvt das EZB-Versagen

Die Inflation schockiert Deutschland. Nicht so die Schweiz. Dort steigen die Preise kaum. Denn das Hauptproblem der Inflation hierzulande liegt weder in der Pandemie noch im Ukraine-Krieg. Es ist die EZB und ihre Geldschwemme, die die Preise systematisch treibt.

In Deutschland ist die Teuerungsrate auf den höchsten Stand seit fast fünfzig Jahren geklettert: Das Leben kostete im Mai 7,9 Prozent mehr als ein Jahr zuvor. In der Schweiz hingegen sind die Preise fast stabil. Im Mai betrug die Inflationsrate dort gerade einmal 2,9 Prozent. Wenn deutsche Politiker die Inflation also achselzuckend als einen Schicksalsschlag darstellen, auf Pandemie und Ukraine-Krieg verweisen, dann liegen sie falsch. Inflation ist kein Schicksal. Sie ist das Ergebnis von falscher Geldpolitik. Denn die Schweiz erleidet genau die gleichen Schicksalsschläge, vermeidet aber durch seriöse Geld- und Schuldenpolitik die Rieseninflation.
Wie vergleiche ich Äpfel mit Birnen.

Der Euroraum ist zwar größer als Deutschland, jedoch gehört die Schweiz nicht dazu.
Geldschwemme, Rekordschulden sind Begriffe die Nichtssagend sind und von Leuten, "Experten" die es eigentlich besser wissen sollten, kommen um das neoklassische Narrativ aufrechtzuhalten. Wie allerdings der Zusammenhang ist von Geldmenge zum Energiepreis bei einer Angebotsinflation, das konnte, oder wollte mir bisher niemand beantworten. Es wird einfach behauptet das es so sei.
Nun habe ich noch eine weitere Anfrage offen und wasrte auf Antwort.

Gehen wir das mal logisch durch.
Der Staat verkauft Anleihen an die EZB in Höhe von 100 Milliarden Euro für die Bundeswehr. Was dem einen Schulden sind dem anderen das Guthaben. Soll und Haben. Macht der Staat also "Schulden" ist das Guthaben der Privatwirtschaft. Bleiben wir bei der Bundeswehr. Es werten Güter eingekauft, die Nachfrage ist vorhanden. Die Nachfrage muss befriedigt werden, Also werden die geforderten Güter produziert. Die Branche hat ggf. Vollbeschäftigung auf Jahre. Mehr Ausbildung, mehr Arbeit, gute Löhne, Konsum, und Steuern über die der Staat das Geld wieder zurück bekommt und die "Schulden" getilgt werden. Billanz Null. Ein Nullsummenspiel.
Das gleiche wären Investitionen in die Energiewende, Infrastruktur (Abschreibungen). Bei Sozialleistungen gehen die Investitionen dierekt in den Wirtschaftskreislauf.

In wieweit speilt nun der Preis für ein Produkt in diesem Geldkreislauf eine Rolle und wie soll sich die Menge des Geldes auf den Preis von Öl auswirken. Der Rohölpreis und der Handelspreis wird in USD gehandelt, nicht in Euro. Die Geldmenge des Euros ist dem USD völlig wurscht und auch den Ölkonzernen. Die Geldmenge einer Wärung hat also keine Bedeutung auf die Geldmenge einer anderen Wärung.

Die geldmenge hat keinen Zusammenhang mit der Preisstabilität. Die Geldmenge in Euro kann weder einen Krieg beenden, die Häfen in China öffnen, Lieferketten wieder herstellen, den Energiepreis senken. Die Geldmenge hat keinen Einfluss auf das Angebot, auf eine angebotsseitige Inflation.
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Re: Preisentwicklung

Post by giffi marauder »

Eisrose wrote: 14.06.2022, 14:15
Schweizer Notenbankchef entlarvt das EZB-Versagen

Die Inflation schockiert Deutschland. Nicht so die Schweiz. Dort steigen die Preise kaum. Denn das Hauptproblem der Inflation hierzulande liegt weder in der Pandemie noch im Ukraine-Krieg. Es ist die EZB und ihre Geldschwemme, die die Preise systematisch treibt.

In Deutschland ist die Teuerungsrate auf den höchsten Stand seit fast fünfzig Jahren geklettert: Das Leben kostete im Mai 7,9 Prozent mehr als ein Jahr zuvor. In der Schweiz hingegen sind die Preise fast stabil. Im Mai betrug die Inflationsrate dort gerade einmal 2,9 Prozent. Wenn deutsche Politiker die Inflation also achselzuckend als einen Schicksalsschlag darstellen, auf Pandemie und Ukraine-Krieg verweisen, dann liegen sie falsch. Inflation ist kein Schicksal. Sie ist das Ergebnis von falscher Geldpolitik. Denn die Schweiz erleidet genau die gleichen Schicksalsschläge, vermeidet aber durch seriöse Geld- und Schuldenpolitik die Rieseninflation.
Wo nimmst das das alles bloß her? :help:
Inflation kann mehrere Ursachen haben und ja, eine davon ist "Geldschwemme".
Die Aussage "Inflation ist kein Schicksal. Sie ist das Ergebnis von falscher Geldpolitik" als einzig mögliche Erklärung zu präsentieren ist schlicht falsch.
Experten die nur eine Lösung kennen, sehen auch immer nur das gleiche Problem. ;)

https://www.derstandard.at/story/200013 ... lation-hat
Während Europa unter Teuerungsraten von sieben Prozent oder mehr ächzt, verzeichnet die Schweiz bisher bloß einen mäßigen Anstieg der Inflation: Im April wurde eine Jahresteuerung von 2,5 Prozent registriert. Die Schweiz erweist sich auch hier als Sonderfall mitten in Europa.
Ja, aber:
Dass die Teuerung in der Schweiz deutlich weniger stark steigt als in den umliegenden Ländern, ist nicht neu: So zeigt etwa der Vergleich mit Österreich, dass die Inflationsrate zwischen 2006 und 2021 im Jahresdurchschnitt in Österreich um zwei Prozent gestiegen ist, in der Schweiz aber nur um 0,2 Prozent.
Und dann:
Während die Notenbanken weltweit die Zinsen anheben und geldpolitisch "die Zügel anziehen", bleibt die Schweizerische Nationalbank (SNB) bei ihrer expansiven Geldpolitik und belässt die Leitzinsen bei –0,75 Prozent. Damit leiste sie einen wichtigen Beitrag, um die Teuerung in der Schweiz niedrig zu halten, meint Ökonom Rathke
:o
Last edited by giffi marauder on 14.06.2022, 16:58, edited 1 time in total.
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Re: Preisentwicklung

Post by Nicoletta »

Ein Währungsraum ohne positive Inlationsrate bedeutet der Staat hat kein Geld, oder öffentliche Investitionen versickern im Kapitalmarkt in private Vermögen. Was auf das gleiche Ergebnis kommt. Der Staat hat kein Geld.
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